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Osterfladen und Pastiera Napoletana

Osterfladen und Pastiera Napoletana
Osterfladen

Von Nord bis Süd – backen an Ostern

Osterzeit ist Backzeit. Zu den beliebtesten Oster-Köstlichkeiten gehören Osterfladen. Die einen bereiten ihn mit Griess oder mit Reis zu, die anderen mit gekochtem Weizen. Worin sich ein Schweizer Osterfladen von seiner süditalienischen Schwester, der Pastiera Napoletana, unterscheidet, erklären wir euch in diesem Beitrag. Und verraten euch die entsprechenden Rezepte!

Osterköstlichkeiten aus Italien und der Schweiz

Der Osterfladen ist ein grosser runder Kuchen, den man zu Ostern backt und früher auf die Berge trug, um ihn beim Sonnenaufgang zu verzehren. Wahrscheinlich ein Sinnbild für die Erde, die von Ostern an wieder fruchtbar ist und Nahrung bringt. Der Ostefladen wurde mit den zu Ostern in der Kirche gesegneten Eiern und der Osterbutter zum Fastenbrechen gegessen. Nun habe ich endlich das Betty Bossi Rezept für einen Osterfladen mit Rahm ausprobiert, das ich schon seit einiger Zeit gehortet hatte. Das Resultat ist fantastisch! Der Osterfladen schmeckt so fein wie eine Nidelwähe und das dezente Zitronenaroma verleiht ihm einen Hauch Frühlingsfrische – wirklich zu empfehlen!

Osterfladen und Pastiera Napoletana
Pastiera Napoletana

Das italienische – nein, das neapolitanische – Pendant dazu ist „La Pastiera Napoletana“. Die Legende besagt, dass die schöne Meeresjungfrau Partenope aus sieben wertvollen Zutaten, die sie von den Bewohnern des Golfs von Neapel als Dank für ihren betörenden Gesang erhielt, eine Pastiera schuf. Wenn man das hört und wenn man eine echte neapolitanische Pastiera schon mal geniessen durfte, dann überkommt einen die Lust, selber eine Pastiera zu backen:

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Pastiera napoletana

La Pastiera Napoletana ist das Pendant des Schweizer Osterfladens.
Gericht: Dessert
Land & Region: Italienisch
Keyword: festlich

Zutaten

für die Weizenfüllung

  • 200 Gramm gekochter Weizen
  • 25 Gramm Butter
  • 80 Gramm Milch
  • ein Stück Zitronenschale
  • etwas Salz

für die restliche Füllung

  • 200 Gramm Ricotta
  • 180 Gramm Zucker
  • 20 Gramm Honig
  • 20 Gramm Milch
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb
  • 1-2 EL Orangenblütenwasser
  • Puderzucker
  • 1 runder Blätterteig

Anleitungen

  • Den über Nacht im Wasser eingelegten Weizen rund eine Stunde kochen und mit Milch, Butter, Salz un Zitronenschale ein paar Minuten lang unter ständigem Rühren kurz vor dem Kochen bringen. Auskühlen lassen.
  • Ricotta und Zucker gut vermengen und kurz im Kühlschrank abkühlen lassen.
  • Zitronenschale aus der Weizenmasse entfernen und die Masse mit dem MIxer pürieren, um eine feine Konsistenz der Füllung zu erreichen.
  • Den Honig in die Ricotta-Zucker-Masse untermischen. Die Weizenfüllung dazu geben. Alles sehr gut mischen. Die Eier und das Eigelb dazu geben und mit Orangenblütenwasser sowie Milch mischen und etwas Zitronenschale dazu reiben.
  • Die Füllung in die mit Blätterteig ausgelegte Springform (~25 cm Durchmesser) einfüllen. Mit den Teigresten die Pastiera verzieren.
  • Die Pastiera rund 1 Stunde im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen goldig backen. Sobald die Pastiera ausgekühlt ist, mit Puderzucker bestäuben.

Notizen

Wer es – wie die Italiener – noch etwas süsser und deftiger mag, kann die Pastiera mit einem Mürbeteig zubereiten und eine oder zwei handvoll kandierte Früchte unter die Füllung mischen!
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Was backt ihr zu Ostern?

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Osterzeit ist Backzeit. Zu den beliebtesten Oster-Köstlichkeiten gehören Osterfladen. Die einen bereiten ihn mit Griess oder mit Reis zu, die anderen mit gekochtem Weizen. Worin sich ein Schweizer Osterfladen von seiner süditalienischen Schwester, der Pastiera Napoletana, unterscheidet, erklären wir euch in diesem Beitrag. Und verraten euch die entsprechenden Rezepte!

Ein weiteres feines Rezept für die Pastiera Napoletana findet ihr bei meiner Blogger-Kollegin Amelia von Delizie d’Amelia: Pastiera Napoletana

Weitere einfache und familientaugliche Alltagsrezepte findet Ihr unter der Rubrik La Cucina Angelone.

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2 Kommentare

  • Cinzia
    10. April 2022 at 22:59

    Liebe Rita
    Dieses Rezept MUSSTE ich mir genau anschauen.
    Ich finde es toll, dass eine Köstlichkeit wie die PASTIERA NAPOLETANA so viel Aufmerksamkeit bekommt, aber….Blätterteig wird auf keinem Fall dafür gebraucht, sondern einen selbstgemachten Mürbeteig. Dies, weil die Pastiera nach 1-2 Tagen noch besser schmeckt (sie wird ja traditionsgemäss vor Ostern gebacken) und der Blätterteig somit völlig matschig werden würde.
    Das Originalrezept enthält auch kandierte Früchte (ja…die Neapolitaner mögen es seeeehr süss). Weiterhin sollte man darauf achten, dass die Ricotta nicht von einer bekannten, italienischen Supermarkt-Marke verwendet werden soll, weil diese zu cremig ist und niemals an einer frischen Ricotta (gibt’s bei vielen italienischen. Feinkostladen oder…wenn wirklich nichts anderes geht…die frische Ricotta aus dem Tessin – findest Du in größeren COOP Filialen) ran kommt.
    Sorry, wenn ich das hier so tüpflischisser-mässig korrigiere, aber die neapolitanische Küche ist ein Kunstwerk und gewisse Kunstwerke kann man nicht (ver)fälschen.
    Con affetto
    Cinzia

  • Rita Angelone
    11. April 2022 at 16:57

    Liebe Cinzia, danke für deine geschätzte Rückmeldung – ich finde es immer toll, wenn meine Leser:innen ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit mir teilen. Die Rezepte aus der Cucina Angelone sind stets so abgewandelt, wie wir die Sachen kochen oder backen bzw. wie wir uns ab und zu die Arbeit auch leichter machen möchten. Die Pastiera ist per se ein eher aufwändiger Osterfladen und deshalb haben wir uns für Blätterteig entschieden. Und sogar für einen gekauften 🙂 Einerseits gibts die Pastiera mit Blätterteig tatsächlich genau so im Gambrinus in Neapel und andererseits gehts einfach schneller. Wir haben bewusst auf Mürbeteig verzichtet, weil die Pastiera für uns sonst einfach zu süss und zu schwer wird. Eins kann ich aber versichern: Der Blätterteig wird auf keinen Fall matschig. Genauso haben wir die kandierten Früchte weggelassen – ausser mir mag sie in der Casa Angelone niemand… Ich werde das Rezept aber aufgrund deiner Rückmeldung mit diesen Notizen ergänzen! Wer mag und Zeit hat, kann/soll sie mit Mürbeteig machen und so viele kandierte Früchte beimischen wie man will! Es gibt – so viel ich weiss – ohnehin nicht DAS Pastiera Rezept, sondern jede Familie hat sein eigenes. Und meist wird es nicht verraten. Ich habs wie so oft nach einem Rezept von Giallo Zafferano gemacht und dieses auf unsere Bedürfnisse angepasst. Nun wünsche ich dir Buona Pasqua und sende dir liebe Grüsse, Rita

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