Familienleben

Spielerisch kämpfen oder kämpferisch spielen?

Spielen oder kämpfen?

Spiel und Kampf liegen nah beieinander

Nicht nur für Kinder ist Spielen sehr nah am Kämpfen. Was spielerisch beginnt, steigert sich oft zu einem regelrechten Kampf um Sieg oder Niederlage!

Vor allem Geschwister kämpfen spielerisch

Aber vor allem unter Geschwistern artet jede noch so banale Tätigkeit zu einem Wettkampf aus: das Treppenlaufen wird zu einem Wettlauf um die oberste Stufe, das Trinken wird zu einem Wettbewerb, wer am meisten Wasser in der kürzesten Zeit schlucken (oder verschütten) kann. Begleitet werden die Kämpfe von nervtötenden Aussagen wie: „Ich bin besser, schneller, gescheiter, schöner als Du!“

Dieser ständige Wettbewerb ist für Eltern sehr anstrengend, aber offenbar kann das Spielen nicht ohne das Kämpfen auskommen. Und wo es spielende Kinder hat (und nicht nur bei solchen), gibts eben auch Wettkampf und Wettbewerb!

Wissenswertes zum Wettkampf und Wettbewerb bei Kindern

  • Das Temperament des Kindes spielt eine Rolle. Es gibt mehr oder weniger kämpferische Kinder. Sind diese Kinder nicht die Besten, Schnellsten oder was auch immer, verlieren sie relativ häufig und rasch die Lust und die Freude am betreffenden Spiel
  • Buben neigen zu mehr Wettbewerb als Mädchen. Der Teil des Gehirns, der für emotionale Erregung und für den angeborenen Kampfgeist verantwortlich ist, ist bei Buben rund ein Sechstel größer als bei Mädchen. Drum wissen beispielsweise Lehrer, dass sie die Lernlust von Buben mit spielerischen und wettbewerbsfähigen Elementen wie z.B.  ein Quiz anregen können.
  • Die Familienkonstellation spielt eine grosse Rolle. Insbesondere bei 2-Kinder Familien ist die Konkurrenz um die Vorherrschaft unter den Geschwistern sehr gross.
  • Zu viel Lob kann den Wettbewerb fördern. Als Alternative bietet sich an, in erster Linie eine Tätigkeit, eine Verhaltensweise zu loben und nicht das Resultat.
  • Eltern sollen Kindern vermitteln, dass es eine Zeit und einen Ort gibt für Wettbewerb, aber auch eine Zeit und einen Ort für Zusammenarbeit. Die grösste Herausforderung ist es, ein familiäres „Wir-„Gefühl aufzubauen, in welchem auch wettkämpferische Aspekte Platz haben dürfen.
  • Drehen Kinder banalste Tätigkeiten zu einem Wettbewerb um, ist es am besten, die „heiklen“ Tätigkeiten so weit als möglich zu vermeiden.
  • Eine konsequente Haltung der Eltern, die den Kindern einen akzeptablen Umgang mit Wettbewerb aufzeigt, ist der beste Weg, um an diese Herausforderung heran zu gehen.
Wie sieht es bei euch aus? Spielen oder kämpfen eure Kinder?

Quelle: Michael Grose, Constantly Competing Kids

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