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Family-City-Trip nach Wien: Eine Reise durch die Geschichte

Family-City-Trip nach Wien: Eine Reise durch die Geschichte
Das Parlamentsgebäude an der Wiener Ringstrasse

Nach einem intensiven ersten Tag voller Eindrücke waren wir am Sonntagvormittag bereit für eine Stadtführung. Tour Guide Ilse Heigerth hat uns entlang der Wiener Ringstrasse durch das Stadtzentrum geführt und uns auf kinderfreundliche Art und Weise sehr viel Spannendes und Interessantes über die Geschichte,  Strassen und Gebäude von Wien erzählt.

Wien liegt historisch gesehen an einem Schnittpunkt von Kulturen und Verkehrswegen, an der einstigen Bernsteinstrasse und der Donau. Mit den Römern begann Wiens eigentliche Siedlungsgeschichte. Später wurde Wien zur Herzogenresidenz der Babenberger und unter den Habsburgern war Wien schliesslich über 600 Jahre lang kaiserliche Reichshauptstadt.

Von der pompösen Kaiserstadt hat sich Wien zu einer modernen, wirtschaftlich bedeutenden Metropole gewandelt. Heute zählt Wien rund 1,8 Millionen Einwohner, was bedeutet, dass ein knappes Viertel aller Österreicher hier lebt und Wien die siebtgrösste EU-Stadt ist. Die Weltstadt ist eines der vier UNO-Hauptquartiere und Sitz zahlreicher internationaler Organisationen. Die UNESCO hat zudem die historische Innenstadt, die eindrücklich von der imperialen Vergangenheit zeugt, zum Weltkulturerbe erhoben.

Besonders eindrücklich: Die Hälfte des Wiener Stadtgebietes ist Grünfläche, die aus Gärten, Parks, Wald und landwirtschaftliche genutzten Flächen besteht. 40% aller Wege in Wien werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt – ein Europarekord!

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Die Stallburg: Lipizzaner auf dem Weg ins Training

Die Spanische Hofreitschule haben wir zwar nicht besucht, aber dafür einen Blick in die eindrückliche Stallburg geworfen, Wiens bedeutendstem Renaissancegebäude, in welchem die Lipizzanerhengste seit mehr als 400 Jahren untergebracht sind. Dabei haben wir grosses Glück gehabt und die zauberhaft schönen Lipizzaner gerade auf dem Weg zu ihrem Training von nächster Nähe betrachten können!

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An jeder Ecke: Zeugen der imperialen Vergangenheit

Unser Stadtspaziergang brachte uns auch in die Schönlaterngasse – eine sagenumwobene, kleine und verwinkelte Gasse, die nach dem Haus „Zur schönen Laterne“ (Nr. 6) benannt ist. Sie befindet sich in einem der ältesten Viertel der Stadt und weist einige prominente alte und ganz schöne Gebäude auf.

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Idyllische Gässchen im mittelalterlichen Teil Wiens

Das berühmteste Haus der Schönlaterngasse ist das Basiliskenhaus (Nr. 7): Eine bekannte Wiener Sage erzählt, dass im Hausbrunnen des Hauses im Jahre 1212 ein Basilisk hauste. Ein Bäckerbub bemerkte das Ungeheuer und wollte es vor einer angesammelten Menschenmenge beseitigen. Der Junge stieg mit einem Spiegel in den Brunnen herab. Man hatte ihn vorher gewarnt, dass der Blick eines Basilisken ein Lebewesen in Stein verwandelt. Unten angekommen hielt der Bub dem Basilisken den Spiegel vors Gesicht, worauf dieser zu Stein wurde. Heute zeigt ein Fresko an der Hausmauer des Hauses die Heldentaten des Jungen.

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Sagenumwoben: Das Restaurant Basilisk

Im Basiliskenhaus befindet sich heute das Restaurant Zum Basilisk, ein typisches Wiener Beisl mit rustikaler Einrichtung mit viel Holz, Bleiglas, edlen Metallen und figuralem Schmuck. Nicht nur der holzgeschnitzte Tresen ist einen Besuch wert, sondern auch die Karte mit typischen urwiener Schmankerln, wie zum Beispiel Tafelspitz, Zwiebelrostbraten, Gulasch, Kaiserschmarrn oder Palatschinken!

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Sagenhaft fein: Kaiserschmarrn und Palatschinken

Nach Beendigung der Stadtbesichtigung und einem feinen Mittagessen führten wir die Citytour auf eigene Faust weiter und nahmen uns viel Zeit, um den Stephansdom zu besuchen.

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DAS Wahrzeichen Wiens: Der Stephansdom

Im 12. Jahrhundert wurde mit dem Bau des Stephansdoms begonnen – heute ist er das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs. Der Stephansdom ist 107 Meter lang und 34 Meter breit. Er besitzt vier Türme. Der höchste ist der Südturm mit 136 Meter.

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Spektakulär: Der Aufstieg in die Türmerstube

Selbstverständlich mussten wir die 343 Stufen zur Türmerstube nehmen, von der aus wir einen gigantischen Ausblick über Wien genossen haben! Als Türmerstube wird übrigens der Wohn- und Aufenthaltsraum des Türmers bezeichnet. Von dort aus beobachtete er im Auftrag der Stadt mögliche Brände oder herannahende feindliche Kräfte.

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Die Türmerstube: Atemberaubender Aussichtspunkt

Auf dem Weg zurück Richtung Hofburg haben wir noch die sehr schöne Peterskirche besucht. Sie befindet sich auf dem Petersplatz neben dem Graben, eine der bekanntesten Strassen im Fussgängerzentrum der Altstadt, wo übrigens auch die sehr interessante und etwas furchterregende Pestsäule steht. Die Peterskirche verschwindet fast zwischen den hohen Häusern und man sieht sie erst, wenn man davorsteht. Sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Farbenprächtig: Die Peterskirche

Ein Kontrapunkt zur barocken Peterskirche setzt die im gotischen Stil erbaute Augustinerkirche. In der Hofpfarrkirche fanden zahlreiche Trauungen des Kaiserhauses statt, wie zum Beispiel diejenige von Kaiserin Maria Theresia mit Franz Stefan von Lothringen oder Kaiser Franz Joseph und Sisi.

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Wunderbare Kulisse für kaiserliche Traumhochzeiten

Zum Ende dieses laufintensiven Tages freuten sich unsere Buben sehr auf den Besuch der Schatzkammer! Hier befindet sich der wichtigste Kronschatz aus dem Mittelalter sowie die Krone Kaiser Rudolfs II.

Nebst funkelnden Kronen und wertvollen Juwelen kann man auch prachtvolle Gewänder und wertvolle Deko- und Möbelstücke aus Silber und Gold bestaunen. Die Schatzkammer hat keinesfalls nur die Herzen unserer Buben höher schlagen lassen, sondern ganz besonders fest auch meins!

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Meine Güte, was für eine Krone!

Auch wenn unser „Sightseeing-Tag“ ziemlich anstrengend war, so verfügten wir nach einer Erholungspause im Hotel doch wieder über genügend Energie, zum Nachtessen das unweit gelegene Amerling Beisl am Spittelberg zu besuchen.

Der Spittelberg mit seinen kleinen, romantischen Gassen und den charmanten Biedermeierhäusern liegt gleich neben dem MuseumsQuartier. Vom Bier-Beisl über schicke Bar, vom gediegenen Restaurant bis zum beliebten Studentenlokal – im Spittelberg findet man eine lebendige Lokalszene, die uns sehr gut gefallen hat. Die meisten Lokale locken im Sommer mit sogenannten „Schanigärten“, wie man in Wien die Gartenwirtschaften nennt. Im coolen Amerling Beisl haben wir zwar nicht in einer klassischen Gartenwirtschaft gegessen, sondern im sehr idyllischen Innenhof.

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Trendquartier: Der Spittelberg

Morgen fahren wir mit unserer Reportage weiter und freuen uns, wenn ihr auch die nächsten Teile unserer Reiseberichterstattung verfolgt! Den ersten Teil der Reportage findet ihr hier:

Kennt ihr Wien? Wart ihr auch schon mit euren Kindern da? Kennt ihr die von uns am zweiten Tag besuchten Orte schon?

Diese Berichterstattung ist in Zusammenarbeit mit Austria Tourismus und Wien Tourismus entstanden. Wir bedanken uns herzlich für die tolle Unterstützung bei der Reiseplanung und Durchführung!

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