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Elterntipps: Stadtbesichtigung zum Nulltarif

Städtereisen gehen ins Geld, vor allem wenn man die Sprösslinge im Schlepptau hat. Da eine Führung, dort ein Eintritt, hier eine Besichtigung – das Portemonnaie ist schnell gezückt und das Tagesbudget überschritten. Doch keine Angst: Jede Stadt bietet kostenlose Angebote.

So sind zum Beispiel in London, wo ich kürzlich mit meiner Familie weilte, eine Vielzahl an Museen gratis zu betreten. Und natürlich sind auch die Parks mit allen Annehmlichkeiten (Spielplätzen, Brunnen) kostenlos zugänglich. Oft braucht man auch für Kirchen, historische Gebäude oder öffentliche Räumlichkeiten kein Ticket zu lösen. Mit der Zeit wird die Jagd nach Gratisangeboten fast zum Sport. Denn man achtet genauer drauf, was man so unternehmen kann, ohne einen Rappen auszugeben.

Zum Beispiel Mailand: Die lombardische Modemetropole wirbt mit zahlreichen Gratisangeboten – eine kleine Kostprobe gefällig?

  • Die Stadtmuseen sind täglich ab 16.30 Uhr (eine Stunde vor Schliessung) und dienstags ab 14.00 Uhr kostenlos zu besichtigen. Unter www.turismo.milano.it sind zwölf davon aufgelistet.
  • Abgesehen vom Mailänder Dom können sämtliche Kirchen der Stadt betreten werden, ohne ein Ticket zu lösen. Das Gute daran: Sie beherbergen eine Vielzahl an Kunstwerke.
  • Solltet ihr das Glück haben, am ersten Sonntag eines jeden Monats in Italien zu weilen, kommt ihr in den Genuss des monatlichen „Museums-Sonntag“. Diese Initiative ist vom Kulturministerium auf die Beine gestellt worden – auf der offiziellen Homepage des Kulturministeriums finden sich weitere Informationen: www.beniculturali.it
  • Ihr wollt Mailand von oben sehen? Jeden Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr kann man von der Terrasse „Belvedere“ des Palazzo Lombardia aus (Piazza Città di Lombardia) die Aussicht über die Stadt geniessen. Das Gebäude ist über 160 Meter hoch und galt bis zum Bau des Unicredit-Turmes, der unweit vom Palazzo liegt, als höchstes Gebäude der Stadt.
  • Mailand hat eine grosse grüne Lunge, die aus über 50 Parks, Grünflächen und Gärten besteht, warum also nicht einen Spaziergang im Park unternehmen und die Seele baumeln lassen, während sich die Kids austoben?
  • Botanischer Garten mit astronomischem Museum: Mmh, mal was anderes, auch für (Schul-)Kinder, nicht? Beim Palazzo Brera findet sich ein botanischer Garten aus dem 18. Jahrhundert sowie ein astronomisches Museum, beides zum Nulltarif!
  • Zum Austoben kann man mit der Familie auch zum Idroscalo gelangen: Dort gibt es ein künstliches Wasserbecken, wo man diverse Sportarten ausprobieren kann – Jogging, Skateboard, Rollschuh oder Sportfischen. Auch kann man den „Cross Country“-Parcours benutzen und Mountain Bike fahren. Und – hört, hört! – das „Villaggio del Bambino“ und der „Aulì Ulé“, der Garten der vergessenen Spiele und der Kunstpark, sind ebenfalls kostenlos zugänglich (Via Circonvallazione Segrate, www.idroscalo.info).

Auf www.turismo.milano.it finden sich noch mehr Gratisangebote. Na dann – viel Spass bei der Entdeckungstour!

Und was für Tipps habt ihr für Gratisangebote in Städten? Wie und wo sucht ihr danach? Wie findet ihr sie?


Sarah Coppola-Weber ist gebürtige Ostschweizerin mit italienischem Pass. Sie lebt mit einem neapolitanischen Ehemann, zwei Töchtern (16 und 13) und einem Sohn (9) seit 17 Jahren in der Nähe von La Spezia. Für “Die Angelones” schreibt die ausgebildete Doula über Familien -, Gesundheits- und Ernährungsthemen sowie Themen, die Eltern den Alltag mit ihren Sprösslingen erleichtern und lässt dabei die LeserInnen am facettenreichen italienischen Alltag teilhaben, wo der Ausnahmezustand oft an der Tagesordnung und von „dolce far niente“ keine Spur ist!

Mehr über Sarah und ihre Familie erfahrt ihr in im spannenden Interview, das wir mit ihr führen durften!

Seid gespannt auf Sarahs nächsten Beitrag, wenn sie uns vom Jahr berichten wird, das noch so neu und frisch riecht, ganz so wie kalter Kaffee…!

Sarahs bisher erschienenen Beiträge könnt ihr hier nachlesen:

Aus dem Leben einer Doula:

Elterntipps:

Dolce Vita:

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