Familienleben Medienkompetenz

Medienkompetenz: Wie erziehen Sie?

Medienkompetenz: Wie erziehen wir unsere Kinder?

„Bürschtli – deiner Mamma machst du so rasch nichts vor…!“

Kinder und Medienkompetenz

97% der Schweizer Familien verfügen über einen Computer mit Internetanschluss.  Nachvollziehbar also, dass Kinder automatisch in die Welt der neuen Medien hinein wachsen und sich durch eine intensive Nutzung neuer Kommunikationstechnologien, von Social-Networking-Plattformen oder Computerspielen auszeichnen.

Halten die Eltern Schritt mit der Digitalisierung?

Vermehrt wird heute diskutiert, wie die Medienkompetenz der Eltern aussieht und wie sie entsprechend ihre Medienerziehung gestalten.

Eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz liefert nun erste Erkenntnisse – hier nur ein kleiner Auszug daraus:

  • Zwar nutzen 90% der befragten Eltern das Internet täglich oder mehrmals wöchentlich,
  • doch nur ein geringer Anteil der Eltern nutzt Computerspiele oder ist gestalterisch mit neuen Medien tätig.
  • Eltern wissen zwar, wie sie neue Medien zielführend nutzen können (z.B. eine Suche im Internet tätigen),
  • aber sie geben auch zu, viele Begriffe im Kontext neuer Medien nicht
    zu kennen.
  • Bildungsferne Eltern schätzen sich in den Dimensionen Mediennutzung, Medienwissen und Medienkritik weniger kompetent ein als höher gebildete Eltern.
  • Eine tiefe Medienkompetenz von Eltern geht grundsätzlich mit einer verminderten Intensität der Medienerziehung einher.
  • Die Mediennutzung der Kinder stellt in vielen Familien ein heikles Thema dar: Fast ein Viertel der befragten Eltern berichtet von vielen Konflikten um die Mediennutzung der Kinder in der Familie.
  • Insbesondere bildungsferne Eltern nehmen die Medienerziehung als konfliktreiche und belastende Tätigkeit wahr.

Die Studie zeigt, dass die Medienkompetenz der Eltern die Medienerziehung beeinflusst: Je sicherer Eltern im Umgang mit neuen Medien sind, umso differenzierter können sie sich mit ihren Kindern mit dem Thema auseinander setzen und eine vernünftige und wirksame Medienerziehung umsetzen. Eine solche gibt Kindern Orientierung, Sicherheit und zeigt Grenzen auf in der Nutzung von neuen Medien. Dadurch lassen sich auch Konflikte innerhalb der Familie reduzieren.

Eins ist aber sicher: die Verfügbarkeit von Computern und Internetzugang im Kinderzimmer schränkt die Medienerziehung von Eltern stark ein. Gemäss Studie verfügen immerhin fast die Hälfte der 16?jährigen Kinder und bereits 17% der 10?Jährigen Kinder über einen Computer mit Internetanschluss im Kinderzimmer!

Lesen Sie die wichtigsten Ergebnisse der Studie in Kürze auf www.elternet.ch – es lohnt sich!

Wie fit sind Sie im Bereich der neuen Medien? Wie sieht Ihre Medienerziehung aus?

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6 Kommentare

  • Lorelai
    27. Oktober 2011 at 11:19

    Ich kann es nicht verhindern, dass mein Sohn mit seinen 19 Monaten auch mal in Berührung mit iPad, Handy und natürlich TV kommt. Ich frage mich auch, wie lange ist OK, was ist zu viel? Früher oder später kommt dieser Kontakt sowieso zustande… Auf jeden Fall hat mein Sohn grossen Gefallen an Spielen, Filmchen und Fotos auf den elektronischen Geräten und würde ich ihn an meinen Laptop lassen, würde er wahrscheinlich wild drauflostippen 😉

  • Bionic Hobbit
    27. Oktober 2011 at 11:46

    Wir sind kürzlich an unsere Grenzen der Medienerziehung gestossen…. (Rita, pass mit dem iPad auf!)

    https://picasaweb.google.com/113602400991779379270/GrenzenDerMedienerziehung?authuser=0&authkey=Gv1sRgCOCj1Mno6uePBA&feat=directlink

    Wir haben glücklicherweise einen HighTec Haushalt mit vielerlei Computern, so dass wir nicht völlig am Ende sind. Ich setze meine Kleinen des öftern vor einen Film, um ein bisschen Ruhe zu haben. Gut, dass ich das jetzt Medienerziehung nennen kann!

  • Rita Angelone
    27. Oktober 2011 at 12:34

    @Lorelai: ich kann dir auch keine weiteren Tipps geben als dich z.B. etwas durchzulesen z.b. bei http://www.swisscom.ch/dam/swisscom/de/ghq/verantwortung/documents/enter_A5_dt.pdf

  • Rita Angelone
    27. Oktober 2011 at 12:35

    @Bionic: ohdumeineGüte… ich glaub, ich schliess das iPad grad weg.

  • Nicole
    27. Oktober 2011 at 14:15

    @Rita: Das Thema erinnert mich ganz gemein daran, dass ich noch einen Artikel für dich schreiben wollte….. 😉
    Unsere Tochter ist mit 14 Monaten, als sie kaum hat sprechen können, mit meinem iPhone in der Hand (das iPhone ist übrigens gut geschützt durch eine hässliche Silikonhülle) zu mir gekommen mit der Aufforderung: „Mami, Ändy pile!“ Sie hat halt gesehen, dass Nando schon mit dem Handy hat spielen dürfen…..
    @bionic: Ups, dumm gelaufen….

  • Rita Angelone
    27. Oktober 2011 at 14:24

    @Nicole: ups… der Bericht, ja… aber he, easy, wenn du magst, sehr gerne. Sonst sind auch deine Kommentare schon GOLD Wert!

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