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Pane Ticinese: Das Brot aus dem Tessin

Pane ticinese Tessinerbrot
Das Tessiner Brot ist in der ganzen Schweiz bekannt und beliebt

Tessiner Brot – bekannt und beliebt

Das Tessinerbrot ist eines der bekanntesten und beliebtesten Brote der Schweiz. Typisch für das Tessinerbrot sind die fünf Teilstücke und der Längsschnitt. Die besondere Form wirkt sich auch auf dessen Verzehr aus: Das Brot wird gebrochen, nicht geschnitten. Noch nie haben wir ein Tessiner Brot selber gebacken. Kürzlich haben wir es erstmals versucht und: Es hat sich mehr als gelohnt!

Pane ticinese Tessinerbrot
Das war unser „Hausbrot“: il pane ticinese

Pane ticinese – das Brot unserer Kindheit

Zu einer meiner ältesten Kindheitserinnerunen gehört eine Zwischenverpflegung, die meine Mutter für mich und meine Schwester stets zur Hand hatte: Pane ticinese con Galbani! Ein Stück Tessinerbrot mit gestrichenem Frischkäse passte immer: Sowohl zum Zmorge, als auch zum Znüni oder aber zum Zvieri! Überhaupt gab es damals bei uns zu Hause im Brotkasten immer – und wenn ich immer sage, so meine ich auch immer! – ein „pane ticinese“. Das Tessiner Brot war unser Hausbrot, das beim Mittag- oder Nachtessen – wie es sich für Südländer gehört – eh immer auf den Tisch kam. Dieses konnte man nicht nur wunderbar in die Salatsauce aus feinstem Olivenöl tunken, sondern damit konnte man auch „la scarpetta“ machen – also ein Schühchen – und damit auch den allerletzten Tropfen Sugo mit dem Brot von Hand vom Teller abputzen, bis dieser blitzblank war!

Mit folgenden Zutaten backt ihr ein Tessinerbrot:

  • 250 Gramm Mehl
  • 3/4 TL Salz
  • 1/2 EL Zucker
  • 1/4 Würfel Hefe (ca. 10 Gramm)
  • 1 1/2 dl Wasser
  • 1 EL Olivenöl

Und so geht es:

Mischt das Mehl mit dem Salz und dem Zucker. Die Hefe zerbröckelt ihr und mischt sie mit dem Wasser und dem Olivenöl. Mischt nun alles und knetet den Teig, bis er glatt ist. Nun lässt ihr ihn rund 2 Stunden aufgehen. Nachher teilt ihr den Teig in 5 gleich grosse Kugeln und formt sie in rund 10 cm lange Ovale, die ihr dicht aneinander legt. Nachdem die Ovale nochmals rund 30 Minuten aufgegangen ist, könnt ihr das Brot längs einschneiden. Nun backt ihr das Brot ca. 10 Minuten lang im auf 220 Grad vorgeheizten Ofen, nachher reduziert ihr die Hitze auf 180 Grad und backt das Brot weitere rund 20 Minuten. Wenn ihr das Brot aus dem Backofen holt, bestreicht ihr es zum Schluss noch mit etwas Wasser.

Das Resultat? Ein Tessinerbrot, das genau so schmeckt, wie wenn wir es beim Beck gekauft hätten! Das Rezept, das wir im Betty Bossi-Buch „Brot & Brötchen“ entdeckt haben, ist wirklich super!

Pane ticinese Tessinerbrot
Genau so sieht ein frisches, feines Tessinerbrot aus!
Habt ihr Tessiner Brot auch so gern? Backt ihr es selber?

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Pane ticinese Tessinerbrot

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Weitere einfache und familientaugliche Alltagsrezepte findet ihr unter der Rubrik La Cucina Angelone oder auch auf flickr!

Und hier findet ihr all unsere bisher erschienenen Beiträge zu unseren Aufenthalten im Tessin:

Unsere Besuche zum Vatertag:

Unsere Frühlingsferien in Losone und Umgebung:

Unsere Sommerferien in Lugano und Umgebung:

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2 Kommentare

  • Anita
    13. Juni 2019 at 18:42

    Herzlichen Dank liebe Rita, ein tolles Rezept! Ich backe ab und zu Brot selber und diese Woche gab es bis jetzt nur Aufgebackenes aus dem Tiefkühler und Toastbrot – ich Rabenmami – bin aber auch ein iss hen lädiert diese Woche. Gestern fragte meine Tochter ganz traurig – gits wiedermol frisches Brot?
    Heute morgen habe ich dein Rezept gesehen und beschlossen es auszuprobieren. Vorausschauend habe ich gleich das doppelte Rezept vorbereitet und zwei Laibe daraus gemacht, schön a je 5 Rugeli.
    Es war herrlich beim Abendessen, beide Kinder und der Mann fanden – unabhängig voneinander – das Brot mega fein, fast wie aus dem Laden, würklich fein, so guet etc. Das will was heissen. Und natürlich kommt nun kein Brot in den Tiefkühler, denn es hat nur noch ein halbes…
    Das Rezept wird in meinen Ordner aufgenommen und wieder gebacken ?

    Herzlichen Dank und liebe Grüsse Anita

  • Rita Angelone
    13. Juni 2019 at 21:53

    Liebe Anita, deine Rückmeldung freut mich sehr! Was ich von dir lernen kann: Die doppelte Menge zu machen! 🙂 Das vergesse ich jedes Mal!
    Ganz viele liebe Grüsse sende ich dir! Rita

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