In den letzten Wochen durften wir die Lexico Verstehen App testen. Ja, es brauchte schon etwas Zeit, diese wirklich umfangreiche und gut gemachte App auszuprobieren!
Mit dieser App kann die Sprachentwicklung von Kindern zwischen zirka drei und zehn Jahren spielerisch gefördert werden. Wer die Sprachspiele aus der Logopädie kennt, erkennt sofort ähnliche Ansätze. Das erstaunt nicht: Die Macher der App haben mit Logopäden und Deutschlehrern zusammen gearbeitet und die App auch in der Praxis getestet.
Die App trainiert das Sprachverständnis, die Wortschatzbildung, die Merkfähigkeit und die auditiven Fähigkeiten. Die Benützerführung ist einfach und logisch, die Bildsprache ist attraktiv gestaltet und motiviert alle Altersgruppen. Kindern, die noch nicht lesen können, werden die Fragen vorgelesen. Für das Lesetraining kann der Ton hingegen ausgeschaltet werden.
Die App kann durch den Download eines kostenlosen Levels getestet werden, alle übrigen Levels können als Paket für CHF 10.- freigeschaltet werden.
Werden Eure Kinder in ihrer Sprachentwicklung auch unterstützt? Habt Ihr Erfahrungen mit Logopädie?
















Das Thema hatten wir doch kürzlich schon mal, oder nicht? Zu frühe Unterstützung durch Logopäden finde ich sehr schwierig, zu späte ist auch schwierig. Bei uns im Kindergarten haben sie im ersten Jahr einen kurzen Reihenuntersuch, und wenn ein Bedarf an Unterstützung festgestellt wird, dann wird das mit den Eltern besprochen. Bei Nando ist kein solcher Bedarf festgestellt worden.
bei genau so einem Reihenuntersuch, wie ihn Nicole beschreibt wurde bei Julia (6) festgestellt, dass sie das sch/st/s nicht richtig ausspricht. Meiner Meinung nach stimm das zwar, war aber etwas gesucht, vielleicht haben sie gerade Platz in der Logo…? Wir mussten dann bei der Logopädin antraben und uns Übungen abholen. Ich fand alles etwas fragwürdig, da Julia noch irgend einen Knopf mit ihrer Zunge hat (falsches Schluckmuster), was die Zahnärztin ca. 1 Jahr vor Chindsgibeginn festgestellt hat. Gemäss der Zahnärztin ist das entwicklungsbedingt, sprich, die einen machen das früher richtig die anderen später. Und bevor sie das nicht richtig macht, nütze die Logo nicht viel. Die Logopädin war da natürlich ganz anderer Meinung (da muss eine Zweitmeinung her!) und ich sass zwischen den Meinungen der Expertinnen – nun, die Angelegenheit hat sich im Moment insofern erledigt, weil Julia die erste Schaufel verloren hat und die nächsten folgen werden und somit die Zunge wieder machen kann, was sie will, Logopädie hin resp. Schluckmuster her…
Ich hoffe einfach, dass das mit dem sch & co. dann irgendwann von alleine kommt, denn ich kenne glaub ich keinen Erwachsenen, der das falsch macht – oder täusche ich mich da?
@Erica. Einer meiner Zwillinge hat auch eine seltsame Zahnstellung, schluckt falsch (drückt mit der Zunge nach vorne, geifert) und redet seltsam… es reden eigentlich beide noch seltsam, s und wo weiter sind gelispelt, ich denke das kommt noch (sie werden erst 3). Aber bei der Zahnstellung würde ich dann schon Übungen machen wollen, sobald der Junge alt genug ist, um das zu begreifen. Es gibt (wie ich gelesen habe, bin kein Experte) tatsächlich Leute, die auch im Erwachsenenalter immer noch falsche Bewegungen mit der Zunge machen (Google Bilder nach “tongue thrust” abfragen) . Die Sprache ist das eine, die schlimme Zahnstellung das andere. Die kann man mit Spange korrigieren, aber wenn die Zunge immer noch falsch läuft, stehen die Zähne bald wieder falsch. Vielleicht hat Deine Tochte ein anderes Problem.
@Erika: Die Lispler sind unter anderem Leute, die eben die S-SCH-ST-Laute nicht richtig können…. Meine Schwester ist Primarlehrerin, und sie meint, dass es noch gut sei fürs Lesen und Schreiben, wenn das Kind bis zum Schulbeginn möglichst fehlerfrei sprechen könne. Aber man kann allfällige Fehler auch nachher noch behandeln. Ist einfach je länger je schwieriger. Bei deiner Tochter ist es ja aber gemäss Zahnarzt was, das sich wohl legen wird. Da würde ich jetzt wohl auch mal abwarten. Die Logopäden können die Eltern ja auch zu nichts zwingen, oder? (von wegen “da muss eine Zweitmeinung her”…).
Meine Tochter hat eine starke Sprachverzögerung. Seit Jan 2011 darf sie in die Logopädische Frühberatung. Sie wird kindsgerecht mit “anderen Mitteln” an die Sprache geführt. Bis 6 jährig kann ein Sprachproblem angegangen werden, danach sind die Muster zu stark eingefahren und vertieft, dass Änderungen viel schwieriger umzupolen sind.
Ich bin wirklich froh, dass sie 2x pro Woche 1 Stunde Logo erhält! Sie geniesst diese spielerischen Inputs sehr. Die sprachliche Entwicklung hat sich übrigens seit der Kombination mit der Ergotherapie noch mehr verbessert. Wenn ein Kind wirkliche Probleme mit der Sprache hat, sind Logopädie und Ergo genial.
Warum haben einige Eltern so Mühe ihr Kind zu solchen Leuten zu schicken?! Mein Bruder schickte seine Tochter nicht… weil er sich in seinem Stolz angekratzt fühlte, als ihm die Logopädin eine Therapie empfahl. Dem Kind schadet eine solche Betreuung sicher nicht, im Gegenteil, aber eben, evtl wird dann ein Elternego angekratzt?!
@FrauRaufundRunter: Unser Grosser hat seit 3 1/2 Jahren immer wieder “Stotter-Schübe”. Anfänglich hiess es, dass es sich um sog. Entwicklungsstörungen handle und man müsse nur warten. Vor einem Jahr hat er dann aber mit Logopädie begonnen. Zuerst privat und nach Kindergarteneintritt nun im Rahmen des Chindsgis. Die Stunden bei der Logopädin tun ihm gut und er geniesst es in vollen Zügen, weil das auch Stunden sind, in denen er ein Spezialprogramm nur ganz für sich hat. Weshalb Eltern ein solches Problem haben damit, weiss ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man ein Kind unterstützen soll, wenn es etwas braucht und man auch etwas tun kann. Für unseren Grossen ist die Logo auf jeden Fall keine Belastung, sondern ein Highlight im Wochenprogramm.
Frau Rauf und Runter: generell hätte ich nichts gegen die Logopädie, doch die Frau dort ist eine doofe Nuss, echt… die hatte sogar “s’Füdli”, mir zu sagen, ich selbst spräche das “ch” falsch aus, ich müsse daran arbeiten… Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Kinder auch “nach freien Logo-Plätzen oder nicht” beurteilt werden – weisch wie ich meine? Irgendwie ist das bei uns etwas schräg…
Nicole, ich bin auch der Meinung, dass es besser wäre, würde Julia ganz korrekt sprechen – aber sogar die Logopädin meint jetzt, mit den Zahnlücken kann man da im Moment nicht viel machen… bin im August wieder beim Zahni und werde dort mich nochmals erkundigen.