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Kamillentee und Essigsocken: Hilfe aus der Natur

Natürliche Hausmittel helfen bei Fieber, Husten & Co.

Heutzutage ist das Bedürfnis, natürliche Hausmittel zur Selbstbehandlung von Krankheiten anzuwenden grösser denn je. In der Tat lassen sich Erkältungen, Entzündungen, Fieber, Husten, Magen-Darm-Grippe und viele andere grössere und kleinere Wehwehchen wirkungsvoll und sanft mit natürlichen Heilmitteln kurieren. Ganz besonders bei Kindern.

Die gute Seite von Krankheiten

Krankheiten gehören zum Kinderalltag und sind Teil der kindlichen Entwicklung. Das Abwehrsystem der Kinder lernt und reift bei jeder neuen Bekanntschaft mit Viren und Bakterien und kann diese später, schneller und besser bekämpfen. Wenn es nichts Ernstes ist, ist es deshalb sinnvoll, nicht jedes Mal mit dem Kind zum Arzt zu gehen oder sofort nach Medikamenten zu greifen, sondern altbekannte Hausmittel einzusetzen. Naturmedizin ist seit jeher bewährt und verursacht – richtig angewendet – kaum Nebenwirkungen.

Was versteht man unter Naturmedizin?

Zur Naturmedizin zählt man ein breites Spektrum verschiedener Methoden, welche die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung aktivieren und unterstützen und die sich von Mitteln und Reizen bedienen, die in der Natur vorkommen. Zur Naturmedizin zählen im Allgemeinen die folgenden Naturheilverfahren:

  • Pflanzliche Therapien gehören zu den ältesten medizinischen Therapien überhaupt und sind auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet.
  • Homöopathie verfolgt den Ansatz, Ähnliches durch Ähnliches zu heilen. Damit ist gemeint, dass ein Erkrankter mit dem Mittel behandelt wird, das beim gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorruft.
  • Spagyrik ist eine besondere Art der Heilmittelherstellung und ein uraltes, ganzheitliches Natuheilverfahren. Die Wirkstoffe aus Pflanzen werden zunächst getrennt, dann bearbeitet und schliesslich wieder zusammengeführt.
  • Wickel sind warme oder kalte Tücher, die feucht um einen Körperteil gelegt werden. Man unterscheidet zwischen wärmeentziehenden, wärmestauenden und schweisstreibenden Wickeln.
  • Tees sind eine beliebte Zubereitungsform pflanzlicher Therapien.
  • Tinkturen sind alkoholische Auszüge aus pflanzlichen und tierischen frischen oder getrockneten Rohstoffen.
  • Ätherische Öle sind Pflanzeninhaltsstoffe mit einem starken Geruch. Sie werden zur Behandlung zahlreicher Beschwerden verwendet, wie zum Infektionskrankheiten oder Erkältungen.
  • Schüssler-Salze basieren auf der Annahme, Krankheiten entstünden durch Störungen des Mineralhaushalts und könnten durch homöopathische Gaben von Mineralien geheilt werden.

Die Naturmedizin verfolgt meist einen ganzheitlichen Ansatz: die gestörte Harmonie des gesamten Organismus soll wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Sie hat auch den Anspruch, nicht nur den Körper zu behandeln, sondern Geist und Seele einzubeziehen. Deshalb schliesst die Naturmedizin auch Entspannung, Bewegung und eine gesunde Ernährung in ihr Wirkungsfeld ein.

Wo liegen die Grenzen der Naturmedizin?

Ob natürliche Mittel zur alleinigen Behandlung einer Erkrankung ausreichen oder ob zusätzlich ärztliche Massnahmen erforderlich sind, ergibt sich aus der Schwere der Erkrankung. Bleiben Symptome bestehen, verändern oder verschlimmern sie sich, dann sollte man den Kinderarzt aufsuchen.

Schul- und Komplementärmedizin Hand in Hand

Immer mehr Kinderärzte unterstützen Eltern darin, natürliche Mittel einzusetzen und bieten selber in Ergänzung zur Schulmedizin komplementäre Heilmethoden an wie Homöopathie, anthroposophische oder pflanzliche Medizin.

Auch unser Kinderarzt verbindet die Schulmedizin mit anthroposophischer Medizin und klassischer Homöopathie und berät uns ganzheitlich. Zudem schlagen wir immer häufiger und bewusster, den aus unserer persönlichen Erfahrung sehr guten Ratgeber Kinder sanft und natürlich heilen aus, wenn unsere Buben erkranken oder einen kleinen Unfall haben und lassen uns von den vielfältigen Möglichkeiten, welche die Natur bietet, leiten.

In diesem praxisnahen Ratgeber für Kinder, der auch von den Kinderärzten Schweiz und dem Verband der Mütterberaterinnen empfohlen wird, erfahren Eltern alles über wirksame und natürliche Heilmittel für Babys, Klein- und Schulkinder. So lassen sich viele kleine und grosse Beschwerden effektiv und ohne Chemie heilen.

Vertraut ihr auch auf die Kraft der Natur? Welche natürlichen Heilmittel kennt und schätzt ihr? Habt ihr Tipps für gute Ratgeber, Bücher oder Nachschlagewerke? Erzählt uns über eure Erfahrungen mit Naturmedizin!

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