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Notvorrat – Kluger Rat oder Humbug?

Notvorrat: Als südländische Familie verfügen wir immer über einen anständigen Haushaltsvorrat

Notvorrat – immer wieder aktuell

Letztmals war es im 2015, als der «Notvorrat» aus der Versenkung geholt und breit diskutiert wurde. Damals empfahl der Bund nach einer Sicherheitsverbundsübung, dass jeder Haushalt wieder zehn Kilo Vorräte anlegen sollte, um für länger dauernde Notfälle wie Ausfälle technischer Anlagen, Unfälle oder Naturkatastrophen gewappnet zu sein. Ein paar Jahre davor waren es die Ereignisse rund um Fukushima und die Angst vor einer Nuklearkatastrophe, die den Spruch «Kluger Rat – Notvorrat» erklingen liessen.

Kalter Krieg und Luftschutzkeller

Unter diesem Motto wurde zur Zeit des Kalten Krieges breit Werbung für den Haushaltsvorrat gemacht. Aus jener Zeit ist mir der «Notvorrat» – und mit ihm die Angst, den Rest meines Lebens in einem Luftschutzkeller verbringen zu müssen – ein Begriff, der mich heute noch an meine Kindheit erinnert.

Fukushima und Coronavirus

Mit dem Coronavirus hat der Notvorrat wieder Aufwind bekommen: Gemäss einem Artikel auf nau.ch stürmen bereits erste Schweizer Spezialläden und decken sich mit Notvorratspaketen ein. Coronavirus hin, Atombombe her – man kann sich über die derzeitige Gefahrenlage, deren Einschätzung und das daraus resultierende Verhalten lustig machen oder nicht, doch über einen Notvorrat zu verfügen, kann so falsch nicht sein. Auch wenn sich heute – über 50 Jahre nach der Lancierung des Themas – der Hintergrund verändert hat und wir mit einem Notvorrat nicht unbedingt eine längere Krise überstehen, sondern eher die Überbrückung eines vorübergehenden Versorgungsengpasses sicherstellen müssten.

Als Familie im Vorteil

Da lobe ich mir doch meine Herkunft und meine jetzige Situation, denn als Familie ist man für einmal im Vorteil, als südländische gleich doppelt: Da wir von Haus aus viel und gerne kochen, vieles selber machen und Lebensmittel einfrieren oder einkochen, verfügen wir ohnehin immer über einen stolzen Stock an Lebensmitteln, der für die empfohlenen sieben Überbrückungstage reichen würde. Und was danach wäre, das wissen eh nur die Götter …

Verfügt ihr über einen ausreichenden Notvorrat? Was fehlt? Woran hättet Ihr nicht gedacht?

Die Notvorrats-Liste findet ihr im nachfolgenden Blog-Beitrag:

Und hier finder ihr weitere Infos zum Thema Notvorrat:

Dieser Beitrag entstand mit der freundlichen Unterstützung von nau.ch

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1 Kommentar

  • KARL ROTHFUSS
    27. Februar 2020 at 21:25

    Liebe Rita,
    danke für deine letzte kolumne. ich hätte dir schon gestern schreiben wollen. war aber zu sehr mit anderen dingen beschäftigt, leider auch traurigen (2 freunde sind sehr krank und brauchen hilfe).
    dein beitrag ist – wie immer – sachgerecht und nachvollziehbar. Traudl, meine frau, ist auch sehr konkret
    in diesen dingen. ob notvorrat oder sonstige praktische dinge. sie hat gesunden menschenverstand, wie du auch, Rita. dazu beglückwünsche ich dich. halte dich und deine ganze familie gesund. bis bald wieder und herzliche grüsse Karl

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