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Weihnachtsessen auf der ganzen Welt

Weihnachtsessen auf der ganzen Welt
„Was genau soll ich zu Weihnachten kochen?“

Weihnachtsküche

Jedes Jahr dieselbe Frage: Was soll ich zu Weihnachten kochen? Und immer die Angst im Nacken, eine Freundin, Nachbarin oder gar die Schwiegermutter könnte mich mit der Frage konfrontieren: „Hast du das Weihnachtsmenü schon komponiert?“, bevor ich eine gute Antwort darauf parat habe.

Kulinarische Weihnachtsbräuche in Europa

Aber bevor man an Weihnachten überhaupt „das Richtige“ auftischen kann, muss man ein paar Hintergrundinformationen kennen – insbesondere dann, wenn man in einer multikulturellen Familie nichts falsch machen will. Hier also ein paar landesspezifische Besonderheiten zum Weihnachtsessen in verschiedenen Ländern.

Ursprünglich war Heiligabend im Mittelalter ein strenger Fastentag. Erst am 25. Dezember durfte richtig geschlemmt werden. In vielen Familien wurde zu diesem Anlass dann ein Schweinebraten zubereitet.

Weihnachtsessen in Deutschland

Erst nach 1600 gelangte der Brauch, an Weihnachten eine Gans zu servieren von Grossbritannien nach Deutschland. In Grossbritannien entstand dieser Brauch am Heiligabend des Jahres 1588 als Elisabeth I beim Festmahl eine Gans serviert bekam und gleichzeitig die Nachricht vom Sieg der englischen Flotte über die spanische Armada erhielt. Aus Freude über diese Nachricht liess sie die Gans zum unverzichtbaren Bestandteil des Weihnachtsessens erklären.

In Deutschland ist heute neben der Gans und dem Karpfen auch ein wesentlich einfacheres Weihnachtsfestessen in weit verbreitet: Kartoffelsalat und Wiener Würstchen. Dieses Gericht wird in vielen Haushalten im ganzen Land am Heiligen Abend zubereitet. Woher dieser Brauch stammt ist unklar.

Weihnachtsessen in der Schweiz

In der Schweiz gibt es kein klassisches Weihnachtsgericht. Es wird jedoch gut und reichlich gegessen. Allerdings ist in der Romandie der Truthahn – und überhaupt Geflügel aller Art – immer noch das Weihnachtsessen par excellence.

Ansonsten ist das Fondue Chinoise in heimischen Stuben ein kulinarischer Spitzenreiter. So kann man längere Zeit am Tisch sitzen, Gespräche führen und essen, ohne dass die Mahlzeit kalt wird. Gleichzeitg kann man auch mit wenig Aufwand ein Festessen geniessen.

Als Vorspeise isst man gerne Lachs und Meeresfrüchte. Zu den beliebtesten Desserts gehören Glacés und Fruchtsalat mit exotischen Früchten.

Früher gab man Kindern an Weihnachten übrigens gerne eine Orange. Das war damals eine seltene Frucht. Heute wird die Orange durch Ananas ersetzt oder auch durch Mango und Papaya.

In einzelnen Regionen gibt es aber schon noch typische Weihnachtsessen. Zum Beispiel die Berner Platte mit Fleisch, Sauerkraut und Kartoffeln oder Pastetli mit Milke im Aargau. Ganz allgemein ist ein Trend hin zu traditionellen Mahlzeiten feststellbar. Schinken mit Kartoffelsalat oder der klassische Braten nach Grossmutters Rezept sind wieder gefragt.

Nicht nur im Tessin, sondern in ganz Italien, ist der Panettone von Weihnachten nicht wegzudenken. Typisch für die italienischsprachige Schweiz sind auch die Tortellini oder Raviol al Brodo (in der Bouillon) sowie der kastrierte Masthahn an Senfsauce. Aber auch in der Südschweiz ist ein Trend zum Fondue Chinoise zu beobachten.

In allen Regionen ist aber das Weihnachtsgebäck sehr wichtig: Was wäre Weihnachten ohne die typischen Düfte von Zimt, Nelken, Anis, Ingwer oder Kardamom? Gebäck und Gewürze sind typisch kulinarische Genüsse und gehören wie in Deutschland und Österreich auch in der Schweiz unbedingt zur Weihnachtszeit.

Weihnachtsessen in Italien

In Italien wird am 24. Dezember gefastet! Erst nach der Mitternachtsmesse, also am 25. Dezember, gibt es ein grosses Festessen. Dazu gehört dann Huhn mit Reis, Entenleberpaté, Pasta mit Fleisch und ein Truthahn. Als Dessert wird – wie könnte es anders sein – entweder Panettone oder Pandoro gereicht. Ein gelingsicheres Rezept für Pandoro findet ihr gleich nachfolgend:

Weihnachtsessen in Spanien

Zum Weihnachtsessen gehören in Spanien gefüllter Truthahn, Fisch, Krustentiere, Mandel- und Nusssuppen und zum Dessert vorallem Marzipan und Turrón!

Quelle: tipps und tricks und swissinfo

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9 Kommentare

  • tanja
    19. Dezember 2010 at 07:12

    Kann ich auch mitmachen, wenn ich noch nicht weiss, was ich am 26. kochen will??? 😉 Dann kommen nämlich meine Schwiegereltern zu Besuch und da sie eine sehr gute Köchin ist, muss ich mich schon etwas ins Zeug legen!

  • Lisa
    19. Dezember 2010 at 07:57

    Wir wissen noch nicht, was wir am 25. kochen sollen… Vielleicht würde uns das Buch diese Entscheidung mit leckeren Rezepten abnehmen? 😉

  • Seraina
    19. Dezember 2010 at 10:33

    In meiner Sammlung fehlt dieses super Buch leider nocht, deshalb mach ich hier mit!

  • margret
    19. Dezember 2010 at 10:35

    ich bin immer neugierig auf gute leckere kochrezepte.
    ich möchte dieses buch gerne gewinnen.

  • L.
    19. Dezember 2010 at 10:36

    ooh, ich liebe betty bossi! und da ich bald nach england gehe (und etwas schweiz mitnehmen will) und danach zuhause ausziehe (und ab und zu etwas vernünftiges kochen möchte), wäre das perfekt!!

  • Nathalie
    19. Dezember 2010 at 10:53

    Dieses Buch wäre perfekt! *schwärm*

  • Jonas
    19. Dezember 2010 at 11:43

    Oh das wäre sicher ein Buch für mich

  • Martha
    19. Dezember 2010 at 17:40

    Vielleicht hab ich ja nochmals Glück. Würd gerne das tolle Buch gewinnen

  • Marion
    19. Dezember 2010 at 22:02

    Ich hätte gerne das Buch, vielleicht klappt’s dann mal mit gutem Essen 😉

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