Familienleben Kolumne

Was wirklich zählt

Was wirklich zählt
1. Augst-Wegge mit 1. August Abzeichen

Die wirklich wichtigen Dinge im Leben

Es gelingt mir inzwischen gut, im Alltag einen Gang runterzuschalten und mir Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu nehmen – meine Familie, meine Mitmenschen, die Natur, ich selbst. Dennoch passiert es, dass ich meine Tage überlade und von einer Verpflichtung zur anderen haste und dabei die gesetzten Prioritäten vergesse. An solchen Tagen sind es oft unscheinbare, aber – wie ich glaube – nicht zufällige Gegebenheiten, die mich zum Innehalten zwingen und mich an meine Vorsätze erinnern. Wie die Begegnung mit dem 1.-August-Abzeichen-Verkäufer vor unserem Quartier-Beck.

Was wirklich zählt

Mit einem «Grüezi, chaufed Sie au es 1. August-Abzeiche?» hat er mich an einem meiner umtriebigen Tage regelrecht ausgebremst. «Nei, tanggä, minä Maa het geschtert schu eis kauft», meine Antwort. Was tatsächlich der Wahrheit entsprach und meinerseits als guter Grund zum sofortigen Weiterspringen gedacht war, spann er mit Schalk zu einem herzerfrischenden Gespräch weiter. Gemeinsam haben wir über meinen kurligen Dialekt, den er sofort herausgehört habe und über das Glarnerland, wo er aber noch nie gewesen sei, gesprochen, genauso wie über den Ziger, den er sehr möge und das Zigermannli, von dem er nicht wusste, dass es nicht mehr existiert. Wir haben gefachsimpelt und gelacht und am Schluss auch noch Duzis gemacht.

Selbstverständlich habe ich an diesem Tag ein zweites 1. August-Abzeichen gekauft. Doch nicht, weil mich der Verkäufer dazu gedrängt hätte. Nein. Sondern weil mir diese Begegnung einen Glücksmoment beschert und vor Augen geführt hat, was im Leben wirklich zählt. Nämlich noch viel öfter einen Gang runterzuschalten, die Welt und die Mitmenschen um einen herum wahrzunehmen und sich auf sie einzulassen! In diesem Sinne wünsche ich euch, liebe Leserinnen und Leser, von Herzen einen schönen, entschleunigten Sommer – mit hoffentlich vielen Möglichkeiten, sich auf das, was wirklich zählt, zu besinnen.

mittwochs im Tagblatt der Stadt Zürich

Schafft ihr es gut, euch auf das, was wirklich zählt zu besinnen?

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Unser Band vereint die besten «Die Angelones»-Kolumnen aus dem Tagblatt der Stadt Zürich. Bunt, humorvoll und lebensnah erzählen wir von Kindheits-erinnerungen aus dem Glarnerland, warum italienisches Temperament in der Erziehung für Zündstoff sorgen kann, was Teenager mit der kleinen Raupe Nimmersatt gemeinsam haben und warum das Wort «Supermom» ein für alle Mal aus unserem Wortschatz gestrichen werden sollte.

Ein Buch, in dem sich Familien und Singles, Stadtmenschen und Landeier, Urschweizer und Secondos wiederfinden können – kurzum, ein Buch für alle.

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