Medienkompetenz

Päckliflut: Doppelt so viel und in der Hälfte der Zeit, bitte!

Gut gemacht: Wir haben unser Päckli termingerecht zugestellt bekommen!

Habt ihr euch auch schon einmal überlegt, wie die Päckli, die in euer Haus flattern, überhaupt den Weg zu euch finden, wie sie genau zu euch gelangen?

Vorgestern hatte ich die einmalige Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Journalisten und Bloggern einen Blick hinter die Kulissen der hochmodernen DPD-Verteilerzentrale in Buchs ZH zu werfen, die täglich von über 65‘000 Paketen passiert wird. Dabei hat uns CEO Tilmann Schultze sehr spannende Einblicke in die Branchen-Trends und Umbrüche im Paketgeschäft gewährt.

Immer mehr und immer schneller: Der Päcklikunde ist König

Machtwechsel: Wars früher der Absender, so ist heute der Empfänger der König!                          (Bildcredit: Yvonne Stutz)

Aufgrund der rasant steigenden Online-Einkäufe in den letzten Jahren wächst das Paketgeschäft enorm. Bis 2025 rechnen Experten gar mit einer Verdoppelung des heute schon riesigen Volumens. Immer mehr Pakete werden an private Empfänger zugestellt. Während die Menge der zugestellten Pakete steigt, werden gleichzeitig die Verarbeitungszeiten immer kürzer: Die Hälfte der Kundschaft wünscht heutzutage nämlich eine Zustellung des Pakets bereits am nächsten Tag!

Die letzte Meile: Trotz Digitalisierung noch sehr viel Manpower

Automatisierung und Digitalisierung hin oder her: Ohne Mensch funktioniert es (immer noch) nicht! (Bildcredit: Yvonne Stutz)

DPD ist mit insgesamt über 800 eigenen Depots in über 40 europäischen Ländern vertreten und gehört mit über 24’000 Mitarbeitenden zu den führenden Anbietern im Express- und Paketgeschäft in Europa. In der Schweiz ist DPD einer der grössten privaten Paketdienstleister und stellt mit 900 Mitarbeitenden und Fahrern an 12 Standorten jährlich über 16 Millionen Pakete zu.

Die Pakete werden der Verteilerzentrale angeliefert, dort sortiert und dann wieder ausgeliefert – an Unternehmen oder an Endkunden. Rund 50 Lastwagen pro Tag fahren in Buchs ein und aus – meist frühmorgens oder spätabends.

Trotz Digitalisierung und Innovationen ist die Paketzustellung immer noch eine Arbeit, die nicht ohne Menschen auskommt. Vor allem auf der sogenannt letzten Meile auf dem Weg zum Kunden, auf welcher die Kuriere zum Einsatz kommen.

Soziale Verantwortung: DPD setzt auf Total Zero


DPD hat sich dazu verpflichtet, jedes Paket klimaneutral zu transportieren. Die CO2-Emissionen werden laufend gemessen und die Unternehmung arbeitet aktiv daran, diese zu reduzieren. So wird zum Beispiel die Effizienz des Transportnetzwerks durch Tourenoptimierung gesteigert oder an innovativen Zustelllösungen gearbeitet.

Die nicht vermeidbaren Emissionen kompensiert DPD durch Offsetting-Engagement. Das heisst: Die Unternehmung finanziert Projekte für erneuerbare Energien und eine saubere Energieerzeugung. In diesem Rahmen gleicht DPD den CO2-Ausstoss aus, der nicht nur durch den Transport der Pakete, sondern auch durch den Betrieb ihrer Depots oder aber Verpackungsmaterial entsteht.

Facts & Figures rund um das e-Shopping

Wie funktionieren wir eigentlich in Sachen „Päcklipost“?

  • Die Internet-Penetration in der Schweiz ist mit 87% höher als im Resten Europas (81.5%). Allerdings shoppen nur 44 % der Schweizer online. Das Potenzial für die Zukunft ist also sehr gross!
  • In Europa generieren die sogenannten „Heavy Buyers“ 85% der Onlinekäufe, in der Schweiz erreichen die Heavy Buyers, welche einen Drittel der e-Shoppers ausmachen, gar eine Rate von 89%. Im Schnitt führen sie jährlich 29 Bestellungen pro Jahr aus!
  • Schweizer e-Shoppers – insbesondere Heavy Buyers und Millenials –  liegen im Bereich Mode gar über dem europäischen Durchschnitt.
  • Online werden allen voran Mode, Bücher und Schuhe gekauft.
  • Mehr als die Hälfte der e-Shoppers in Europa haben bereits Käufe auf ausländischen Webseiten getätigt. In der Schweiz sind es gar 79%, die Ware aus dem Ausland beziehen.
  • Die wichtigsten Gründe für das e-Shopping im Ausland sind günstigere Preise als Zuhause und die Verfügbarkeit ganz spezieller Produkte.
  • Die meisten Schweizer e-Shopper (90%) wünschen die Paketlieferung nach Hause.
  • Heavy Buyers wollen jederzeit über Echtzeit-Informationen zum Auslieferungsprozess des bestellten Pakets verfügen und die Möglichkeit haben, den Prozess gemäss ihren Bedürfnissen anzupassen

Paketlogistik: Was bringt die Zukunft?

Wer oder was wird in Zukunft die Pakete ausliefern?

Eine Auslieferung von Paketen via Drohne oder Roboter ist sicher ein Zukunftsthema, allerdings nicht für das Massengeschäft. Vielmehr werden ausgeklügelte Abholstationen oder Schliessfachsysteme zum Einsatz kommen, um den Kundenwünschen gerecht zu werden. Auch die Zustellung durch Real-Time-Lokalisierung via GPS-Koordinaten an irgendeinen Ort, wo sich der Kunde gerade befindet, ist denkbar. Eins ist auf jeden Fall klar: Die Kunden wollen immer flexibler entscheiden können, wann und wo sie die Lieferung in Empfang nehmen wollen, weshalb laufend an noch flexibleren Zustellservices wie zum Beispiel Follow My Parcel gearbeitet wird, mit denen der Anteil der erfolgreichen Erstzustellungen erhöht werden kann.

Bildcredit: Yvonne Stutz

Die nachfolgenden Bilder vermitteln euch weitere Eindrücke, wie es im Verteilerzentrum aussieht:

Wie oft bestellt ihr online? Wohin lässt ihr euch das Paket liefern? Welche Anforderungen stellt ihr an die Paketlieferung?

Vielen Dank an DPD für den gewährten Einblick hinter die Kulissen sowie für die zur Verfügung gestellten Informationen!

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