Familienleben Kolumne

Auf den Hund gekommen

Habt ihr gewusst? Laut chinesischer Astrologie befinden wir uns noch im alten Kalenderjahr, und zwar im Jahr des Feuer-Hahns. Dieser regiert noch bis zum 15. Februar und wird dann vom Erd-Hund abgelöst.

Im Jahr des Feuer-Hahns würde vorausschauendes und umsichtiges Vorgehen belohnt und harte Arbeit von Erfolg gekrönt. Pläne könne man in die richtige Bahn lenken sowie Ordnung ins Chaos bringen. Der Feuer-Hahn würde zudem Energie spenden und ein friedvolles Familienleben fördern. So vielversprechend tönte dies alles vor einem Jahr in meinen Ohren – ganz nach meinem bisherigen Lebensverständnis, ganz nach meinem Gusto. Schliesslich ist doch jeder Schmied seines eigenen Glücks, oder?

Wenn das Leben aber nur so einfach wäre, wie es Horoskope vorgeben…

Mein ganz persönliches Feuer-Hahn-Jahr hat, wie ihr wisst, einen anderen, fremdbestimmten Verlauf genommen. All mein noch so umsichtiges Vorgehen und all meine noch so harte Arbeit blieb erfolglos. Ich musste kapitulieren und akzeptieren, dass man selbst mit noch so viel Verstand und noch mehr Willenskraft am Ende nicht gegen das Schicksal ankämpfen kann. Der Feuer-Hahn hat meine Pläne über den Haufen geworfen, statt Ordnung totales Chaos in mein Leben gebracht und mir die letzte Energie geraubt. Im Jahr des Feuer-Hahns bin ich – Ironie des Schicksals – auf dem Erdboden der Realität gelandet und regelrecht auf den Hund gekommen. Besser hätte ich mich auf das anstehende Erd-Hunde-Jahr gar nicht vorbereiten können…

Gottlob verspricht der Erd-Hund für 2018 ein ausgeglicheneres Jahr als das vorherige. Mit ganz viel Stabilität und noch mehr Konstanz. Ganz ehrlich: Ich wünsche mir nichts anderes.

mittwochs immer im Tagblat der Stadt Zürich

Glaubt ihr an Horoskope? Wie war euer 2017? Was erhofft ihr euch vom 2018?

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