Familienleben

Selbständige Kinder: Leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe!

Mit Kindern lernen

Selbständige Kinder

Kinder wollen selbständig werden

Erst kürzlich haben wir Euch von den ersten Versuchen unserer Buben berichtet, selbständig das Brot beim nahe gelegenen Bäcker einkaufen zu gehen. Welche Freude sie zeigen konnten, als sie mit dem Einkauf nach Hause kamen und vor allem: welchen Stolz! Die meisten Kinder wollen schon ganz früh schon ganz vieles alleine versuchen – und wir Eltern sollten sie in ihrem Vorhaben, jeden Tag etwas selbständiger zu werden unterstützen.

Fördern nach Maria Montessori

„Hilf mir, es selbst zu tun!“ wird die Pädagogin Maria Montessori häufig zitiert. Und tatsächlich zeigen Studien, dass Kinder, die in ihrer Selbständigkeit gefördert werden, später bessere Schulleistungen zeigen, sozial besser integriert sind und mehr Selbstvertrauen entwickeln.

Bereits kleine Kinder können von ihren Eltern motiviert werden, etwas selbst zu versuchen: Einen Teil ihrer Kleider selbst anzuziehen, eine einfache Aufgabe im Haushalt zu übernehmen oder eben: in der Bäckerei ein Brot zu besorgen.

In der Schulzeit wird Selbständigkeit immer wichtiger

Nach und  nach sollten Kinder fähig werden, die Hausaufgaben alleine zu bewältigen und sich ohne Hilfe auf Prüfungen vorzubereiten. Viele Eltern müssen jedoch erleben, dass es gar nicht so einfach ist, ihre Kinder zu mehr Selbständigkeit zu bewegen. Lassen sie ihre Kinder mit den Hausaufgaben alleine, werden diese entweder nicht gemacht oder das Kind beginnt zu weinen und um Hilfe zu bitten.

Wenn wir möchten, dass unsere Kinder selbständiger werden, müssen wir ihnen Gelegenheit geben, dies in kleinen Schritten zu lernen. Und wir sollten Bedingungen schaffen, die Kinder dazu motivieren, etwas selbst zu tun. Wie das geht, zeigt der folgende Film:

Welche Erfahrungen macht ihr mit euren Kindern?

Weitere spannende Beiträge rund um das Thema „Hausaufgaben“ findet ihr hier:

Weitere interessante Beiträge passend zum Thema „Lernen“ gibt es da:

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18 Kommentare

  • Jessica
    26. April 2013 at 07:36

    Ich fand den Beitrag übers alleine Brötchen holen sehr interessant, super wie deine Jungs das gemeistert haben, selbst mit einer Situation die sie nicht geprobt hatten! Dafür sind meine Mädels noch zu klein, aber auch mit ihren 3,5 Jahren und 20 Monaten dürfen sie mithelfen so oft es geht.
    Die Grosse trocknet zum Beispiel oft das Geschirr ab, hilft den Tisch zu decken, zieht sich meistens selbständig an, hilft beim Kochen und andere kleine Dinge.
    Die Kleine darf die Waschmaschine mit der Wäsche die ich für sie bereitlege unter meiner Aufsicht füllen und danach einschalten. Sie darf auch bei kleineren Putzarbeiten helfen. Sie fängt nun auch an manche Kleidungsstücke selbstständig anzuziehen.
    Und was beide natürlich dürfen und auch sollen 😉 Ihr Kinderzimmer aufräumen, was sie schon wirklich sehr gut um Griff haben.

    Liebe Grüsse,
    Jessica

  • Karin Tamanti
    26. April 2013 at 07:46

    Meine Kleine Tochter 2.5 jährig hilft mir jeden Mittag und Abend den Tisch zu decken….Und sie ist jedesmal sooo stolz auf sich, wenn sie es geschafft hat, dass alle die zum Essen kommen einen Teller, einen Becher und das Besteck haben. Das hat Sie schon mit ca. 2 Jahren von sich aus mal gemacht. Seitdem macht sie das selbstständig. Die Kinder einfach mal machen lassen und Ihnen das Vertrauen geben das sie es selber machen können ohni die Hilfe der Erwachsenen. Müssen auch wir Eltern lernen den Kinder auch mal was zuzutrauen, auch wenns es etwas länger dauert 🙂 …

  • Jaeggi Claudia
    26. April 2013 at 09:12

    die Selbständikeit unserer Kinder fördern wir mit kleinen ämtli. Sonntags morgen decken die Kinder den Frühstückstisch. Nach dem essen wird gewischt und im Dorfladen werden mal keine Sachen eingekauft. Immer wieder erwische ich mich aber selber, wie ich den Kindern das einte oder andere mal abnehmen will. Mami istinkt oder “ Gluggere“. es ist für uns alle ein Training.
    Danke für die guten und spannenden beiträge.

  • Trini
    26. April 2013 at 11:17

    Das schwierigste ist bei uns nicht dass ich ihnen nicht zutraue etwas selber zu machen mit 3,5 und 2 sondern dass es mir öfters zu langsahm geht wenn sie es selber machen. Muss mich also sehr zusammen reissen jeweils, und nicht schnell sagen:‘ wart i maches hurti‘

  • Sonja
    26. April 2013 at 12:07

    Ich ermuntere unsere Kinder immer es selber zu probieren. und wenns nicht klappt zeige ich es nochmals und helfe gerne.

  • Rahel
    26. April 2013 at 12:09

    wir schauen auch, dass wir die kids etwas fördern und helfen, aber es soll immer noch ein dürfen und kein müssen sein! Der Grosse und mittlere räumen oft den Geschirrspühler aus und der mittlere will das Geschirr dann immer noch nachtrocknen, dann machen wir oft Gesellschaftsspiele zusammen, schauen dann aber auch, dass sie es untereinander alleine machen, ohne dass immer ien Elternteil dabei ist!
    Der mittlere musste letztens auch zur Nachbarin (nach telefonischer absprache) bei ihr 3 Eier holen, da wir keine mehr hatten! Voller stolz lief er 5 Häuser weiter runter und kam mit den Eiern ganz vorsichtig an 🙂

  • Claudia
    26. April 2013 at 12:58

    Auch bei uns haben die Kinder (12, 9, 7, 3) dem Alter entsprechend ihre ‚Jöblis‘, die sie mehr oder weniger selbständig verrichten! Vor allem die Jüngste will immer alles selber machen und überholt die Grösseren bald, wenn sie so weiter macht! 😉

  • Barbara
    26. April 2013 at 13:10

    dass unsere Kinder mehr aus sich kommen und sich auch mehr zutrauen sind wir von der Einsamkeit in ein Quartier gezogen und beide haben schon grosse Vortschritte gemacht. Die Ämtli die sie haben, machen sie gut. Mit dem Zimmer aufräumen klappts teilweise gut, manchmal aber auch nicht. Ich probiere meine Kinder zu Vollbrachten taten immer zu loben, sei es in der Schule, im Schwimmkurs oder wenn sie etwas zu Hause machen, da gibt’s manchmal auch Chläberli die sie wie Punkte sammeln können das spornt in trägeren Zeiten sehr an. Ich für mich Ertappe mich manchmal, dass ich die Sachen lieber selber machen möchte, weil es halt schneller geht und vor allem so wie ich es möchte, auch als Mutter muss man noch einiges lernen und man muss sich manchmal schon an der Nase nehmen, dass man Geduld hat und ihnen genug Zeit lässt um es selber zu machen. Darum probiere ich mir immer genügend Zeit einzuräumen, damit es nicht zu diesem Stress kommt.

  • Nicole B.
    26. April 2013 at 13:26

    Ich bewerbe mich nicht ums Buch, da ich das dann ja im Kurs bekommen werde… 🙂

    Wollte nur kurz sagen, dass Nando heute alleine zum Beck ging, um Gipfelis zu holen. 🙂 🙂 🙂

    Und noch was Interessantes: Auf der Website von mit-kindern-lernen.ch gibt es eine Online-Kurs in 12 Lektionen, der kostenlos ist !

  • Katharina
    26. April 2013 at 14:50

    Selbständigkeit aktiv fördern halte ich nicht für nötig.
    Ich denke es ist ein menschliches Grundbedürfnis, autonom zu werden. Ein Kleinkind kämpft jeden Tag um seine Autonomie, seine Selbständigkeit. Es muss sie sich täglich ertrotzen!
    Der Trick besteht nicht darin, etwas zu fördern, das das Kind von sich aus noch nicht gemacht hätte. Vielmehr besteht er darin, es nicht zu bremsen und zu behindern, wenn es autonom werden möchte, sondern ihm in gewissen Bereichen die Verwantwortung darüber abzugeben.
    Aber als Eltern sind wir ja die totalen Kontrollfreaks. Wir sagen zwar, unser Kind solle selbständig werden. Aber gleichzeitig verlangen wir, dass es die Dinge genau dann wann wir bestimmen, genau auf die Weise, wie wir bestimmen, tut – alleine. Und das nennen wir dann „selbständig“.

    Ich arbeite auch immer noch hart an mir, um meinem Sohn dort, wo immer es geht (ohne seine Sicherheit zu gefährden versteht sich!), die Selbstbestimmung zu überlassen. So auch in dem Punkt, in welchen Bereichen und in welchem Tempo er sich aus der elterlichen Kontrolle herausbewegen will. Manchmal ist es gar nicht so einfach, nicht in eine bestimmte Richtung zu fördern und zu schieben und zu ziehen, sondern das Kind sowohl Richtung als auch Tempo selber bestimmen zu lassen. Aber meiner Meinung nach führt kein Weg daran vorbei, wenn das Ziel echte Selbstbestimmung und somit echte Autonomie sein soll.
    (P.S. ich möchte nicht an der Verlosung teilnehmen)

  • Patrizia
    26. April 2013 at 15:19

    einfach probieren und machen lassen.und ihnen helfen wenn die darum bitten.

  • TheSwissMiss
    26. April 2013 at 16:13

    Ich brauche das Buch nicht aber wollte trotzdem einen Kommentar abgeben.
    Dein Beitrag ist super – und vor allem superwichtig! Meine Kids sind schon etwas grösser (11 und 8) und ich bin sooo froh, dass ich von Anfang an darauf geachtet habe den Kindern nicht zu viel abzunehmen und sie zu ermuntern Dinge selber zu probieren. Sicher, wenn die Kinder klein sind, kann das manchmal mehr Arbeit und vor allem mehr Zeit für die Eltern bedeuten aber ich sage euch – die Zeit die ihr da investiert, zahlt sich schon in wenigen Jahren doppelt und dreifach aus!! Meine Kinder kochen zum Beispiel sehr gerne und kochen öfters ganz alleine – und zwar nicht nur Rührei – und dann ist Mama in der Küche nicht nur überflüssig sondern unerwünscht:)

  • Nadia
    26. April 2013 at 17:04

    Meine Tochter (5) hilft mir gern beim kochen, sie schneidet dann das Gemüse oder mal Kartoffeln. Sie darf seit einiger Zeit auch alleine in die Musikschule gehn obwohl diese am anderen Ende vom Dorf ist und sie eine Hauptsrasse mit viel Verkehr überqueren muss aber sie macht das gut. Ich bin allerdings froh wenn sie dann wider zu hause ist 😉
    Ich würde mich über das Buch freuen, da sie nach den Sommerferien in die 1. Klasse kommt und ich ihr dann gern helfe.

  • Christine
    26. April 2013 at 18:18

    Unsere drei helfen schon wacker mit. Sei es,dass sie mir in der küche beim kochen,sachen im keller holen oder milchkrug in den nassraum bringen. Das grösste higlight ist aber, wenn sie (3.5 und 2) die abwaschmaschine selber ausräumen. Das ist dann ein hand in hand und ich ergänze wo zu weit oben oder zu gefährlich. Aber wenn ich sie jetzt nicht machen lasse werden sie später garantiert auch nicht helfen.

  • Marianne Flückiger Bösch
    26. April 2013 at 19:00

    Das Thema Selbständigkeit ist ein Hauptanliegen der Ergotherapie mit Kindern und Jugendlichen. Wir unterstützen die Eltern darin, Ihre Kinder in der Selbständigkeit zu fördern und befähigen die Kinder, trotz Behinderungen, Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsstörungen ihre grösstmögliche Selbständigkeit zu entwickeln. Alltägliches, wie selber einkaufen, sich etwas Kleines kochen, backen und Telefone tätigen usw. gehören zu unseren Förderbereichen. Ihr Buch würde bei uns im Wartezimmer sicher gerne gelesen…Danke für die wertvollen Beiträge!

  • Nadja W.
    26. April 2013 at 19:27

    Durch die Krippe hat er automatisch gelernt selbstständig zu sein. Natürlich wird er auch zuhause zu Selbständigkeit erzogen so wie ich es schon von meiner Mutter wurde 🙂 Mir ist das sehr wichtig. Manchmal ertappe ich mich aber das ich ihm helfen will und dann kommt doch prompt ein „Mamiiiiii laa mi ,ich cha das au ohni dich!!!“ 😀

  • Christine
    27. April 2013 at 07:21

    Mein Sohn beklagte sich kürzlich, dass ich etwas von seinen Fussballsachen vergessen habe zu packen! Ich glaube ich könnte das Buch gut gebrauchen

  • Judith
    27. April 2013 at 14:40

    Unsere Kinder können sich sehr gut alleine Beschäftigen und sind recht selbständig. Wo ich aufpassen muss, ist, dass ich genug Zeit einrechne um die Kinder auch selber machen zu lassen. Z.B. sich bereit machen zum weggehen, meist entsteht schlussendlich Hektik und dann geht sowieso nichts mehr.

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