Familienleben

Wenn Geschenke zu einer „schönen Bescherung“ werden

Was tun, wenn das Geschenk nicht passt oder nicht gefällt?

Was tun, wenn ein Geschenk nicht passt oder nicht gefällt?

Wir hoffen, dass alle unter dem Weihnachtsbäumchen das gefunden, was sie sich gewünscht haben! Aber was, wenn nicht?

Tipps für die Rückgabe oder den Umtausch von Geschenken

Kann man Geschenke zurück bringen und umtauschen, wenn man keine Freude daran hat? Folgendes sollte man wissen bzw. hoffen, dass die Schenkenden dies im Voraus richtig gemacht haben:

  • Grundsätzlich gilt: „Gekauft ist gekauft!“ und es gibt keinen Rechtsanspruch auf Rücknahme oder Umtausch von Geschenken.
  • Wer auf sicher gehen will, dass ein Geschenk getauscht werden kann, muss über eine Quittung verfügen, die dies z.B. so bestätigt: «Umtausch gegen Vorweisen dieser Quittung innert zehn Tagen».
  • Im Falle, dass ein Umtausch nicht möglich ist, weil nichts Passendes gefunden wird, bestimmt das Geschäft, ob der Kunde dafür ein Gutschein oder Bargeld erhält. Auch dies sollte drum schon beim Kauf auf der Quittung festgehalten werden – sinngemäss: «Eine Rückgabe gegen Bargeld ist möglich».

Stolpersteine bei Gutscheinen

Um solche Fragen gar nicht erst aufkommen zu lassen, entscheiden sich deshalb viele, grad zum vorneherein Gutscheine zu verschenken. Aber auch hier lauern rechtliche Stolpersteine:

  • Gutscheine sind meist nur für eine begrenzte Zeit gültig. Verpasst man die Einlösefrist, geht mann leer aus, falls sich das Geschäft nicht kulant zeigt.
  • Auch Gutscheine können grundsätzlich nicht zurückgegeben werden. Verschenkt man z.B.  einen Gutschein für einen Bungee-Sprung, der Beschenkte aber hat Angst davor, kann dieser den Gutschein nicht einfach ohne weiteres zurück geben.
  • Was viele nicht wissen: Auch «unbeschränkt» gültige Gutscheine, auf denen kein Verfallsdatum angegeben ist, verjähren nach zehn Jahren! Läuft der Gutschein demnächst aus, bittet man am besten das Geschäft frühzeitig nach einer Verlängerung der Einlösefrist. Einen Anspruch darauf hat man aber nicht.
  • Gutscheine sollen nur von etablierten Geschäften gekauft werden, ansonsten riskiert man, dass das Geschäft bis zur Einlösung nicht mehr existiert.

Übrigens: Ganz speziell restriktiv wird die Rückgabe von geschenktechnisch sehr beliebten CDs und DVDs gehandhabt:

  • In Zeiten von CD- und DVD-Brennern ist es verständlich, dass Musik- und Filmshops ihre Ware nicht mehr zurück nehmen, wenn diese schon ausgepackt wurde. Viele Geschäfte weigern sich aber sogar, originalverpackte Medien wieder anzunehmen!

Was aber schliesslich tun, wenn man erfolglos versucht hat, die Geschenke oder die Gutscheine umzutauschen?

  • Eine gute Alternative ist, das Geschenk oder die Gutscheine auf Tauschbörsen gegen etwas anderes einzutauschen,
  • über online Auktionsportale wie ricardo oder Ebay zu verkaufen,
  • die Geschenke bei nächster Gelegenheit gleich weiter zu verschenken oder
  • diese an eine gemeinnützige Organisation zu spenden.

Spätestens also auf die nächste Weihnacht (oder aber auf den nächsten Geburtstag o.ä) gilt es, beim Schenken selber auf all diese Punkte zu achten oder aber Grosseltern, Göttis u.ä. rechtzeitig und taktvoll darauf hinzuweisen, mindestens die Kaufquittung zu behalten!

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Geschenke retournieren gemacht? Habt Ihr dieses Jahr auch welche, die umgetauscht werden sollen? Weshalb?

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7 Kommentare

  • Frau Rauf und Runter
    26. Dezember 2011 at 07:46

    Wir haben die großen Girls einen Wunschzettel ans Christkind schnippeln lassen und Mami hat dann eine Legende dazu erfasst: wo kaufst, wie der Preis ist! Dann habe ich eine liste erstellt wie das ganze gehandhabt wird:
    Gotte schickt das couvert weiter an Götti, dieser leitet es an Großeltern XX weiter, diese dann an Großeltern YY und diese retournieren es und. Alle haben angekreuzt was sie schenken werden.

    Ausnahmslos alle beteiligten fanden die Variante sehr gut! Gab für mich etwas Organisation (hab alle couverts angeschrieben usw. und beigelegt) aber wir erhielten nur Spielsachen die die Kids sich wünschten und bereits durch Mamis Zensur gingen 😛 :mrgreen:

  • Rita Angelone
    26. Dezember 2011 at 09:02

    Liebe Frau Rauf und Runter, das ist tatsächlich eine sehr gute Idee – das Prinzip der Hochzeitswunschliste, oder? Und du hast absolut recht: es braucht natürlich viel Organisation und Koordination deinerseits, da du früh schon schauen musst, dass die Kinder sich mit dem Wunschzettel auseinander setzen und alle noch genügend Zeit haben, die Geschenke zu organisieren. Aber: das Resultat ist dann für alle zufrieden stellend und „hinten hinaus“ hat dafür niemand mehr etwas zu tun! Super!

  • Nicole
    27. Dezember 2011 at 12:21

    Ich bin auch so jemand, der nur „zensierte“ Geschenke will…. (hihi, toller Ausdruck ;-)). Ich teile den Gottis und Göttis und Grosseltern daher immer mit, was die Kids sich wünschen, und dann koordiniere ich.

  • sarah
    25. Dezember 2012 at 15:14

    Ich finde die Idee von „Frau Rauf und Runter“ auf eine Seite auch gut.
    Aber ich finde es auch toll, wenn sich Gotti, Götti und Co. selber etwas überlegen. Das Gotti von meiner Tochter schenkt ihr z.B. immer Sachen, an denen sie als Kind auch freude hatte oder sie sich das gewünscht hätte. Meine Tochter hatte noch nie etwas erhalten, dass sie/wir nicht gebrauchen könnten. So ist die Überraschung noch da.
    Das Schenken sollte doch auch noch von Herzen kommen und nicht nur kaufen, was in den ganzen Zeitschriften zu sehen ist.

  • Nadja W.
    25. Dezember 2012 at 16:51

    Wir haben eine Wunschliste die per Email an Götti/Gotti und Grosseltern verschickt wird 😀 es teilt mir dann jeder mit was er schenkt. Das mach ich auch beim Geburi 😉 Alle sind sehr froh und dankbar darüber! Einzig die eine Grossmutter schenkt was ihr gefällt und das kommt leider meist nicht gut 🙁 er hat ein Bilderbuch für 2 jährige bekommen…….er ist 4 1/2….. und hatte nicht wirklich freude daran. Etwas sagen darf und kann ich nicht da sie in dieser hinsicht in einer gaaaaaanz anderen Welt lebt 🙁
    Aber sonst hatt er genau das bekommen was er sich wünschte obwohl dann schon noch der Hinweis kam er hätte sich doch noch dies und das gewünscht 😉

  • Nicole M
    26. Dezember 2013 at 09:54

    Klar ist es so dass man seinen Kindern gern Herzenswünsche erfüllt! Aber ich bin einfach auch dafür dass es Sinnvolle Sachen sein sollten. Viele der Spielsachenin den Weihnachtskatalogen sind einfach nur Schrott. Den Kindern gefällt die Aufmachung oder die Werbung im TV und in wirklichkeit ist das Zeug aber nicht zu gebrauchen. Ich erkläre dann meinen Kindern warum es nicht Sinnvoll ist und warum sie sowas nicht erhalten. Die verstehen das auch! Anders bei meinem Gotta Meitli, die macht den Toysrus Katalog auf schreibt einfach alles auf was irgendwie gefällt und bekommt dann alles was da drauf steht. Auf meinen Einwand hin das ich das Geschenk das ich schenken sollte doch en Seich ist hiess es; was auf dem Wunschzettel steht das bekommt sie auch! Das ärgert mich so!! Lieber 20 Päckli mit billigem Seich als nur 2-3 wo was Sinnvolles drinn ist… Sehr Schade!!

  • sarah
    26. Dezember 2013 at 10:58

    diese jahr hatten wir kein geschenk,dass wir nicht behalten wollen. götti,gotti,grosseltern fragen immer nach,was wir so gebrauchen können. finde ich super 🙂

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