Familienleben Kolumne

Geburtstage im Wandel

Wie die Zeit vergeht und wie die Kinder wachsen, erkennt man nicht nur daran, dass sie rasant in die Höhe schnellen, sondern fast noch eindrücklicher an vielen alltäglichen Sachen, die sich von einem Tag auf den anderen verändern. Zum Beispiel auch ihre Geburtstagsfeste.

Es kommt mir wie gestern vor, als sie mit einer Handvoll Krippen- oder Chindsgigspäändli feierten. Im Garten suchten sie nach furchterregenden Dinosauriern oder geheimnisvollen Piratenschätzen, die sie unter Steinen oder hinter Blumentöpfen fanden. Das Wichtigste am Fest war der Geburtstagskuchen, den sie sich als Rennauto, Lokomotive oder Piratenschiff wünschten. Und das Kerzliausblasen natürlich. Die Geschenke waren auch lässig, doch sie wurden rasch wieder auf die Seite gelegt, um mit der kleinen Gästeschar gleich wieder Fangis zu spielen.

Mit der Zeit wurden die Feiern immer sportlicher und adrenalingeladener: Abenteuer im Wald, Olympiaden auf dem Sportplatz, Fussball- oder Polysportnachmittage in der Turnhalle. Unterdessen ist der Grosse zehn Jahre alt geworden, und zu seinem ersten Jubiläum mit einer zweistelligen Zahl wünschte er sich ein Fest, das zu richtig grossen Jungs passen sollte: einen Skateboard-Nachmittag. Waren die Buben nicht erst grad auf dem Bobby-Car unterwegs? Machten sie nicht unlängst ihre ersten Versuche auf dem Trottinett? Haben sie nicht eben erst Velo fahren gelernt?

Tja, so schnell ging das. Zu ersten Übernachtungspartys wurden sie auch schon eingeladen, und mir bleibt wohl nichts anderes, als zu warten, bis sie mit dem Wunsch nach einem ersten richtigen Fez bei uns zu Hause kommen. Slow Time wohl inklusive.

immer mittwochs im Tagblatt der Stadt Zürich

Mehr zum 10. Geburtstag des Grossen könnt ihr hier nachlesen!

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