Familienleben Reportagen und Interviews

Gute Stube, stylisches Wohnzimmer oder Kinderparadies?

Gute Stube, stylisches Wohnzimmer oder Kinderparadies? Die Stube im Wandel der Zeit.
Das Wohnzimmer einer Familie mit kleinen Kindern

Wie sieht das Wohnzimmer einer Familie aus?

Im Zusammenhang mit unserem sich ausweitenden Küchenumbau habe ich mir auch bezüglich unserer „guten, alten Stube“ Gedanken gemacht und wollte mir bei einer kürzlich ausgestrahlten Lifestyle-Sendung ein paar Inspirationen holen. Denn: Wenn Patty Boser das bisher gut gehütete Geheimnis ihrer Privatsphäre lüftet und die Türe zu ihrem umgebauten Haus öffnet, schaut die ganze Welt gespannt hin! Auch ich.

Gute Stube, stylisches Wohnzimmer oder Kinderparadies? Die Stube im Wandel der Zeit.
Das Wohnzimmer einer Familie mit kleinen Kindern

Kinder bringen Leben in die Bude

Alles so hell, weiss, glänzend und so aufgeräumt! Ja, Patty hat aus ihrem älteren Haus sehr viel heraus geholt! Und ja, es wäre schön, wenn es bei uns auch heller, weisser, glänzender und aufgeräumter wäre… Nur: Hat Patty nicht einen Bub? Wohnt er nicht mehr bei ihr? Oder darf er – wie früher üblich – einfach nicht in der Stube spielen? Denn: Würde in diesem Haus ein Bub wohnen bzw. „leben“, sähe es wohl etwas anders aus, nämlich in etwa so wie bei uns:

Gute Stube, stylisches Wohnzimmer oder Kinderparadies? Die Stube im Wandel der Zeit.
Das Wohnzimmer einer Familie mit kleinen Kindern

Das Wohnzimmer im Wandel der Zeit

Für Familien ist das Wohnzimmer heute ein ständiger Aufenthaltsraum, der teilweise sogar als Durchgangsraum dient. Früher jedoch durfte die „gute Stube“ nur an Sonn- und Feiertagen betreten werden, um die gute Einrichtung und das Parkett zu schonen. Besonders Kindern war es häufig nicht erlaubt, im Wohnzimmer zu spielen – auch nicht an Sonn- und Feiertagen.

Heute ist die Stube – wie die Küche – ein zentraler Ort im Haus, der die Familie zusammen bringt und der Erholung und Entspannung dient. Unsere Kinder lieben es, in unserer Nähe oder mit uns zu spielen. Wir alle fläzen gerne auf dem Sofa rum, schauen uns eine DVD an, hören gemeinsam Musik oder vergnügen uns an tristen Sonntagen stundenlang mit Games.

Die Anforderungen, die wir als Familie an unsere Stube haben, sind deshalb vielfältig – der Spagat zwischen stylischem Wohnzimmer und Kinderparadies ist nicht einfach, aber ganz offensichtlich möglich, wie ich z.B. bei IKEA gesehen habe. Durch eine flexible Einrichtung mit cleveren Aufbewahrungssystemen können Kinderwünsche mit den Vorstellungen der Eltern in Einklang gebracht werden, so dass das Wohnzimmer schön aussieht und nicht im Chaos versinkt.

Unser Umbauprojekt wird also wohl um eine Anforderung reicher: Wir wollen ein Kinderparadies in einem stylischen Wohnzimmer – und dies bitte ohne Wohnwand mehr!

Wie haltet ihr es mit eurer guten Stube? Dürfen eure Kinder darin spielen?

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11 Kommentare

  • Lorelai
    16. Juni 2011 at 09:02

    Da unser Wohnzimmer wie in den meisten modernen Häusern offen ist und direkt in Ess-/Wohnraum und Küche übergeht, wäre es wohl seltsam, unserem Sohn den Zutritt zu verwehren, wie sollte das auch gehen. Falls man aber über einen grossen Kochbereich mit Esszimmer verfügt (offen natürlich wiederum) und sich ein kleines, separates TV-Lese-Zimmer nur für Mama und Papa reserviert, kann ich mir gut vorstellen, dass Kinder da keinen Zutritt haben. Zusätzlich sollten die Kids aber ein Spielzimmer haben. Aber wie ich gelesen habe, spielen die Kleinen bis zum Primarschulalter bevorzugt in der Nähe der Eltern, da nützt wohl ein separates Spielzimmer nicht viel…

  • Nicole
    16. Juni 2011 at 09:10

    Patty Bosers Sohn ist ja schon 7. In diesem Alter spielen die Kids wohl gerne in ihrem Zimmer. So war es jedenfalls bei den Kids meiner Schwester so. So ca. ab Schulbeginn waren die Spielsachen aus dem Wohnzimmer verschwunden. Klar, es wird mal was runtergeholt zum Spielen, aber abends ist alles wieder im Zimmer. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass das bei uns auch so sein wird. Bis dahin haben wir auch ein ziemlich ausgeklügeltes System von „versteckten Spielzeugbehältern“. Wenn nun in 2 Wochen das Laufgitter wegkommt, dann wird unser Wohnzimmer abends hoffentlich auch wieder „kinderfrei“ aussehen. Das wünsche ich mir. Ich schicke dir dann ein Foto….

  • Rita Angelone
    16. Juni 2011 at 09:38

    Lorelai, die Erfahrung, dass Kinder trotz schönem Kinderzimmer lieber bei den Eltern oder mit den Eltern spielen, machen wir auch. Ich bin gespannt, wann die Phase kommt, dass sie sich lieber zurückziehen in ihr Zimmer. Wahrscheinlich wie Nicole schreibt mit Schuleintritt.

  • Rita Angelone
    16. Juni 2011 at 09:40

    Okay, dann ist Patty Boser also keine Rabenmutter… 😉 Und natürlich wünsche ich mir auch wieder mehr Ordnung in der Stube, das ist klar. Aber ganz so „klinisch“ wie Patty wird es trotzdem nie sein bei uns. Aber egal. Das mit dem Laufgitter kann ich sooooo gut nachfühlen! Als unseres wegkam, dachte ich, ich wüsste nicht was tun mit soooo viel Platz. Aber eben – der ist grad wieder besetzt worden. Ich warte jetzt auf das Verfeuern des Wickeltisches – aber darüber haben wir ja schon mal philosophiert… 🙂

  • Papa
    16. Juni 2011 at 12:54

    Tja, es führt kein Weg dran vorbei: Wohnungen, in denen kleine Kinder leben sind nie aufgeräumt. Wirklich nie. Es scheint, als sei es den Kindern erst wirklich wohl, wenn Sie in der Fülle ihrer Spielzeuge nahezu ertrinken. ;-)))

    @ Katharina: Coole Karl-May-Sammlung habt ihr da. *neidischbin* 😉

  • Rita Angelone
    16. Juni 2011 at 12:35

    Ach, du meine Sch…! 🙂

  • Rita Angelone
    16. Juni 2011 at 12:36

    Ich mag mich erinnern, als du das alles mal eingeräumt hast…

  • Bionic Hobbit
    17. Juni 2011 at 19:04

    Ich bin meinen drei Söhnen (4.5, 2 und 2) auch ständig hinterher, um vor allem Autos aus dem (offenen)Wohnbereich wegzuräumen. Für sonstiges Spielzeug haben sie dort nicht genug Platz, aber das grösste Aergernis ist die Hampelei auf den Sofas! Dabei heult oft einer, fällt gelegentlich eine Lampe um, und die Sofas sind immer voller Rotze oder sonstigem semi-liquiden, nicht identifizierbarem Geschlirk. Sind zwar aus Leder, abwaschbar, aber kaum geputzt geht’s wieder los. Das Schlafzimmer wäre idealerweise auch eine no-go Zone, aber da müssen sie ab und zu hin auf dem Weg zur Badewanne. Seitdem ich kürzlich dem Aelteren das Wort Arschbombe erklärt habe, hüpfen die Zwillinge gerne auf unserem Bett rum und schreien „Asch-Bombeh! Asch-Bombeh!“ und lassen sich auf den Allerwertesten fallen, bis ich einen Schreikrampf kriege.

  • Rita Angelone
    17. Juni 2011 at 19:07

    Oh je, Bionic Hobbit, ich kenn das mit dem Sofa auch und dem Geschlirk auch. Nur etwas ist anders: bei uns ist das Schlafzimmer SPERRGEBIET! Noch. Und, ja, in diesem Fall erkläre ich meinen niemals, was eine Arschbombe ist.

  • Nicole
    19. Juni 2011 at 12:38

    @Papa: Mmh, gerade eben sitze ich mit dem PC im Wohnzimmer, das (natürlich) vollgestellt ist mit Spielzeug. Aber bei uns ist es eben abends jeweils so, dass wir gemeinsam aufräumen. Die Kinder lernen so, aufzuräumen, und mein Mann und ich haben zumindest nach dem Schlafengehen der Kinder ein aufgeräumtes Wohnzimmer.
    @Rita: Ganz spontan ist gestern das Laufgitter schon rausgeflogen, da ich es nicht mehr mitansehen konnte. Mitten im Aufräumen mit den Kindern habe ich den Inhalt des Laufgitters auch noch rausgeräumt (worauf der Grosse sich natürlich beschwert hat, dass ich eine Sauerei mache statt aufzuräumen…). Der Grosse und ich haben dann ganz toll aufgeräumt und waren am Schluss beide stolz auf uns.
    @Bionic: O je, das mit der „Arschbombe“ werde ich dann also auch nie erklären, aber das Rumhüpfen auf dem Sofa scheint ein Kinder-Dauerbrenner zu sein.

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