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Die Zecken kommen mit dem Frühling

Im Frühling ist die Gefahr eines Zeckenbisses besonders gross. Steigen die Temperaturen dauerhaft auf über 7 Grad an, kommen die Zecken aus ihren Verstecken: Die ungeliebten Viecher verstecken sich in Sträuchern und auf Grashalmen und haben nach der langen Winterperiode grossen Appetit. 

Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) zählt der ganze Kanton Zürich zu den FSME-Risikogebieten, in denen die virale Infektionskrankheit gehäuft auftritt. Grund genug, sich noch einmal zu vergegenwärtigen, wie man sich und seine Kinder am besten vor Zecken schützt. 

  • Besonders bei Kindern ist darauf zu achten, dass sie die richtige Kleidung tragen. Beim Spielen im Wald oder im Gebüsch sollte geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen getragen werden.
  • Zuhause sollte der ganze Körper des Kindes nach Zecken abgesucht werden. Zecken sind winzig klein und krabbeln, bevor sie für das Blutsaugen eine geeignete Einstichstelle gefunden haben, auf dem Körper bzw. der Kleidung herum. Bei Kinder soll auch auf den Kopf geachtet werden. Weitere gefährdete Stellen sind unter den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und im Schritt.
  • Falls Sie in einem Risikogebiet leben, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt über eine notwendige Impfung sprechen.

Und das sind die häufigsten Irrtümer im Zusammenhang mit Zecken:   

Zecken fallen von den Bäumen

Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen. Sie warten im Gras, im Unterholz und in Büschen auf Warmblüter, die die Zecken im Vorbeigehen abstreifen.  

Vor allem Jäger und Förster sind von einer Ansteckung mit FSME gefährdet

80 Prozent der FSME-Infektionen ziehen sich die Patienten bei Freizeit-Aktivitäten zu (Spaziergang, Wandern, Gartenarbeit, Joggen, Campen, Pilze sammeln, usw.)  

Die Krankheit kommt nur im Frühsommer vor

Die meisten Erkrankungen werden hauptsächlich in den Monaten April bis Juli gemeldet. 

Bei uns besteht kein Risiko durch Zeckenbiss

In der ganzen Schweiz können Zecken die Lyme-Borreliose übertragen (keine Impfung möglich). FSME-Übertragungen werden vor allem in den Risikogebieten beobachtet. Ob eine Person gefährdet ist, hängt jedoch nicht nur von ihrem Wohnort, sondern auch von ihrer Mobilität und ihrem Freizeitverhalten ab.  

Mit der richtigen Kleidung kann ich mich schützen

Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können eine ganze Zeit herumkrabbeln und nach einer geeigneten „Stichstelle“ suchen.  

Rechtzeitiges Entfernen der Zecke reicht aus

FSME-Viren können schon unmittelbar nach dem Stich übertragen werden. Von Borreliose-Erregern nimmt man an, dass die Übertragung erst nach längerem Saugen erfolgt. Allerdings gibt es auch hierbei Hinweise auf Infektionen innerhalb kürzerer Zeit. Anscheinend spielt hier auch die Technik der Zeckenentfernung eine Rolle. Neue Untersuchungsergebnisse lassen vermuten, dass eine schnelle und sachgerechte Zeckenentfernung evtl. auch gegen FSME-Erkrankungen helfen könnte.  

Alle weiteren Infos finden Sie unter www.zecken.ch 

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