Familienleben

Der Schweiz fehlen Kinder

Gemäss Remo H. Largo* fehlen der Schweiz 1,1 Millionen Kinder, um die Schweizer Bevölkerung längerfristig stabil zu halten!

Die wichtigsten Gründe

  • Die Pille: In 80% der Fälle sind Kinder heute geplant. Die Elternschaft steht in Konkurrenz mit der Karriere und materiellen Wünsche und wird zudem durch wirtschaftliche Faktoren we­sentlich mitbestimmt.
  • Die Emanzipation der Frau: Die emanzipierte und mittlerweile mindestens ebenso gut wie der Mann gebildete Frau steht heute vor der Frage, Karriere zu machen, Familie zu gründen oder versuchen, beides miteinander zu verbinden.
  • Die späten Mütter: Diese schwierigen Entscheide führen dazu, dass eine Schwangerschaft lange hinaus geschoben wird und Mütter im Mittel über 30 Jahre alt sind, wenn sie ihr erstes Kind gebären. Einige verzichten auf eine weitere Schwangerschaft, oder eine solche stellt sich aufgrund des höheren Alters gar nicht mehr ein. Fast 50 % aller Familien haben deshalb nur noch ein Kind.
  • Die Mehrfachbelastung durch Arbeit, Kinderbetreuung und Haushalt: Darunter leiden vor allem Mütter, zunehmend aber auch Väter. Das vorherrschende Erwerbsmodell in Schweizer Familien ist eine teilzeitlich er­werbstätige Mutter und ein vollzeitlich erwerbstätiger Vater. Nur noch 31 % der Mütter mit Partner und jüngstem Kind unter 7 Jahren sind nicht erwerbstätig.
  • Mangelhafte Kinderbetreuung: Die Suche nach einem Krippenplatz ist für viele Eltern ein mühsames Unterfangen und die Betreuungskosten belasten sie überdurchschnittlich. Die Betreuungssituation verbessert sich auch im Schulalter keineswegs.
  • Das Unverständnis der Wirtschaft: Flexible Arbeitsbedingungen – insbesondere auch für Männer – bilden immer noch die Ausnahme. Die Rücksicht auf die Bedürfnisse der Eltern und Kinder ist mangelhaft.

Schweiz muss familien- und kinderfreundlicher werden

Die meisten Jugendlichen möchten eine Familie mit zwei und mehr Kindern gründen. Einmal erwachsen, werden sie jedoch von der Lebensrealität eingeholt und müssen bei ihren Familienträumen Abstriche machen. Wenn die Eltern aber – wie z.B. in den skandinavischen Ländern – von der Gesellschaft in der Kinderbetreuung, Bildung und Erziehung ausreichend unterstützt werden, bekommen sie mehr Kinder.

Es braucht den politischen Willen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen neu zu gestalten: Elternzeit, ausreichendes Angebot an qualitativ guter familienergänzender Kinderbetreuung, Ganztageskindergärten und -schulen sowie eine Wirtschaft, die auf die Bedürfnisse der Familien Rücksicht nimmt, beispielsweise mit Teilzeitarbeit, die nicht mehr diskriminierend ist.

Eine Familie zu gründen darf nicht mehr eine zu grosse Last sein, sondern muss vermehrt auch Freude machen, sonst haben Schweizer immer weniger Kinder oder überhaupt keine mehr!

*REMO H. LARGO ist emeritierter Professor für Kinderheilkunde, der Artikel „Die Kinderlücke“ erschien im Magazin von vorgestern 17.09.2011

Haben Sie den Artikel auch gelesen? Wie ist Ihre Meinung? Was bedeutet für Sie familienfreundliche Wirtschaft und Gesellschaft? Wo stehen wir heute? Was braucht es noch?

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23 Kommentare

  • Humankonzept, Simon Gerber
    19. September 2011 at 06:56

    Als Einwohnerin, als Einwohner selber aktiv werden, statt die Verantwortung allein Politikern zuzuschieben! In Quartieren und Gemeinden Beteiligungsprojekte initiieren! Kinderfreundliche Mehrgenerationenhäuser anregen, planen und realisieren! Wir zeigen Ihnen konkret wie:
    http://www.humankonzept.ch/gemeindeentwicklung
    Oder zu lesen im Buch: „Leben und Entwicklung im Dorf“, Carl Auer Verlag
    http://www.humankonzept.ch/aktuell/buchpublikation
    Simon Gerber

  • Rita Angelone
    19. September 2011 at 07:17

    @Simon Gerber: Danke für Ihren Input! Ja, solche Ideen und vor allem solche gelebten Lösungen gehen in die richtige Richtung! Natürlich ist es zu einfach, der Politik die Verantwortung zuzuschieben. Allerdings braucht es auch politische Rahmenbedingungen, die solche Lösungen ermöglichen bzw. zumindest vereinfachen. Gibt es weitere Gemeinden, die diesen Weg so konsequent verfolgen?

  • Bionic Hobbit
    19. September 2011 at 09:04

    Da werde ich gerade mal wieder dran erinnert, dass ich doch endlich einen Job möchte…. obwohl ich es überhaupt nicht sehe, wie sich das machen lassen soll. Es sein denn, ich finde eine Nanny, die von 7 bis 7 arbeitet und bezahlbar (und absolut krankheitsresistent) ist. Ich spiele vielleicht mal wieder im Lotto, die Chancen scheinen fast gleich gross. Dafür habe ich überdurchschnittlich viele Kinder im modernen Alter von 38 und 40 auf die Welt gesetzt, bitteschön. An mir soll’s nicht liegen, wenn die Schweizer aussterben, aber vielleicht schon ein bisschen, denn ich bin eingekauft.

  • Rita Angelone
    19. September 2011 at 09:15

    @Bionic: Ja, du bist ein Supervorbild für uns alle! Und du hast auf der Kurve sicher gesehen, dass die ausländischen Bewohner immerhin immer noch mehr Kinder machen als die Schweizer…
    Wie auch immer: zum Thema Nanny kommt morgen etwas.

  • Frau Rauf und Runter
    19. September 2011 at 11:05

    Humankonzept in Ehren, die Ansätze sind sicherlich diskutabel, die Umsetzung in der Gemeinde, welche sogar eine eigene Währung hat 😯 ist mir aber schlicht zu „sektiererisch“ 😳 😕

    Unsere Gesellschaft wurde in den vergangen Jahrzenten zur 3-4köpfigen Familie „mutiert“ und dieses Denken ist ganz stark spürbar in der heutigen Zeit. Ich werde mit 3 Kindern in relativ kurzem Abstand oft „schräg“ angeguckt und spüre oft diese mir unangenehmen Blicke! Dass nicht grad gefragt wird, ob wir Sozialhilfe beanspruchen ist grad alles 😛

    Die Betreuungsangebote sind schlichtwegs katastrophal. Wer keine eigenen Eltern im Hintergrund haben, welche die Betreuung der Kids übernimmt, muss sich ganz schön was einfallen lassen! In unserem Dorf gibt es eine „nichtsubventionierte Krippe“ alle 3 Kinder 1 Tag in der Krippe = 360.- natürlich x4 = 1440.- Stutz für 4 Tage im Monat, dies finde ich zuviel! Und dies auf dem Lande, wohlverstanden!

    Wir lösen unsere Betreuungsprobleme wie folgt:
    Tagesmutter und mein liebes Mannli :mrgreen: auch mein Vater springt ab und zu mal ein.
    Früher lösten wir es mit einer Praktikantin! Dies lief 2 Jahre sehr sehr gut und im letzten hatten wir leider etwas Pech 😕 drum haben wir uns für die TaMu entschieden!

    Da sind andere Länder definitiv weiter, in Sachen Kinderbetreuungsangebote!

  • SomeintPhia
    19. September 2011 at 10:17

    Am Wochenende stellten wir – anlässlich eines Hochzeitaperos von guten Freunden – fest, dass die Generation ü30 aktiv zum Erhalt der Schweizer Bevölkerung beiträge. Es wimmelte nur so von Kindern, zwei bis drei pro Familie. Aber wir waren eben „auf dem Land“ .. 😉

  • Rita Angelone
    19. September 2011 at 10:31

    @SomeintPhia: Ehrlich gesagt kommt es mir auch so vor als wimmle es überall nur so vor Kindern…!

  • Rita Angelone
    19. September 2011 at 11:11

    @Frau Rauf und Runter: Ja, wenn die Grosselter nicht verfü gbar sind oder zumindest nicht so einfach …. dann wirds schwierig. Trotz Krippe. Das sehen wir oft. Denn das Holen, Bringen, doch zu Hause bleiben müssen, wenn ein Kind krank ist etc. etc. ist nicht so einfach machbar, wenn man arbeitet….

  • Sandra
    19. September 2011 at 14:14

    schade, dass kinder haben nicht mehr das natürlichste der welt ist und kinder in konkurrenz zu jobs stehen und mit solchen leistungskriterien bewertet werden….da können die kinder ja nicht gewinnen!

  • Rita Angelone
    19. September 2011 at 14:56

    @Sandra: ja, es ist schade, aber es ist ein Fakt. Ich selber habe es hautnah erlebt wie das ist. Da ist man bis kurz vor 30 in der Ausbildung, weil heute auch Frauen sich ausbilden lassen sollen und weil sie nicht abhängig sein sollen etc. und dann nach der Ausbildung will man doch wenigstens ein paar Jährli vom ganzen Aufwand etwas zurück und arbeitet sich dann hoch und immer höher und dann ist man plötzlich 33, 34 fängt an zu überlegen und dann muss man noch schauen, dass man Glück hat mit dem Partner und wenn alles ganz gut läuft, hat man mit 38 das erste und mit 40 grad noch das zweite Kind (und das reicht ja vom Wert eigentlich noch nicht). Und zum Glück hat alles super geklappt… Aber jetzt muss man ja auch wieder schauen, wies weiter geht. Zuhause bleiben? Hoffen, dass dem Mann nichts passiert? Dass die Ehe hält? Oder selber wieder einen Fuss in die Berufswelt setzen, um sich abzusichern? Tja, und dann fängt das Theater mit der Kinderbetreuung etc. an…..

  • Lorelai
    20. September 2011 at 10:21

    Tolle Antwort, Rita! Tja, es wird so schnell sich nichts bessern bei uns (FL wie CH). Ich hab‘ auch meine liebe Müh‘ mit der Kinderbetreuung. Ohne die Nana (1 Nachmittag) und die TaMu (1 Nachmittag) könnte ich auch nicht arbeiten, zumal ich nie mehr als 20 oder 30% wollte, aber drin bleiben wollte ich schon irgendwie. Nur ist das mit 20% nicht so einfach, ich bin jetzt freischaffend… Wie’s mit zwei Kids wird, weiss ich auch nicht. Mal sehen… Mein Vater ist meist im Ausland und betreut meinen Sohn drum höchstens alle 2-3 Monate mal für 2 Stündchen. Und mein Mann arbeitet selbstverständlich 100% weil’s kaum anders geht in seinem Job bzw. der Firma.

  • Rita Angelone
    20. September 2011 at 11:41

    @Lorelai: … danke, ich glaube, du verstehst, was ich meine und ich kann mir gut in deine Situation hinein versetzen. Mit 2 wird es anders, nicht unmöglich, einfach anders. Aber du wirst auch einen Weg finden. So wie wir. Denk noch gar nicht dran. Nimms step by step und aus etwas ergibt sich wiederum etwas und so gehts jeden Tag irgendwie weiter.

  • Lorelai
    20. September 2011 at 17:15

    Danke Rita, so werde ich’s machen 🙂 Beim Ersten musste ich meinem Arbeitgeber eine verbindliche Antwort geben, das kam schief raus, jetzt bin ich frei und ich lasse mir (uns) so viel Zeit wie nötig und dann schauen wir mal 😉

  • Kira
    1. Oktober 2011 at 16:56

    Liebe Rita, ein gutes Stichwort….. Der Schweiz fehlen die Kinder…… Tja, da soll sich die Schweiz mal gründlich in die Hände spucken und endlich bessere Familienpolitische Entscheidungen treffen. Da gibt man Millionen aus für neue Kampfjets, die ja unbedingt beschafft werden müssen, doch bessere Subventionen und mehr Plätze für die Kinderbetreuung darüber sprechen die Politiker aber sie tun nichts dagegen. So traurig es ist…… in der heutigen Zeit ist das Kinderhaben in der Schweiz vor allem eine finanzielle Hürde. Schockierend, dass man Kinder mit Geld „bewerten muss. Aber im Endeffekt kommt es genau darauf hinaus. Es wurde hier schon erwähnt: Alleine die Kosten für die Betreuung (Hort, Krippe, TaMu, etc) bringt jede Familie zum grossen Rechnen. Ich gehöre auch dazu. Wir haben „nur“ ein Kind und müssen jeden Monat wieder und wieder rechnen. Junior kommt nächstes Jarh in den KIGA. Da ich zu 60% arbeiten muss, da mein Ehegatte alleine mit seinem Lohn keine Familie ernähren kann, können wir auch lediglich von 5 Wochen Ferien im Jahr profitieren, sprich, wir benötigen 7 Wochen im Jahr eine Kinderbetreuung, was ja zum Glück in unserem Hort auch möglich ist aber….. zum vollen Tarif ohne Subventionen. … Sooo, da zückte ich mal kurz den Rechner, und musste feststellen, dass ich während den Schulferien jeweils meinen Chef anfragen muss, ob es möglich sei, drei volle Tage zu arbeiten, statt den 5 Morgeneinsätzen, damit wir lediglich je 3 Ferientage im Hort buchen müssen und nicht 5, denn die Ferientage sind nur ganztägig buchbar. Also wieder gerechnet und gedreht und nun hoffe ich auf ein ok meines Vorgesetzten. Wenn ich dann gewissen Politikern zuhöre, wie sie über x welche finanzielle Notwendigkeiten klönen, die meist nur dem eh schon Gutsituierten zugute kommen, dann sträubt es mir die Haare. Mehr Kinder für das Land….. ja sehr gerne ich bin dabei, aber…… mehr finanzielle Möglichkeiten für die Kinder-Produzenten, sprich die Eltern. Wieviele Familienväter sind echt nicht in der Lage die Familie alleine zu finanzieren? mmmhhhhhh……. Der Schweiz fehlen Kinder……. Der Schweiz fehlen eher die Möglichkeit dazu…… 😉

  • Rita Angelone
    1. Oktober 2011 at 17:49

    @Kira: Vielen Dank für dein ausführliches und offenes Feedback. Ich kann alles, was du beschreibst nachvollziehen. Ja, ich habe mir sogar auch schon überlegt, dass es nicht nur eine finanzielle Frage ist (natürlich ist diese zentral und sehr wichtig), aber selbst wenn man sich einen Hort einigermassen leisten kann, ist auch die ganze Organisation mit dem Arbeiten noch längst nicht gelöst, wie du ja auch erfahren musst. Horte haben ihre Regeln, Arbeitgeber andere. Und wir sind dazwischen und müssen die ganze Zeit einen Riesenspagat machen, bittibätti machen, danke sagen und immer mit einem schlechten Gewissen herum laufen, weil wir als Eltern immer eine Extrawurst verlangen. DAS dünkt mich ist auch ein Erschwernis. Und daran sollte die Schweiz auch arbeiten – an der Akzeptanz und an der Wertschätzung von Eltern. Wäre diese gegeben, würde politisch einiges auch anders laufen. Ich drücke dir die Daumen, dass du auf einen verständnisvollen Chef zählen kannst!

  • Nicole
    1. Oktober 2011 at 18:23

    @Kira: Könntest du dich nicht vielleicht mit einer anderen Mutter eine Kiga-Gspänlis zusammentun und die Betreuung aufteilen? Dann bräuchtest du nicht so viele Hort-Tage….
    @Rita: Wir schaffen die Organisationsarbeit derzeit vor allem daher, weil wir mit einer Familie, die auch jeweils ein Kind im gleichen Kiga und Hort und eines in der gleichen Krippe hat wie wir, zusammenarbeiten. So gibt es potentiell gesehen jeweils vier Personen, welche die Kinder bringen oder holen können. Und ich gebe zu, dass ich einzig und alleine aus dem Grund arbeite, weil ich meinen Beruf liebe und nicht wegen einer Absicherung. Ich kümmere mich sehr gerne um die Kids, aber nicht dauerhaft 7×24 Stunden pro Woche. Ich habe gemerkt, dass ich eine bessere Mami bin, weil geduldiger, entspannter und einfach glücklicher, wenn ich zwischendurch eben wieder meinen gelernten Beruf ausüben kann.
    @Kinderstrukturen: Bei uns in der Gemeinde wird derzeit (wieder mal) richtig was getan. Es laufen Bestrebungen, die Krippe auszubauen. Wir haben hier schon seit ewigen Zeiten Krippe, Hort, Mittagstisch und auch Blockzeiten. Das macht vieles einfacher. Ich weiss aber, dass es noch längst nicht überall so ist und dass wir hier privilegiert sind.

  • Kira
    1. Oktober 2011 at 19:01

    @Rita: Ja, da stimme ich Dir ebenfalls voll und ganz zu. Der Riesenspagat müssen ganz viele Eltern zwischen Beruf und Familie machen und ganz viele haben es leider genau wegen der Arbeit nicht leicht. Zum Glück habe ich einen super verständlicher Chef, und das obschon er selber noch kinderlos ist, der mir bezüglich Kinderangelegenheiten mit einem sehr grossen Verständnis entgegenkommt. Da mein Mann im Schichtdienst arbeitet, ist es um so schwieriger, in Notfällen wie Krankheit unseres Sohnes sich zwischen Mutter und Vater abwechseln zu können. Deshalb bin ich mir auch so gut wie sicher, dass mein Chef mir bezüglich Sonderwünsche wegen den Ferien ebenfalls entgegenkommt. 🙂
    @Nicole: Nun, vielleicht ergibt sich wirklich eine Möglichkeit, zusammen mit anderen Müttern nach einer geeigneter Lösung zu finden. 🙂 Ich persönlich gehe auch sehr gerne arbeiten, weil mir mein Job sehr gefällt. Ich bin auch sicher, dass wenn ich nicht arbeiten MÜSSTE, ich trotzdem ins Büro gehen würde, aber vielleicht nicht 60% sondern etwas weniger. 🙂 Mir sind die Jahre, wo mein Kind noch so klein ist sehr wichtig. Viel zu schnell werden die Kinder gross und soweit selbständig, dass man eines Tages froh sein muss, Junior oder Töchterchen überhaupt mal während des Tages zu sehen. 🙂

  • Bionic Hobbit
    2. Oktober 2011 at 09:19

    Ich finde es bedauerlich, dass immer der Chef der Frauen so verständnisvoll sein muss. Das führt dazu, dass weniger verständnisvolle Chefs lieber gerade keine Frauen einstellen. Bei Männern, auch bei Familienvätern muss man nicht viel Flexibilität erlauben, weil die ja jeweils eine Frau haben, die entweder nicht arbeitet oder nur Teilzeit oder ja einen verständnisvollen Chef hat…..

  • Nicole
    2. Oktober 2011 at 12:24

    @Bionic: Stimme dir absolut zu. Bei uns ist es zum Glück so, dass sowohl GG als auch ich jeweils einen verständnisvollen Chef haben. Wenn eines unserer Kids krank ist, dann setzen GG und ich uns mit der Agenda zusammen und schauen, wer weniger Meetings hat, bzw. mit weniger Pesonen. Der bleibt dann zuhause. Wir haben auch schon halbtageweise abgetauscht, weil ich am Morgen einen wichtigen Termin hatte und er am Nachmittag. Wir haben zudem noch das Glück, dass wir viel unserer Arbeit auch von zuhause aus machen können, vieles sogar besser von da (weil es dann eben keine Meetings und keine Anrufe gibt….). Unsere Chefs finden beide, dass sie es bewundern, wie wir (auch) die Firma immer im Auge behalten in unserer Planung. Das tut natürlich gut. Und ich finde auch, dass auch ein verständnisvoller Chef Anspruch drauf hat, dass seine Mitarbeitenden da sind.

  • Alfred Zuberbühler
    12. Oktober 2011 at 16:24

    Die Schweiz zählte 1900 3,3 Millionen Einwohner, 1950 waren es 4,7 Millionen und jetzt sind in dieses kleine Land bald 8 Millionen hineingepfercht. Auch die Weltbevölkerung wächst und wächst. In einem solchen Umfeld sollte gefordert werden, weniger Kinder zu haben. Wenn Dr. Largo schreibt, dass wir in der Schweiz mehr Kinder haben sollten, so müsste er konsequenterweise fordern, dass die Einwanderung drastisch reduziert wird, sonst steuern wir noch schneller dem Dichtekollaps entgegen.

  • Rita Angelone
    12. Oktober 2011 at 19:17

    @Alfred Zuberbühler: Danke für Ihren Beitrag! Ja, das stimmt. Die Weltbevölkerung explodiert nach wie vor. Und so wie ich Largo verstanden habe, sagt er im Prinzip dasselbe wie Sie- einfach aus einem anderen Blickwinkel. Er sagt, dass es in der Schweiz nicht gehe, einerseits die Einwanderung stoppen zu wollen und gleichzeitig auch nichts für ein familienfreundlicheres Umfeld zu schaffen. Weil dann haben wir am Schluss zu wenig Einwohner….

  • Simon Gerber, Humankonzept
    21. Mai 2012 at 07:58

    @Rita Angelone:
    Ein Zukunftsprojekt in einer Gemeinde ist das Gegenteil von „der Politik die Verantwortung zuschieben“, sowas funktioniert nur dank initiativen Einwohnerinnen und Einwohnern.
    Und zu Ihrer Frage: Ja natürlich, es gibt weitere Gemeinden, die diesen Weg gehen, hier zum Beispiel: http://www.humankonzept.ch/home/aktuelle-veranstaltung
    En herzleche Gruess
    simon Gerber

  • Rita Angelone
    21. Mai 2012 at 08:06

    @Simon Gerber: Danke für Ihren Input!

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