Basteln, handwerken und dekorieren Familienleben

Kinderzimmer im Wandel der Zeit

Kinderzimmer im Wandel der Zeit
Das Kinderzimmer hiess früher Kinderstube

Kinderzimmer wie aus dem Katalog

Belustigt habe ich kürzlich festgestellt, dass wir Schritt für Schritt im Verlaufe der Zeit dieselbe Raumidee umgesetzt haben, wie man sie so in Einrichtungskatalogen sieht. Erstaunlich? Nicht wirklich. Denn bei genauerem Betrachten stellt man fest, dass grundsätzlich immer die gleichen Anforderungen an ein Kinderzimmer gestellt und dass es meist die einfachen und cleveren Lösungen sind, die diesen Anforderungen gerecht werden!

Das Kinderzimmer: mehr als nur Schlafzimmer

Habt ihr gewusst, dass das Kinderzimmer früher Kinderstube hiess? Eigentlich logisch, denn in seiner Funktion ist ein Kinderzimmer sowohl ein Schlaf- wie auch ein Wohn- und Spielzimmer.

Kinderzimmer im Wandel der Zeit
Die Bedürfnisse an das Kinderzimmer wandeln sich laufend.

Kinderzimmer sind übrigens eine relative junge Entwicklung der Neuzeit. Vor dem 18. Jahrhundert waren der Dachboden oder das allgemeine Schlafzimmer der Schlafplatz für den Nachwuchs, da man damals keine Rücksicht auf das Spielbedürfnis der Kleinen nahm.

Kinderzimmer im Wandel der Zeit
Zwischen Säuglings- und Erwachsenenalter verändert sich das Kinderzimmer enorm.

Das Kinderzimmer verändert sich laufend

Wie kein anderer Raum der Wohnung ist das Kinderzimmer einem ständigen Wandel unterworfen. Innerhalb der rund 20 Jahre zwischen Säuglings- und Erwachsenenalter wandeln sich die Bedürfnisse rasant:

  • Im Säuglingsalter sind die Ansprüche an das Kinderzimmer noch bescheiden: Kinderbett, Wickelkommode und Stauraum für Wäsche und Kleider genügen.
  • Kurze Zeit später ist vor allem viel freie Spielfläche am Boden erforderlich. Gleichzeitig wird nun Stauraum für die Spielsachen notwendig. Dieser soll so angeordnet sein, dass das Kind ohne gefährliche Kletterübungen zu seinen Sachen kommt.
  • Im Kindergartenalter wird der erste Arbeitstisch aktuell, an welchem das Kind zeichnen, basteln und erste Schreibübungen ausführen kann. Dieser Tisch samt Stuhl muss der Körpergröße des Kindes angepasst sein. Das bedeutet aber, dass die Möbel entsprechend mit dem Kind wachsen müssen.
  • Spätestens im Schulalter sollte jedes Kind seinen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung haben. Denn sowohl für Schulaufgaben wie auch für Bastelarbeiten muss es seine Zeit selber einteilen können.
  • Zur individuellen Entwicklungsfreiheit gehört auch dazu, dass das Kind für seine Siebensachen einen persönlichen Stauraumbereich besitzen sollte. Ausserdem: Kindern fällt es leichter, Ordnung zu halten, wenn sie über genügend Stauraum verfügen.
  • Von der Kinderzeichnung bis zum Pop-Star-Poster gibt es viele Dinge, die das grösser werdende Kind gerne um sich hat. Es ist gut, dem Kind die eigene Raumgestaltung zu ermöglichen.
  • Im Jugendlichenalter wird das Zimmer immer mehr zum Individualbereich. Es ist Arbeits- und Ruhebereich. Häufig ist es aber auch Fluchtburg und trägt dazu bei, die eigene Identifikation zu finden. Jugendliche sollten die Möglichkeit haben, ihr Zimmer ihren Wünschen entsprechend umzugestalten.
In welcher „Phase“ befindet sich euer Kinderzimmer derzeit? Habt ihr grad aktuelle „Kinderzimmer-Projekte“?

Quellen: wikipedia und homesolut

Weitere spannende Beiträge passend zum Thema findet ihr nachfolgend:

Dies koennte dir ebenfalls gefallen

11 Kommentare

  • Lorelai
    21. Juli 2011 at 09:01

    Da wir in einer 4,5-Zi-Mietwohnung leben, die bereits vor Ankunft unseres ersten Kindes bis in alle Ecken voll gestopft war, hatten wir nie wirklich ein richtiges Babyzimmer. Unser Sohn schläft die drei Stunden in denen er im eigenen Bett schläft, in „meinem Büro“, von dem ich mich nicht trennen konnte. Da steht mein Bürotisch, der jetzt als Windelablage dient, meine Kleiderschränke, die eine ganze Wand säumen (mit Kleidern, von denen ich mich nicht trennen kann, in der Hoffnung, sie irgendwann wieder zu tragen. Vorher im Beruf trug man halt öfter was anderes und immer was Neues, Modisches. Jetzt wechsle ich zwischen 3, 4 T-Shirts und 2, 3 Hosen und nutze eigentlich nur mehr 10% meines Kleiderschrankes. Aber den Rest weggeben? Niemals! Ist wohl Frauensache… Ich hoffe auf die Rückkehr der Fashionista in 8-10 Jahren und hoffe dass die Klamotten bis dann noch passen/in sind/kombinierbar sind. Ja, sind ja vieles Basic-Teile). Auch steht in diesem Zimmer mein Expedit-Regal mit allerlei Dingen, die man auch irgendwann wieder brauchen könnte und ein kleineres Billy-Regal, dass Nagellacke, Parfums und Schmuck beinhaltet, alles eben auch wieder Sachen, die in ein paar Jahren vlt wieder zum Einsatz kommen. ABER. Für die Ankunft unseres zweiten Kindes möchte ich endlich DAS Babyzimmer, das alle Freundinnen, die ein Haus haben oder sonst genügend Platz, auch haben. Mit einer Wickelkommode, einem Schrank und einem Bett und das aus der selben Serie. Ich habe da an die deutsche Marke Paidi gedacht, die hübsche Möbel hat, die auch qualitativ stimmen. Hab‘ die bei einer Freundin gesehen… Was nun? Ich werde das kleine Regal ins Schlafzimmer verfrachten, einen Kleiderschrank schweren Herzens räumen und verschrotten, der grosse Pax darf bleiben (s.o.), die Sachen aus dem Expedit verteile ich irgendwie in der restlichen Wohnung und dieses Möbel sowie der Tisch werden auseinandergebaut und wandern in mein Mädchenzimmer in mein Elternhaus. Soweit der Plan… Am Ende schlafen dann beide Kids bis sie 3 sind bei uns im Bett aber hauptsache ich habe doch noch MEIN Babyzimmer! 😀

  • Rita Angelone
    21. Juli 2011 at 09:54

    Liebe Lorelai! Wie ich die Sache mit dem Auf-keinen-Fall-trennen-wollen-vom-Kleiderschrank kenne! Ich habe auch nach 5 Jahren immer noch die Hoffnung, die restlichen 90 % doch noch irgendwann mal zu nutzen: schöne Kleidli für ein Gala? Schühchen für den Ausgang? etc. etc. Irgendwann, ja, irgendwann ziehe ich sie sicher wieder an (…. ).
    Dennoch: mit 4,5 Zimmer denke ich, solltest du das „Problem“ schon irgendwie bewältigen können. Es gibt Familien, die auf weniger Raum wohnen. Das heisst, du musst wirklich einmal durch und Ordnung schaffen… (aber eben, es ist nicht leicht). Vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit, dass dir jemand bei der Planung hilft? Ich meine mit schlauen Wohnideen. Oder du meldest dich an für eine „Umbau-Show“ am Fernsehen. So a la: Hilfe, ich weiss nicht, wie ich alles besser einrichten kann. Das habe ich mir auch schon mal überlegt. Jedenfalls – mach dir keinen Kopf, denn schon bald ziehen die Kinder ja wieder aus…. 🙁

  • Bionic Hobbit
    21. Juli 2011 at 10:38

    Lorelai,

    ich würde eher auf die Designer Kindermöbel verzichten (werden auch zernagt und bekritzelt) und dafür ein teures Opernabo kaufen. Da kannst Du nämlich dann auch Deinen Nagellack und Deine edlen Fummel wieder brauchen.

  • Rita Angelone
    21. Juli 2011 at 10:42

    …das habe ich auch gedacht. Es ist wie mit Designer-Kleidern: Auch die gehen kaputt. Und da man im Kinderzimmer eben ständig was ändern, anpassen und umstellen muss, würde ich auch von zu teuren Designermöbeln abraten. Ganz abgesehen davon, dass es nicht mal gesagt ist, dass die Möbel, die uns gefallen, auch den Kindern gefallen.

  • Lorelai
    21. Juli 2011 at 13:04

    Also doch IKEA oder Mömax 😉 Na mal sehen. Also eine grosse Aufräumaktion haben wir schon hinter uns. Es sind also wirklich nur noch die Klamotten, eine Reihe Kochbücher stapelweise CDs und im Keller einige Weine, Dinge, die man als Jung-Eltern zwar nicht mehr braucht aber sich doch noch erhalten will, so als Zeichen dafür, dass man auch eine eigenständige Persönlichkeit ist und nicht nur bloss ein Versorgungs-Anhängsel seines Kindes ohne eigenes Leben. @Hobbit: Opernabo? 😀 Haha, vlt ein Kinoabo, wir leben auf dem Land. Dafür allerdings bräuchte ich auch ein Babysitter-Abo und das ist etwas schwieriger…

  • Rita Angelone
    21. Juli 2011 at 14:09

    ja, wieso nicht IKEA oder ricardo?

  • Bionic Hobbit
    21. Juli 2011 at 18:38

    Lorelai,

    wir leben auch auf dem Land (Hirzel)…. und ja, wir brauchen immer mindestens 5 std Babysitter für jede Oper, da es 30-45min bis zur Oper sind. Die meisten Gemeinden haben eine Babysitterliste. Aber unsere Kindermöbel sind halt meistens von IKEA oder noch aus England mitgebracht. Wenn ich sehe, wieviele einige Freunde für ihre Kindermöbel herblättern, kommt die Oper echt billiger. Man muss Oper allerdings mögen…
    Für’s Kino zahl ich mir erst recht keinen Babysitter, da kann ich ein paar Wochen warten, bis die DVD rauskommt (wir haben eine Leinwand + Beamer).

  • Bionic Hobbit
    21. Juli 2011 at 20:51

    A propos Kino: hatte gestern meinen freien Abend und durfte (alleine) Harry Potter in 3D gucken!! Best.Harry.Potter.Movie.Ever.
    Seufz.

  • Rita Angelone
    21. Juli 2011 at 20:56

    …and the last…

  • Lorelai
    22. Juli 2011 at 09:39

    Seufz und ich war seit der Geburt meines Sohnes glaubs 2x im Kino… vorher fast jedes Wochenende. Wir können nicht mal fern sehen weil unser Sohn kaum vor 20.15 schläft und danach sind wir meist sowieso zu kaputt. Wird wieder mal Zeit für einen Kinoabend und eine Auswärtsnacht des Kleinen bei seiner Nana 🙂

  • Nicole
    25. Juli 2011 at 07:37

    @Lorelei: Ich bin auch ein Fan von zusammengewürfelten Lösungen, weil wir so einfach am besten auf unsere Bedürfnisse eingehen können. Wir haben gerade beiden Kids ( 4 Jahre und 21 Monate) je ein eigenes Zimmer eingerichtet, und weil die Zimmer so winzig sind, haben wir dem Grossen ein Hochbett gekauft (da es so toll ist, kann man es auch noch als Halbhochbett und als „normales“ Bett aufstellen), damit er drunter spielen und seine Spielsachen aufbewahren kann.

    Hier noch der Link: https://picasaweb.google.com/nicole.bertsch/KiZi0711?authkey=Gv1sRgCPrWmeez14uI8wE#

    Auswärtsschlafen der Kids, um einen schönen Paarabend zu haben, ja das kann ich auch sehr empfehlen. Ins Kino gehen wir an diesen Abenden aber sehr selten, da wir lieber bei einem schönen Essen miteinander reden. Ins Kino gehen wir jeweils mit Freunden, während der Partner zuhause bei den Kids ist.

Hinterlasse eine Nachricht

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.