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Lese- und Informationsgewohnheiten im Wandel

Lese- und Informationsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen im Wandel
„Mamma, wann liest du jeweils das Tagblatt – mittags oder abends?“

Was lesen Kinder und Jugendliche heute?

Wie sehen die Lese- und Informationsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen aus? Welche Zeitungen und Zeitschriften lesen sie? In Papierform? Oder nur noch online? Gibt es in 20 Jahren noch Zeitungen oder wird dann alles „online“ veröffentlicht werden? Welche Vor- und Nachteile haben Zeitungen und Zeitschriften gegenüber Webpublikationen? Und: Wie lange wird es noch Bücher geben? All diesen spannenden Fragen geht unser Kleiner im Rahmen eines Schulprojekts nach!

Lese- und Informationsverhalten von Kindern und Jugendlichen
Analog und digital verbinden, macht Kindern und Jugendlichen Spass

Wie informieren sich Kinder und Jugendliche?

Mit der Digitalisierung hat sich das Lese- und Informationsverhalten von Kindern und Jugendlichen stark gewandelt. Gemäss der „Jugendbarometer-Studie“ 2018 der Credit Suisse zählen die heutigen Kinder und Jugendlichen zu den «digital natives». Als digitale Eingeborene verbringen sie viel Zeit online. Auch wenn Eltern zu Hause darauf achten, dass sich ihre Online-Mediennutzen in Grenzen hält, ist es so, dass Kinder und Jugendliche unterdessen auch in der Schule mehr und mehr digitale Medien nutzen. So hat zum Beispiel unser Kleiner letzten Sommer im Rahmen des Lehrplans 21 zum Start in die 5. Klasse ein persönliches Tablet als digitales Arbeitsinstrument erhalten.

Neue Informations- und Austauschplattformen

Der Trend ist eindeutig: Die Bedeutung klassischer Medien wie Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Radio nimmt ab. Kinder und Jugendliche bedienen sich zunehmend digitaler Plattformen und Streamingdiensten. Um sich auszutauschen und zu informieren, bevorzugen Kinder und Jugendliche heute ganz allgemein das Internet bzw. Kanäle wie WhatsApp, Instagram, Snapchat und YouTube. Trotzdem hat das Fernsehen seine Stellung als «Familien-Lagerfeuer» nicht verloren. Kinder und Jugendliche schauen durchaus noch Fernesehen oder hören die eine oder andere Radiosendung, um sich zu unterhalten, aber auch um up to date zu sein.

4 von 5 Jugendliche wollen informiert sein

Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Jugendlichen wollen informiert sein. Die Anzahl Jugendlicher, die sich jeden Tag mehrmals über das Weltgeschehen informieren, ist seit 2010 von 29% auf 38% gestiegen. Zählt man diejenigen dazu, die sich einmal pro Tag bzw. mehrmals pro Woche informieren, so sind doch 4 von 5 Jugendlichen gut bis sehr gut informiert.

Jeder fünfte Jugendliche hat wenig Ahnung

Allerdings hat aber auch die Anzahl Jugendlicher zugenommen, die sich nur gerade einmal pro Woche, seltener oder gar nie informieren von 12% auf 19% zugenommen. Jeder fünfte Jugendliche hat also wenig Ahnung, was in der Welt passiert.

Welche Themen interessieren?

Die Interessen von Jungen und Mädchen sind bei den meisten Themen unterschiedlich.

Mädchen haben ein gesteigertes Informationsbedürfnis bei

  • Problemen, die sie selbst betreffen
  • aktuellem Weltgeschehen
  • Themen um Ausbildung und Beruf
  • Musik
  • Umwelt
  • Ernährung
  • Lokalpolitik
  • Mode
  • Stars

Jungs interessiert viel mehr

  • Weltpolitik
  • Sport – lokal wie national und international
  • Computerspielthemen

Beim Thema Gaming (z.B. Fortnite) ist der Anteil der Jungen mit Informationsinteresse fünf Mal so hoch wie bei den Mädchen!

Lese- und Informationsverhalten von Kindern und Jugendlichen
Digital Natives an der Arbeit

Die Interessen verschieben sich mit dem Alter

Mit zunehmendem Alter nimmt das Interesse für das aktuelle Weltgeschehen, politische Themen, Ausbildung und Beruf sowie für persönlichen Probleme zu. Hingegen nimmt das Informationsbedürfnis bei den Themen Sport, Games und Stars ab.

News-Portale und News-Apps auf dem Vormarsch

Trotz Rückgang bei den klassischen Medien muss diese Entwicklung – insbesondere für Zeitungen – nicht zwingend einen Reichweiteverlust darstellen. Es zeigt sich nämlich, dass gedruckte Zeitungen häufig durch digitale Ausgaben ersetzt werden. Neu sind News- und Zeitungsseiten am beliebtesten bei den Jugendlichen, gefolgt von News-Apps auf dem Smartphone oder Tablet wie zum Beispiel das Schweizer digitale Newsportal Nau.ch. Dieses erreicht die Leserschaft einerseits über eine Webseite und eine Mobile-App sowie zusätzlich über News-Bildschirme an Bahnhöfen, Tankstellen oder in Fitnesscentern und öffentlichen Verkehrsmitteln – also überall dort, wo Wartezeiten entstehen, die schnell, bequem und sinnvoll mit dem Lesen von News aus der Schweiz überbrückt werden können. Nau.ch erreicht über die News-Screens 2 Millionen Menschen. Die tagesaktuellen Nachrichten aus der ganzen Welt werden durch spannende Videobeiträge und Livestreams aus der Region ergänzt.

Lese- und Informationsverhalten von Kindern und Jugendlichen
Voll im Trend: Das digitale Newsportal Nau.ch

Mädchen eher analog, Jungs digital

Betrachtet man die Häufigkeit der Nutzung verschiedener Informationsquellen, so nutzen
Mädchen zu einem höheren Anteil Radiomeldungen und Fernsehnachrichten. Sie informieren sich eher in Gesprächen und lesen häufiger die Tageszeitung. Jungs nutzen häufiger Nachrichtenquellen aus dem Internet. Mit zunehmendem Alter gewinnt insbesondere das Internet als Informationsquelle an Bedeutung. Nachrichten und Beiträge aus dem Radio sind vor allem für volljährige Jugendliche relevant, sie werden in dieser Altersgruppe als die am häufigsten genutzte Informationsquelle für das Weltgeschehen genannt.

Lese- und Informationsverhalten von Kindern und Jugendlichen
Die Leselust ist bei unseren Jungs immer noch vorhanden!

Wie steht es um Bücher und ums Lesen?

Das Leseverhalten der 12- bis 19-Jährigen wird jedes Jahr im Rahmen der JIMStudie untersucht. Über die letzten zehn Jahre betrachtet wird deutlich, dass sich die Nutzung des analogen Mediums Buch auch im Social Media-Zeitalter nicht verändert hat. Der Anteil derjenigen Jugendlichen, die in ihrer Freizeit mindestens mehrmals pro Woche in der Freizeit (also nicht für die Schule) gedruckte Bücher lesen, beträgt seit 20 Jahren etwa 40%. Auch 2018 lesen zwei von fünf Jugendlichen regelmässig Bücher in analoger Form.

Quellen: Jugendbarometer Credit Suisse 2018, JIM-Studie 2018

Persönliches Fazit

Das Lese- und Informationsverhalten unserer Jungs ist noch überwiegend auf Bücher, Zeitschriften, Gratiszeitungen, Fernsehen und Radio ausgerichtet. Doch es zeichnet sich ab, dass die Digitalisierung auch bei uns die weitere Entwicklung prägen wird. Immer öfters informieren sie sich über das Internet, googeln nach etwas oder schauen sich auf YouTube ein Tutorial an. Mit dem Übertritt unseres Grossen ins Gymnasium wird sich sicher noch mehr verändern. Die Zukunft bleibt also sehr spannend – genau so wie das noch ausstehende Resultat aus dem Schulprojekt des Kleinen. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Wie sieht das Lese- und Informationsverhalten eurer Kinder aus? Welche Erfahrugen macht ihr? Findet ihr eure Kinder wieder in den obgenannten Aussagen und Zahlen?

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Lese- und Informationsverhalten von Kindern und Jugendlichen

Nachfolgend findet ihr weitere spannende Beiträge passend zum Thema „Medienkompetenz“:

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Nau.ch entstanden. Am 12. Juni 2019 werden „Die Angelones“ als Instagram-Profile of the day auf dem Newsportal präsentiert!

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