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Ausflugstipp: Kinderbuchausstellung im Landesmuseum

Unsere liebe Blogger-Kollegin Eliane, die für Mint & Malve bloggt, weiss, dass wir auch sehr gerne Kinderbücher haben. „Auch“, weil sie selber eine grosse Kinderbuchliebhaberin ist! Im Rahmen der Bühne frei–Serie stellt sie uns eine spezielle Kinderbuch-Ausstellung im Landesmuseum Zürich vor. Das wäre doch ein passender Ausflug, den ihr mit euren Kindern unternehmen könnt, oder? Die Ausstellung läuft noch bis Mitte Oktober.

„Joggeli, Pitschi oder Globi? Welches ist euer Kinderbuchheld? Diese Frage stellt auch die aktuelle Ausstellung über Schweizer Kinderbücher im Landesmuseum Zürich. Klar, dass ich sie sehen musste!

Meine Antwort ist eindeutig: „Pitschi“ von Hans Fischer. Das Buch liegt mir seit meiner Kindheit am Herzen und tut es immer noch. Nicht nur wegen dem süssen Kätzchen, mit dem man bei seinen Abenteuern so mitfiebert und mitfühlt, sondern auch wegen den wunderschönen Illustrationen von Hans Fischer, die sich in mein Gedächtnis eingebrannt haben.

Die Kinderbuchausstellung „Joggeli, Pitschi, Globi“ im Landesmuseum in Zürich begibt sich von Juni bis Mitte Oktober 2018 auf die Spuren beliebter Schweizer Bilderbücher. Ich nehme euch in diesem Ausflugstipp mit nach Tripiti, mit Schellen-Ursli aufs Maiensäss und mit Globi ins Postauto! Auf MINT & MALVE findet ihr übrigens einen zur Ausstellung passenden Buchtipp: Der NordSüd Verlag hat im Mai ein neues Märchenbuch, illustriert von Hans Fischer, veröffentlicht.

Gleich am Eingang der Ausstellung könnt ihr eine Stimme für euren liebsten Schweizer Kinderbuchhelden abgeben. Bei meiner vierjährigen Tochter fiel der Entscheid leicht: Globi! Von mir hat sie das nicht! Und ihr? Seid ihr auch Globi-Fans oder geht ihr lieber mit Schellen-Ursli und Flurina auf die Alp?

Von Kreidolf über Carigiet bis Hofmann

Egal, an der Familienausstellung im Landesmuseum ist für jede und jeden etwas dabei: Die Erwachsenen werden mit den Texttafeln und Schaukästen in die verschiedenen Epochen und Themen der Schweizer Bilderbuchwelt seit 1900 entführt. Die Bilderbuchkünstlerinnen und -künstler werden mit kurzen Portraits und ihren Werken vorgestellt. Wir erfahren unter anderem mehr über die beschwerlichen Anfänge von Kinderbuchillustratoren: Ernst Kreidolf verlegte z.B. seine Wurzelmärchen in Deutschland. Die Ausstellung zeigt auch, wie Kinderbücher in Kriegszeiten zur patriotischen Erziehung genutzt wurden oder wie es den Frauen unter den Kinderbuchautoren erging. Kurz: Sie hatten es nicht leicht! Neben alten Bekannten habe ich unter den Werken und den portraitierten Künstlerinnen und Künstlern auch ein paar Entdeckungen gemacht. Kennt ihr Warja Lavater? Sie hätte auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient!

Tü-ta-to Postautoooooo!

Auch die Kinder können sich bestens beschäftigen in dieser kleinen Ausstellung. In den beiden Räumen finden sich Körbe voller Bilderbücher, es gibt Gelegenheit zum Malen, zum Geschichtenhören und zum Spielen auf Tablets. Die grossen Highlights für die Kleinen sind aber das Globi-Postauto mit Dreiklanghorn (Tü-ta-to Postautoooooo!), das riesige Pitschi-Bett in der Bilderbuchkulisse, die Höhle von Kreidolfs Wurzelmännchen und Schellen-Urslis Haus.

Ab ins Bilderbücherland!

Ich kann die Ausstellung im Landesmuseum, die noch bis zum 16. Oktober 2018 läuft, wärmstens empfehlen! Sie ist für die ganze Familie ein tolles Erlebnis. Egal, ob man nun Altbekanntes wiedertrifft, Neues entdeckt oder einfach die Bilderbuchidylle live geniesst. Ab 4 Jahren ist dieser Museumsbesuch ein Highlight. Für kleinere Kinder ist er durchaus auch möglich, aber die Eltern können dann eventuell nicht alle Informationen aufnehmen, sondern kriechen mehr mit ihren Kindern in Höhlen und unter Betten oder lesen gleich selbst ein Bilderbuch vor. Aber auch das ist ja eine schöne Sonntagmorgenbeschäftigung!

Alle Details zur Ausstellung findet ihr auf der Website des Landesmuseums. Einen tollen Einblick gewährt auch der Film zur Ausstellung.

Viel Spass mit den Schweizer Kinderbuchhelden!

Eure Eliane“


Eliane bloggt als MINT & MALVE über die Bücher, die sie selber gerne liest oder ihren Töchtern vorliest. Sie ist überzeugt, dass Bücher uns in neue und andere Welten entführen, uns über unsere Nasenspitze oder noch besser unseren Gartenzaun hinwegblicken lassen. Eine besondere Schwäche hat sie für schön illustrierte Kinderbücher und für Romane mit viel Humor, Sprachwitz und knackig schnoddriger Schreibe. Eliane wohnt mit ihren Töchtern (4.5 und 1.5) und deren Papa im Aargau. Beruflich treibt sie sich meistens in Basel und Zürich herum und kommuniziert in die Welt hinaus.

Eliane findet ihr auf folgenden Plattformen:

Und hier findet ihr alle Beiträge der Bühne frei-Rubrik

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5 Kommentare

  • Ruth Obrist
    4. August 2018 at 12:30

    Für mein 2 1/4-jähriges Enkelmäiteli war das Postauto der Hit: Die Mütze aufsetzen, das Steuerrad drehen und mit dem Postautohorn wieder und wieder hupen. Ich brachte sie nach ziemlich langer Zeit nur unter viel Protest wieder vom Postauto weg.

  • Rita Angelone
    8. August 2018 at 20:04

    Liebe Frau Obrist, cool, dass Sie die Ausstellung besucht haben!

  • Yasmin
    15. August 2018 at 00:40

    Das klingt spannend! Schade, dass es so weit weg ist. Wir möchten mit Claire demnächst auch mal eine Ausstellung besuchen – immerhin wohnen wir an der Museumsmeile und waren noch nie im Museum. Wird Zeit 🙂

  • Eliane Fischer
    15. August 2018 at 05:29

    Das freut mich auch, Frau Obrist. Und ihr Enkelmäitli kann ich nur allzu gut verstehen! ? Hoffe, Sie konnten in der Zwischenzeit gemütlich die Ausstellung anschauen. Herzliche Grüsse von MINT & MALVE

  • Michaela
    15. August 2018 at 08:14

    ich liiiiiebe Kinderbücher ? die Ausstellung ist bestimmt MEGA

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