Familienleben

Jedem Kind sein Ding

"Puah, das gseht guet us! Ich glaub, das willi!" - Bild: Angels Book

Auch in Sachen „Weihnachts-Wunschliste“ ist der Startschuss bereits gefallen: der erste Spielzeugkatalog ist ins Haus geflattert!

Herrlich zu sehen, wie die Buben bereits wissen, worum es da geht und ganz interessiert und voller Vorfreude jedes einzelne Spielzeug begutachten und auf  „Wunschlisten-Tauglichkeit“ beurteilen.

Das Auswahlverfahren folgt willkürlichen Regeln: heute wünschen sie sich dies, morgen das, um übermorgen wieder von vorne zu beginnen.

Beim Spielzeugkauf gibt es allerdings durchaus ein paar sachliche Kriterien, die uns Eltern unterstützen, aus dem riesigen Angebot die richtige Auswahl oder zumindest eine erste Vorselektion für unsere Kinder zu tätigen:

  • Was beschäftigt das Kind im Moment? Was spielt es am liebsten? Wo liegen seine Stärken?
  • Jedes Kind sollte ein Spielzeug für all seine Sinne haben, also eines zum Liebhaben (Plüschtier, Puppe), eines zum Bewegen (Ball, Springseil, Velo, Schwimmflügeli), eines zum Kombinieren (Denk- und Ratespiele, Karten, Puzzles, Bücher), eines zum Gestalten (Papier, Malstifte, Bauklötze, Lego, Knete).
  • Das Spielzeug sollte stabil sein. Und wenns  zwischendurch doch mal ein billiges Plastik-Spielzeug sein muss, darf man sich nicht ärgern, wenn es rasch in seine Bestandteile zerlegt wird.
  • Das Spielzeug sollte dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechen. Über- oder Unterforderung führen zu Spielfrust statt Spiellust.
  • Spielsachen sollen Raum für die Entfaltung der kindlichen Fantasie geben.
  • Weniger ist mehr. Kinder können grenzenlos in ihren Wünschen sein. Doch durch zu viel Spielmaterial verlieren sie die Beziehung zum einzelnen Spielzeug.
  • Wenn Eltern nach einer Geschenkidee gefragt werden, wäre „Zeit schenken“ zum Beispiel in Form eines Zoobesuchs mit dem Götti oder mit der Grossmutter vielleicht wertvoller als ein Spielzeug.
  • Schliesslich ist es wichtig, Kindern zu erklären, dass man nicht alles haben kann. Verzichten gehört zum Leben und will gelernt sein.
  • Denken Sie auch daran, dass es für bestimmte Spielzeuge, Bücher, CDs und DVDs  sinnvoller ist, diese nicht selber anzuschaffen, sondern über Ludotheken und Bibliotheken auszuleihen oder an Spielbörsen günstiger zu kaufen (Quelle: pro juventute Elternbriefe 4.2)

Und nun viel Spass beim Blättern in den unzähligen Spielzeug-katalogen! Und vergessen Sie nicht vor dem definitiven Entscheid, die aktuellsten Untersuchungen der Stiftung Warentest zu konsultieren… Es tut mir leid, wenn ich Ihnen den Spass schon wieder verderbe, aber so viel Wahrheit muss sein!

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