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Vergessene Kinderspiele – Sackgumpe und Co.

Vergessene Kinderspiele - Sackgumpe und Co.
Vergessene Kinderspiele

Vom Walde + Graf Verlag habe ich kürzlich ein ganz spezielles Buch erhalten. Mit einem ganz speziellen Cover und mit einem ganz speziellen Titel :“Tumme, Böckli, Stigeligumpe – 50 Schweizer Spiele aus alter Zeit“.

Tumme spielten einst Luzerner Kinder, und zwar so gerne und intensiv, dass das Murmelspiel von der Schulbehörde gar verboten werden musste, weil die Kinder jeweils zu spät zur Schule kamen! Böcklischlah hingegen stammt aus dem Simmental, wo sich am Sonntag Knaben und Männer trafen, um ein aufgestelltes dreibeiniges Böckli so zu schlagen, dass es sich einmal in der Luft drehte und wieder auf die Beine landete. Und das Stigeligumpe, eine Form von Hindernislauf, spielten Berner Kinder anno dazumal.

Das sind nur drei der alten, zum Teil nicht mehr bekannten Spiele, die Kinder vor langer Zeit spielten.

Vergessene Kinderspiele - Sackgumpe und Co.

Besonders gefallen hat mir das Sackgumpe, weil es mich an meine Kindheit erinnert. Wie oft haben wir – und auch Erwachsene – dieses Spiel an Spiel- und Sporttagen gespielt!

Vergessene Kinderspiele - Sackgumpe und Co.

Auch das Schifere gehört zu meinen Kindheitserinnerungen. Dieses Spiel haben wir längst in unser Familienrepertoire aufgenommen!

Und was für Erinnerungen kommen auf beim Liebi mässe! Dieses Spiel, das an jeder Schulfeier gespielt wurde, allerdings zu meiner Zeit nicht mit einem Faden, sondern mit Spaghetti.

Vergessene Kinderspiele - Sackgumpe und Co.

Bei Spielen wie zum Beispiel dem Chrageringe frage ich mich, ob „Spiel“ in diesem Fall wirklich das richtige Wort dafür ist. Denn: das tägliche Chrageringe zwischen meinen Buben empfinde ich alles andere als ein Spiel. Aber gut, das ist wohl Ansichtssache…

Vergessene Kinderspiele - Sackgumpe und Co.

Das Buch weckt auf jeden Fall viele Erinnerungen und regt die Spiellust an, alte Spiele neu zu entdecken oder aber auch an die heutigen Begebenheiten anzupassen. Denn: Wie bitte sollen wir heute Ochsenlupf spielen?

Das Buch wurde von Peter Graf herausgegeben und von Paula Troxler illustriert. Es zählt 144 Seiten und kann direkt bei Walde + Graf bestellt werden. Bis am 28. April 2012 können die Illustrationen von Paula Troxler in der Orell Füssli Buchhandlung Kramhof in Zürich bewundert werden. Besucher der Ausstellung können sogar die eine oder andere Spielanleitung mit nach Hause nehmen.

Weiter Spieltipps gibt es auch unter der Rubrik Spiele!

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21 Kommentare

  • Katharina
    19. April 2012 at 06:34

    Allein beim Durchlesen Deines Postings kommen mir schon Erinnerungen an „Partys“ und Geburtstagsfeiern. Zum Mäci gingen wir nicht, Nilpfi & Co gabs noch nicht, da blieben nur die alten Spiele. Aber langweilig war uns definitiv nicht länger als ein paar Minuten, danach suchten wir uns eine Beschäftigung (und sei es Chrageringe mit der Schwester 😉 )

  • Gisela
    19. April 2012 at 06:38

    aus meiner kindheit erinnere ich mich noch an….halli-hallo, gummitwist, räuber&polizischt, taler taler du musst…ich seh etwas was du nicht siehst und das ist…
    das eine oder andere machen meine kids auch schon und ich finde das toll, dann geht es nicht ganz vergessen ;0)) sonnige grüsse

  • Rita Angelone
    19. April 2012 at 06:44

    @Katharina: Willst du mich etwas hoch nehmen mit dem Chrageringe mit der Schwester….????? 🙂

  • Rita Angelone
    19. April 2012 at 06:46

    @Gisela: Ou ja, Gummitwist! Ganze Pausenplätze voll. Und ALLE machten es. In jeder Pause. Und wir stellten die Gummis bis zum Hals hoch!

  • Kathrin S.
    19. April 2012 at 06:57

    Manche dieser Spiele haben hier wohl andere Namen, aber Spiele wie Gummitwist, Himmel und Hölle, seilspringen sind mir noch in guter Erinnerung. *schwärm* hab vor ein paar Tagen noch einen Wollball mit meinem großen gebastelt. Da kamen tolle Erinnerungen hoch!

  • sültmann bettina
    19. April 2012 at 07:01

    klassisch war auch: himmel und hölle, steine auf dem see „schiffere“, sigg sagg sugg, schere stei papier, pöpperle, ich reise nach und nehme mit, sämtliche pfadi-klatsch-sing spiele, sackhüpfe, wer hat angst vor dem xyz, purzelbäume um die wetteschlagen…ich schwelge gerade in erinnerungen und kann kaum aufhören zu schreiben 🙂

  • Henry Motlies
    19. April 2012 at 07:08

    Gummitwist, Güggälikampf, Sunne Mond & Sterne, „Wer hät Angscht vorem schwarze Maa (d.h. am Chämifäger)“… yeah und vieli meh!

  • Gaby
    19. April 2012 at 07:16

    Irgendwie waren wir früher immer eine Horde von Kindern, die draussen gespielt haben: von Klein bis Gross hats irgendwie bei allem geklappt: Räuber und Poli, Völk, Verschteckis, ganze Ferien lang. An üble Streitereien mag ich mich nicht wirklich erinnern. Komisch! So idyllisch wirds ja wohl auch nicht gewesen sein, aber der Mensch behält das Gute ja im Kopf, das Negative verschwindet zum Glück irgendwann ;-).
    Auf dem Schulplatz wurde auch viel Gummitwistet und 10-erlet (mit dem Gummiball) und das immer so phasenweise, so wie ichs auch heute bei meinen SchülerInnen erlebe.

  • Melanie G.
    19. April 2012 at 07:35

    Oh, das Buch ist super! Wir haben früher Räuber und Poli; Versteckis; Taler,Taler…; Gummitwist; Stadt, Land, Fluss gespielt. Und es gäbe noch so viele Spiel, leider weiss ich gar nicht mehr wie die alle hiessen und leider zum Teil auch nicht mehr wie wir sie gespielt haben…

  • Tanja
    19. April 2012 at 07:38

    Oh ja, wenn ich so die Antworten durchlese, kommen mir sehr viel spiele wieder in denn Sinn. Wir haben do oft draussen gespielt! Gummiteist und Räuber und Poli, schnitzeljagd, fussball auf dem grossen feld, Verkehrsunfall ;-), etc. Sackhüpfen und Steine schiefern kenne ich auch. Das andere ist mir ziemlich unbekannt. Bin gespannt was sonst noch so gespielt wurde früher!

  • Steena
    19. April 2012 at 07:39

    Jaaaa, Gummitwist, und dann noch so eine Art Seilhüpfen mit einem ganz langen Seil, das zwei Kinder schwingen und das dritte springt drüber. Wir haben auch mit Murmeln (Chlüüre?) gespielt, für meine Kinder habe ich so ein Spiel aus einer nostalgischen Linie, wo man die Murmeln in verschieden große Bögen treffen muss.

  • Nadja
    19. April 2012 at 08:14

    meim liebstes war räuber und poli oder gummitwist. wir haben bei uns im quartier auch viel fussball gespielt oder manchmal auch sackhüpfä. himmel und hölle natürlich auch und ganze nachmittage ping pong turniere!!!! läck manchmal waren wir 10 und mehr die um den tisch rannten bis am schluss nur noch 2 übrig waren :-DD versteckis hatten wir natürlich auch und bei uns konnten wir das durch 4 quartiere spielen ohne das wir jemals über ne strasse oder so mussten! oh wie ich das quartierleben vermisse!!!

    mein sohn wächst ganz anders auf als ich. viele kinder hat es hier auch nicht die mit ihm spielen. ein 10 jähriger hat halt andere interessen als ein 4 jähriger. es gibt aber auch tage wo er mitspielen darf und dann ist er uh stolz 🙂 dann wird versteckis gespielt oder halt fussball.

  • bszh
    19. April 2012 at 10:53

    Ich muss ja gestehen, als ich den Text gelesen hab, dachte ich noch hm, was haben wir denn noch so gespielt. Aber als ich durch die ganzen Antworten druchgegangen bin, kam mir schon vieles wieder bekannt vor aus meiner Kindheit wir haben auch oft die Zeit im Freien verbracht mit Versteckis, Gummitwist (in jeder Schulpause und wie Rita sagt, bis zum Hals noch;-)), Räuber und Poli, das Hüpfen mit dem langen Seil, wie Steena erwähnt hat, Himmel und Hölle sowie „wer hät Angscht vorem schwarze Maa“ haben wir natürlich auch gespielt. Das waren noch Zeiten 😉

  • Fabienne
    19. April 2012 at 12:37

    Füessli zähle, füessli zähle, wie mängs füessli wosch denn du? ‚4‘ 1,2,3,4 und a ganze chratre voller jungi wölf. Bei dem füsschen wo das abzählverschen endet, muss das kind die beine kreuzen und hat nur noch ein füsschen. Und wieder von vorne… Ideales spiel für unterwegs, zb im auto oder wenn man irgendwo warten muss… Und man kann dabei üben zu zählen 🙂

  • SomeintPhia
    19. April 2012 at 14:29

    … und das Schifere, so guet! Dies haben letzthin bei einem gemütlichen Sonntagsspazierung der Aare entlang getan. Danke für die Buchinfo.

  • Nicole
    19. April 2012 at 16:10

    Ganz klar: Gummitwist. Und zwar stundenlang 🙂

  • Katja
    19. April 2012 at 16:15

    Also, der Gummitwist natürlich. Als Brettspiel kommt mir das Sagaland in den Sinn, habe ich gerne und viel gespielt…. aber auch das einfache Leiterlispiel war doch genial.

  • Nicole
    19. April 2012 at 21:08

    Bin für die Gewinnmöglichkeit ja nun schon zu spät, aber dennoch noch mein Kommentar:
    Gummitwist über alles! Kürzlich habe ich bei uns vor dem Hort beim Gummitwist-Spielen gesehen und habe gleich mithüpfen wollen…. 😉 Und vor kurzem habe ich einen Gummitwist gekauft, um das dann mal den Kids zeigen zu können! 🙂

  • Bionic Hobbit
    19. April 2012 at 21:48

    @Nicole: kennst Du denn die ganzen „Figuren“ noch, oder wie auch immer man diese Abläufe genannt hat. die man da rumgehopst ist?
    Wir haben viel gegluggeret (Murmeln), aber auch da erinnere ich mich nicht an die Regeln. Und dann Böckli-Gumpe auf dem ganzen Heimweg.
    Und wenn wir weniger brav waren haben wir „Niele“ geraucht, dann heimliche Zigis, Gloggezügli gemacht, Hundekaki in die Briefkästen, Plakate von den Säulen gerissen, dann Zungenküsse im Wald geübt und schliesslich Strip-Poker, aber dabei hat uns eine Mutter erwischt.
    (Wer mir bis morgen abend seine weniger unschuldigen Kinderspiele schreibt, kriegt eine signierte Ausgabe meiner Primarschulmemoiren 😉 )

  • Katharina
    20. April 2012 at 11:08

    @Rita: Von wegen „Chrageringe“ – meine Schwe und ich haben uns oft geprügelt, auch ganz böse mit anschliessendem Nähen. Das war nicht nur „schlegeln“ sondern wirklich aufeinander einprügeln.

  • Phuong
    14. April 2015 at 06:29

    Aah da kommen Erinnerungen auf… Schifere, Pflöckle, Tintechogeli sammeln und dann im Wechsel mit Murmeln auf den „Toledeckle“ spielen, Sackgompe, Chöbelitschutte, Uri-Schwyz-ond-Onderwalde, Versteckis, eine-Tasse-Tee, Räuber und Poli…hey ist das lange her 😉

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