Familienleben

Einmal Pfadi – immer Pfadi?

Einmal Pfadi immer Pfadi

Die Fünkli – die kleinen Pfadfinder

Unsere Buben sind vor zwei Wochen zum ersten Mal in die Pfadi, zu den Fünkli. Dass die Pfadi dieses Jahr ihr 100 Jahre Jubiläum feiert, wusste ich nicht – das Plakat habe ich erst gestern gesehen.

Pfadi

Die erste Bubenpfadi wurde 1912 gegründet. Seither hat sich vieles verändert, aber ganz vieles ist auch gleich geblieben: Feuer, Dreck, Abseilen, Zelten, Antreten, Taufe, Rufnamen wie Tirggel, Chinchilla oder Pieps und viele andere Verrücktheiten sind geblieben!

Die meisten Pfadi-Rituale dienen dazu, den Zusammenhalt in der Gruppe zu stärken, indem man sich gleich kleidet, die Übung zusammen beginnt und sich zu gemeinsamen Werten bekennt. Wer schon mal den Abteilungsruf mitgebrüllt hat, weiss um die berauschende Wirkung dieses Gemeinschaftsgefühls. Andere Rituale, etwa der Übertritt oder die Taufe, sind eigentliche Übergangsriten. Die Pfadibewegung hat viele Gesichter. Jede Einheit praktiziert ihre Rituale ein bisschen anders: Während einige nach der Übung immer noch ein strammes Abtreten exerzieren, beenden andere den Tag mit einem schwungvollen Ti-ei-ei. Ebenso vielfältig sind die Traditionen und Anlässe der Abteilungen.

Pfadi Fünkli

Die Fünklis sind die kleinsten Pfadis im Alter zwischen 4 und 6 Jahren. Beim kreativen Spiel lernen die Kinder den Umgang mit anderen, miteinander zu teilen und gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Die Nachmittage enden meist mit einem Höhepunkt. So wird zum Beispiel ein Schatz gefunden, ein Ziel erreicht oder eine Aufgabe gelöst. Natürlich steht aber vor allem die Freude im Vordergrund.

Einmal Pfadi, immer Pfadi? Wir werden sehen. Wenn unsere Buben uns Eltern nacheifern, dann ja. Denn sowohl das Familienoberhaupt als auch ich waren jahrelang bei der Pfadi dabei – er bei den Wölfen und ich bei den Bienli!

Wart Ihr Eltern auch bei der Pfadi? Eure Kinder jetzt auch?

Weitere Beiträge zum Thema „Pfadi“, die wir bereits verfasst haben, könnt ihr unter nachfolgenden Links lesen:

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8 Kommentare

  • Bionic Hobbit
    28. April 2012 at 07:53

    Ich war beim CVJM, mein Bruder bei den Pfadi. War echt toll. Ich bin aber erst so mit 7-8 beigetreten und ich möchte noch so lange wie möglich unsere Samstage selbst bestimmen können, bevor ich die Jungs in die Pfadi schicke. Ansonsten finde ich das eine echt gute Sache, Kinder lernen, mitzumachen und später auch, Verantwortung zu übernehmen. Bei einem schlimmen Unfall, der sich letztes Jahr (?) ereignet hat, habe ich mich zwar gefragt, ob das Risikoverhalten heute bei den Pfadi höher ist. Es reicht nicht mehr, Seilbrücken zu bauen und abzuseilen, sondern man muss grad 100m abwärts gegen einen Baum sausen. Aber man muss ja nicht immer ans Schlimmste denken.

  • Doris
    28. April 2012 at 07:57

    Ich war nicht nur bei der Pfadi, sondern leitete viele Jahre zuerst die Kleinen (bei uns die „Wölfli“) und dann die Meitli-Pfadi. Diese Zeit hat mich sehr geprägt, hat mir viele schöne Erinnerungen geschenkt und mir so manches für mein späteres Leben mitgegeben. Leider ist die Pfadi in unseren Gemeinden verschwunden, sonst hätte ich meine Kinder gerne auch an dieser Erfahrung teilhaben lassen.

  • Katharina
    28. April 2012 at 09:16

    Ich selber habe die ganze Pfadikarriere hinter mir (Bienli, Pfädi, Raiders, habe selber Wölfli geleitet,….), bin dann aber aus meinem Heimatkanton weggezogen und habe den Kontakt ein wenig verloren. Mein Mann fand Pfadi doof (aber nicht Wald, Bräteln,…)
    Wir gehen schon jetzt als als Familie viel raus, Grillieren, im Wald „stromern“, entdecken etc., mal schauen was in ein paar Jahren interessanter wird.

  • Rita Angelone
    28. April 2012 at 15:32

    @Bionic: Das mit den Samstagen behagt mir auch nicht so recht. Doch die Fünkli treffen sich i.d.R. nur alle 14 Tage und meist kommt eh noch was dazwischen – wie Feiertage und Ferien – so dass es doch nicht so schlimm ist. Vor 14 Tagen waren unsere in der Pfadi und nächstmals ist es Mitte Mai… Easy.

  • Rita Angelone
    28. April 2012 at 15:34

    @Doris: Super, da „lupfe“ ich meinen Hut vor solchen jungen Führern und Führerinnen und finde, dass das ganz tolle Möglichkeiten sind, um Erfahrungen zu sammeln.

  • Rita Angelone
    28. April 2012 at 15:35

    @Katharina: Das dachte ich mir irgendwie schon… das passt zu dir. Und ja, mal sehen, wies weiter geht und eben … Pfadi hin oder her – wir gehen auch so in den Wald und Wandern und Grillen etc. etc…. !

  • Nicole
    28. April 2012 at 17:31

    Bei uns im Dorf hätte ich als Mädchen in den Blauring gehen müssen – das fand ich doof. Wäre gerne in die Pfadi. GG kennt das gar nicht, weil er ja in D aufgewachsen ist. Mal gucken, was unsere Kids da mal machen.

  • SomeintPhia
    30. April 2012 at 09:02

    Grandios, dass Ihr den Buben die Tür zur Pfadi öffnet. Das eine geniale Freizeitbeschäftigung und fördert den Zusammenhalt der Jungen.

    Bei uns gabs den Blauring (Mädels) und die Jungwacht (Jungs), doch gehörte ich da – bedingt durch Sportaktivitäten – nicht all zu lange dazu. Hab noch gar nicht ausfindig gemacht, obs an unserem Wohnort die Pfadi gibt, schleunigst nachholen!

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