Familienleben Kolumne

Kindheitserinnerungen: Vereint vor der Kiste

Scacciapensieri: Immer samstags, nach der Ziehung der Lottozahlen

Kinder und Fernsehen – das ist ein heisses Eisen! Als Eltern sind wir alle so sehr darauf bedacht, unsere Kinder konsequent vor diesem angeblich dumm und süchtig machenden Medium fernzuhalten, dass wir dabei vergessen, dass wir selber als Kind auch ferngesehen haben. Und nicht einmal wenig. Trotzdem sind wir nicht alle zu verdummten Suchthaufen geworden.

Gerade heutzutage, wo jeder nur noch in seine eigene kleine Kiste glotzt, sollten wir uns der guten Seiten des Fernsehens besinnen. Fernsehen kann nämlich durchaus positive Aspekte aufweisen – zum Beispiel dann, wenn es die Familie zusammenbringt. So wie früher, als wir Kinder uns gemeinsam mit unseren Eltern am allerliebsten samstagabends vor den Fernseher setzten, um «Scacciapensieri» zu schauen. Eine halbe Stunde lang kugelten wir uns auf dem Sofa und lachten, bis uns die Bäuche wehtaten – unsere Eltern genauso wie wir Kinder!

Dieser Fixpunkt am Ende der Woche stellte eines unserer heiligsten Familienrituale dar. Später kamen weitere Sendungen dazu: «Im Reich der wilden Tiere», «Daktari», «Die Waltons» oder aber auch «Bonanza» und ganz viele mehr – hach, was schauten wir viel und gerne fern! Immer gemeinsam und immer lernten wir dabei viel mehr, als es uns hätte schaden können.

Von allen möglichen dumm und süchtig machenden Dingen erachte ich heute Fernsehen als eines der weniger schlimmeren Übel. Doch auch bei uns gilt immer noch: Geschaut wird gemeinsam. Derzeit am liebsten «Das grösste Schweizer Talent». Lernen kann man dabei vielleicht nicht so viel, aber sich dafür umso besser gemeinsam ärgern, nerven oder herzhaft lachen – und das verbindet ungemein!

immer mittwochs im Tagblatt der Stadt Zürich

Was hält ihr vom Fernsehen? Welche Sendungen schaut ihr gemeinsam als Familie?

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