Reportagen und Interviews

Umziehen mit Kindern: so gelingt’s!

Das Familienoberhaupt und ich sind in schon einige Male umgezogen – früher jeder für sich und auch zusammen haben wir schon zwei Mal einen Umzug getätigt. Wir sind also geübt, doch anders als all die Male zuvor, kommen jetzt zwei Kinder dazu!

Umziehen mit Kindern ist eine doppelte Belastung und zwar, weil man selber nur im Schneckentempo vorwärts kommt und weil man bei allem Stress immer wieder daran denken muss, die Kinder „mitzunehmen“ – also mental und emotional.

Als Erwachsener ist man auf einen Umzug und mit dem damit verbundenen Wandel vorbereitet, weil man den Entscheid schliesslich auch selber gefällt hat. Die Kinder hingegen werden meist vor vollendeten Tatsachen gestellt und mit einem Umzug konfrontiert, ohne dass sie überhaupt wissen, welches die Gründe sind und welche Auswirkungen das Ganze für sie haben wird. Der Verlust der vertrauten Umgebung, der Abschied von Freunden und insgesamt einen Einschnitt in ihrem Leben kann für sie eine (zu) grosse Umstellung und Belastung darstellen.

Deshalb ist es wichtig, ein paar wesentliche Aspekte zu beachten, damit der Umzug mit Kindern erfolgreich über die Bühne geht:

Das Alter spielt eine Rolle

Ein Umzug mit Kindern bis ungefähr fünf Jahre verläuft relativ mühelos, weil Kleinkinder noch keine engen Freundschaften haben und sich generell rasch an einem neuen Ort wohlfühlen.

Eine gute Vorbereitung erleichtert vieles

  • Es ist wichtig, die Kinder frühzeitig in die Umzugspläne einzubeziehen und ihnen die Gründe zu erklären.
  • Schon vor dem Umzug sollte man den Kindern nach Möglichkeit die neue Wohnung und ihr neues Zimmer zeigen.

Rücksichtsvoller Umgang beim Packen

  • Kleinen Kindern muss erklärt werden, dass man ihnen die Spielsachen, Bücher, Kleider etc. nicht wegnimmt, sondern dass dass Einpacken in Kartons nur vorübergehend ist.
  • Am besten lässt man Kinder die wichtigsten persönlichen Sachen selber packen.

Am Umzugstag dabei oder nicht?

  • Kinder bis ungefähr sechs Jahren sollten am Umzugstag bei einem Babysitter, Bekannten oder Verwandten untergebracht werden.
  • Ältere Kinder können selber anpacken. Ihnen muss man allerdings konkrete Anweisungen geben und zeigen, dass man auf ihre Hilfe angewiesen ist.

Am neuen Ort

  • Am besten ist, man richtet das Kinderzimmer in der neuen Wohnung gleich ein wie am alten Ort. So gehen Bezugspunkte wie das vertraute Bett oder sonstige Möbel nicht verloren, die den Kindern Geborgenheit vermitteln.
  • Auch sollten Kindersachen in der neuen Wohnung zuerst aufgestellt werden, dann gewöhnen sich die Kleinen schneller dran.
  • Kinder werden ein gemütliches und entspanntes Abendessen am ersten Abend in der neuen Wohnung zu schätzen wissen, auch wenn es „nur“ bestellte Pizza ist. Auch das übliche «Gute-Nacht-Ritual» und die festen Essens- und Schlafenszeiten sollten beibehalten werden. Das gibt Kindern Sicherheit.

Nach dem Umzug

  • Am besten wäre es, nach dem Umzug noch ein paar Tage Ferien einzuplanen. So gewinnt man Zeit, sich zusammen mit den Kindern an die neue Wohnung zu gewöhnen und die Umgebung zu erkunden.

… und längerfristig

  • Eine kleine Einweihungsparty mit den Nachbarn verhilft zum Knüpfen neuer Kontakte. So können vielleicht schon erste Verabredungen mit den Nachbarskindern entstehen.

Quelle: homegate.ch

Wir werden glücklicherweise nur innerhalb des Quartiers umziehen. Krippe, Kindergarten und weitere bekannte Bezugspunkte bleiben die gleichen. Und da wir im Sommer wieder zurück ziehen werden, müssen wir uns auch nicht überlegen, wie wir langfristig neue Kontakte knüpfen wollen. Das erleichtert vieles. Doch dafür ziehen wir innerhalb eines halben Jahres gleich zwei Mal um, was ja auch kein Zuckerschlecken ist…

Es bleibt zu hoffen, dass wir alles richtig machen und dass die Buben das vorübergehende Nomadenleben als Abenteuer betrachten!

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Umzügen gemacht? Welche Tipps habt Ihr?

Alles zum Umzug und zum Umbau gibt es unter der Rubrik „Die Angelones bauen um“!

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11 Kommentare

  • Irene
    20. Januar 2012 at 08:03

    Wir haben die Erfahrung gemacht, mit der großen Tochter, das es sehr wohl hilfreich war sie dabei zu haben. Sie durfte ihr Minikiste mit den Schlafsachen selber bei sich im Auto haben. Beim nächsten Umzug hatten wir der Kinder, das jüngste 4 Monate. Alle dabei, beim jüngsten vorallem weil es gestillt wurde. Kinderzimmer als letztes einpacken u als erstes auspacken. Viele Stunden zum reden und Familie sein einplanen. Wir hatten bei beiden Umzügen mit Kindern 1-2 Personen die nur! Für die Kinder da waren. Ich wurde es wieder so machen 🙂 viel Chraft und auch etwas Spass beim ganzen Chrampf!
    Grüessli
    Irene

  • Rita Angelone
    20. Januar 2012 at 08:07

    @Irene: Danke! Das tönt sehr vernünftig und nachvollziehbar.

  • Hagmann Barbara
    20. Januar 2012 at 08:23

    Jep, ich habe Erfahrungen….aber ich werde einen Teufel tun, sie mit Dir zu teilen….die sind viel zu negativ…aber eins ist wahr….mit kleinen Kindern geht das noch…..in einem gewissen Alter ist es die Hölle – für alle Beteiligten……wir leiden heute noch darunter..und ist seit dem letzten Mal auch schon wieder 5 Jahre her! Das nächste mal (hoffenltlich spätestens in 2 1/2 Jahren zügeln wir alleine – nur wir zwei …….und zwar dorthin, wo wir hinwollen – wo es UNS passt….ohne wenn und aber……

  • Rita Angelone
    20. Januar 2012 at 09:41

    @Babs: kleine Kinder, kleine Sorgen – grosse Kinder, grosse Sorgen… Wie habe ich diesen Spruch gehasst. Und wie wahr scheint er zu sein.

  • Iris Bachmann
    20. Januar 2012 at 11:09

    Beim Umzug in unser Eigenheim konnten wir keines unserer Schlafzimmer einrichten, da wir die zuerst streichen wollten. Die Möbel wurden so lange in der Garage gelagert. Also haben wir in einem anderen Zimmer ein Massenlager eingerichtet. Matratzen am Boden, Kleider aus dem Koffer. Das Wohnzimmer musste als Spielzimmer herhalten.
    Nachträglich war das die schönste und lustigste Zeit in diesem Haus.

  • Rita Angelone
    20. Januar 2012 at 11:21

    @Iris: Ui, das tönt sehr abenteuerlich und wenn man es mit Humor und Gelassenheit nimmt, ja, dann kann es schön werden. Hoffentlich schaffen wir das auch so!

  • Nicole
    20. Januar 2012 at 12:29

    Ich hasse umziehen, und GG und ich haben vor 10 Jahren, als wir mit dem Suchen einer gemeinsamen Wohnung begonnen haben, schon überlegt, dass die Wohnung gross genug sein soll zumindest für noch 1 Kind und dass sie an einem Ort sein soll, wo wir uns auch als Familie wohlfühlen würden und uns Infrastruktur geboten würde. Wir waren erst kurz zusammen, haben aber dennoch in der Theorie eben schon mal übelegt, wie es als Familie wäre… Das hat sich nun als Gold wert erwiesen. Wir wohnen noch immer am gleichen Ort, und wir hatten das Glück, im Sommer noch die 1-Zimmerwohnung unten dazumieten zu können, weswegen wir nur eine Umräumerei von einigen Tagen hatten, um den Kids je ein Kinderzimmer und uns unten ein Büro- und Gästezimmer einrichten zu können. Nur schon das fand ich stressig genug, obwohl es cool war, zu streichen und zu bauen, um dann den Kindern (nach drei Tagen bei Oma und Opa) bei ihrer Rückkehr ihre Zimmer zeigen zu können. Ich war total aufgeregt, und die Reaktion der Kinder hat mich für alle Mühen entschädigt! 🙂
    An euer Stelle würde ich mich auf die Umzüge freuen, denn ihr habt ja supertolle Aussichten im neu gestalteten Eigenheim. Ich weiss daher auch, dass ich weiss, dass ich mich auch auf einen Umzug freuen würde – wenn dieser uns in ein Eigenheim führen würde….. *träum*, *schwelg*, *seufz*….. 😉

  • Rita Angelone
    20. Januar 2012 at 12:48

    @Nicole: ich versuche mich darauf zu konzentrieren, dass es NACHHER schön sein wird… 🙂

  • Nicole
    20. Januar 2012 at 13:50

    Gut, Rita! Das lohnt sich ganz bestimmt! Ich würde ehrlich gesagt nur zu gerne mit euch tauschen….

  • about.me
    23. März 2018 at 20:29

    Die Natur dortiist absolut genial. Ich war in der Wüste vorletztes Jahr mit Sarah und ich bin mir sicherwir werden es
    nie vergessen 🙂

  • Daniel
    20. November 2018 at 14:19

    Ein Umzug kann ganz schön stressig sein – ganz besonders mit Kindern. Gut, es kommt immer drauf an, wie alt die Kids sind. Mit Quengeleien muss man aber wahrscheinlich schon rechnen…gerade bei jüngeren Kindern. Mein Tipp: Lasst die Kids ihren eigenen Umzugskarton packen. So sind sie ein wenig beschäftigt und haben ihren Spaß daran. Und im Anschluss können sie ihren Umzugskarton noch bunt bemalen.

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