Familienleben

Hilfe, mein Kind verabredet sich – täglich!

Vor einer Woche bekam ich kurz nach dem Mittag einen Anruf von der Mutter eines Kindergarten-Freundes unseres Grossen: „Gell, heute Nachmittag ist unser Sohn bei euch zu Besuch. Wann soll er kommen?“

Wann soll er kommen? Was? Wie? Wer ist da überhaupt am Apparat? Und: um Himmelsgottswillen, nein, heute Nachmittag läuft gar nichts. Heute Nachmittag wollte ich einfach mal gar rein gar nichts tun! Dies waren die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf schossen.

Natürlich haben wir den Sachverhalt klären können, und wir haben den Besuch um eine Woche auf heute Nachmittag verschoben. Und verschoben habe ich auch alle meine Pläne für heute Nachmittag …

Nun ist es offenbar so, dass im Kindergarten eine „Abmach-Manie“ ausgebrochen ist. Jeder macht mit jedem ab. Und natürlich folgen auf einen Besuch dann auch die entsprechenden Gegenbesuche. Ich frage mich jetzt schon, wohin das führen wird und wie ich alle meine Tätigkeiten an diesen Verabredungen vorbei organisieren kann. Denn: die nächste Verabredung steht bereits für morgen Nachmittag an. Und ein weiterer Freund wartet bereits auf einen Termin … !

Wie handaben Sie die „Verabredungs-Manie“ Ihrer Kinder?

  • Wie oft verabreden sich Ihre Kinder?
  • Haben Sie einen Rhythmus vorgegeben?
  • Mit wievielen verschiedenen Freunden verabreden sie sich?
  • Schränken Sie den Kreis der Besucher ein?
  • Verabreden Sie sich dann gleichzeitig auch mit den Müttern der Besucher? Oder kommen die Kinder alleine zu Besuch?
  • Machen Sie Fifty-Fifty? Also, einmal bei mir, einmal bei dir?
  • Lassen Sie die Kinder einfach machen oder überlegen Sie sich ein spezielles „Programm“?

Ich bin froh um jede Erfahrung und um jeden Tipp!

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11 Kommentare

  • Nicole
    17. November 2011 at 12:19

    Hihi, bei uns blieb es bisher erst mal bei Nandos Bemerkung, dass XYZ zum Spielen kommen solle. Ich habe dann mit der Mutter geschaut, wann es passen würde. Klare Regeln für mich sind:
    – Solange die Kinder nicht alleine zuhause sein können, bestimme ich, wer wann zu uns kommen kann
    – Die Kinder kommen alleine (werden höchstens gebracht und geholt), denn nur so kann ich was für mich machen in dieser Zeit
    – Die Kinder kommen zum „normalen“ Spielen zu uns – es gibt ganz sicher kein Extra-Programm!

  • Katharina
    17. November 2011 at 15:13

    Hihi, deswegen habe ich nur ein Kind, das nicht reden kann und der Rest sind Katzen 🙂

  • Rita Angelone
    17. November 2011 at 15:19

    @Katharina: um sich zu verabreden, da brauchts nicht mal ein Wort….. glaubs mir.

  • Bionic Hobbit
    17. November 2011 at 18:03

    Geht bei uns auch wild hin und her. Ich kann aber mit Verabredung fast mehr für mich selbst tun als ohne, weil dann der Gross endlich einen gleichaltrigen zum Spielen hat und nicht seine kleinen Zwillingsbrüder maltraitieren muss. Da wir im Dorf sind, kommen die Kids zum Teil ganz allein vorbei und klingeln…
    Manchmal wird’s stressig, wenn sie sich fürs Velofahren verabreden, und ich dann rasch rasch alle drei anziehen muss und die Velos und Helme aus dem Keller hochtragen muss, weil schon jemand draussen wartet, und draussen kann ich dann nicht viel für mich selbst tun. Aber wenigstens kriegen wir viel frische Luft und die Kids werden müde.

  • Nicole Vetsch
    18. November 2011 at 07:14

    Mich neven die Telefone noch während des Mittagessens. Warum können die Kinder nicht einfach nach draussen gehen und spielen gemeinsam. Diese Absonderung „ich spiele NUR mit dir weil wir abgemacht haben“ ist aus meiner Sicht nicht wirklich förderlich. Bei Regen oder eisiger Kälte verstehe ich auch, das sie abmachen wollen. Die Spielsachen der anderen sind doch viiiiieeeel interessanter. Mühsam sind die verplanten Mittwoch Nachmittage, wann soll ich sonst zum Kinderarzt, Zahnazt, Coiffure, Kieferorthopäden, Kleider kaufen usw.? Am Vormittag arbeite ich im Büro und die Kinder sind in der Schule und Nachmittags ist Schule oder schon abgemacht…. Da gabs schon manche Träne!

  • Otte
    18. November 2011 at 09:36

    Es kommt und es geht. Es bricht, so typischerweise nach 3 Monaten also im November, in der Tat so eine Art von abmachen-zum-spielen Welle aus. Das hält dan eine Weile, bis die Kinder von sich aus merken dass zusammenspielen dann doch recht anstrengend ist, der oder die dann doch keine coole Spielsachen hat wie er oder sie selber, und das man eigentlich nur 1 oder 2 ‚wirklich gute‘ KlassenfreundInnen hat. Dann legt sich das ganze so auf vielleicht ein Besuch hin und ein Besuch her im Monat, meistens zur selben Zeit und am selben Tag. Wir daheim finden es mittlerweile keine grosse Katastrophe mehr 🙂

  • Otte
    18. November 2011 at 09:38

    @Bionic Hobbit: ist der kleine Zwillingsbruder dann nicht gleichaltrig ?!?

  • Nicole
    18. November 2011 at 10:10

    @Otte: Bionic hat vom Grossen geredet, der seine beiden kleinen Zwillingsbrüder plagt…. 😉
    @Kath: Dein Kind wird schon noch reden…. 😉
    @Nicole V: Die Kindergartengspänli von Nando wohnen halt teilweise zu weit weg, als dass sie sich zufällig draussen zum Spielen treffen würden.

  • Rita Angelone
    18. November 2011 at 10:22

    @Otte: okay, ich hoffe, dass es auch bei uns so verläuft….

  • Mittelmaßmama
    18. November 2011 at 11:09

    Bei uns stehen die Türen jederzeit und gerne offen für die Freunde unserer Kinder. Freunde im Haus schaffen „Frei“-zeit für Mama. Während der Nachwuchs beschäftigt ist, kann ich bügeln, Wäsche waschen, nähen, mit der Firma telefonieren, staubwischen…
    Nur eines kann ich nicht: Aufräumen. Damit habe ich aber um so mehr nach dem Besuch zu tun. Weshalb die Hauptbesuchstage für Kinder in der Regel direkt vor dem Aufräumtag liegen.

  • Rita Angelone
    18. November 2011 at 12:36

    @Mittelmassmama: ist mir gestern genau gleich gegangen – ich konnte zwar sogar ein geschäftliches Telefonat erledigen, dafür war ich nach dem Besuch ziemlich lange am Aufräumen…. 🙂

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