Familienleben Medienkompetenz

„ER“ ist der Controller – noch!

Die „Büchse der Pandora“ blieb – wen wunderts –  nicht lange unter Verschluss. Aber nicht, weil sich die Buben an sie heran gemacht hätten. Nein, es war das Familienoberhaupt, das nicht mehr warten konnte und in Anbetracht des nahenden „Formel-1-Starts“ auch einen guten Grund ins Feld führen konnte, um sich nicht nur den Controller unter den Nagel zu reissen, sondern auch gleich den Fernseher zu besetzen:

Es sei ein „Warm up“ in zweierlei Hinsicht – einerseits müsse er für den Grand-Prix in Bahrain fit sein, andererseits bereite er sich lieber schön langsam mit etwas Bekanntem auf das neue Gamen „ohne Controller“ vor.

Tipps für Familien im Umgang mit Spielkonsolen

Da meine Recherchen bezüglich Tipps für Familien im Umgang mit Spielkonsolen noch nicht ganz beendet ist, lasse ich ihm diese „Angewöhnungszeit“. So viel habe ich aber bereits zusammen getragen:

  • Die Spieldauer muss ganz klar im vornherein festgelegt und konsequent eingehalten werden (Faustregel für Kinder im Vorschulalter: höchstens 30 Minuten täglich).
  • Es ist wichtig, nicht nur auf die Alterszulassung der Spiele zu achten (PEGI oder USK), sondern auch auf die  Inhalte.
  • Am besten spielt man das Spiel selber und fragt sich, ob man die Inhalte selber akzeptieren kann, ob die Spielstrategie aufbauend und konstruktiv ist, was das Kind beim Spielen lernen kann und ob es das Spiel auch gut gemeinsam mit anderen Kindern spielen kann.
  • Anschliessend bespricht man mit den Kindern das Spiel und den Inhalt.

Sind Computergames pädagogisch sinnvoll?

Heutzutge wird die Haltung vertreten, dass Spielverbote keine Lösung sind. Sinnvoller ist es, mit den Kindern ihre Spiele zu spielen, sich über diese Spiele zu unterhalten und so zu erfahren, worin der Reiz dieser Spiele liegt. Im Gespräch kann dieser Reiz mit dem Kind hinterfragt und relativiert werden.

Führen Computergames zu Gewalt?

Es gilt die Meinung, dass Computerspiele nie direkt zu Gewalttätigkeit führen – sie können aber bereits vorhandene aggressive Verhaltensweisen verstärken. Wenn ein Kind ein Spiel faszinierend findet, so sagt das etwas über die Lebenssituation des Kindes bzw. des Jugendlichen aus. Computerspiele sprechen nur an, was so oder in ähnlicher Form im Leben der Spielenden tatsächlich eine Rolle spielt. Konkret bedeutet dies, dass ein Kind, das sich besonders für sehr gewalthaltige Spiele interessiert, auch neben dem Spiel ein problematisches Verhältnis zu Gewalt hat.

Am besten, gleich selber mitspielen

Für Eltern, die selber keine Computerspiele nutzen, ist es schwierig heraus zu finden, welche Spiele für das Kind geeignet sind. Deshalb unterstützt Pro Juventute mit „Gametest“ Eltern in diesem Teil der Erziehungsarbeit.

Auf das ausgiebige Warm-up des Familienoberhaupts folgt also schon bald ein erstes Vorbereitungsspiel „ohne“ Controller – dafür mit Mamma!

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