Formarinsee und Rote Wand: Auf zu einem der schönsten Plätze Österreichs!

Kulinarischer Höhenflug im Hus Nr. 8

Wo ist eigentlich der schönste Platz auf dieser Welt? Vielleicht ganz instinktiv dort, wo man geboren wurde? Oder dort, wo man sich zum allerersten Mal verliebt hat? Oder aber dort, wo sich die höchst offiziellen Welt- und Naturwunder befinden? Es gibt unzählige Faktoren, die einen Ort zum schönsten Platz der Welt machen können – objektive, aber noch viel mehr subjektive. Und deshalb gibt es auf der Welt wohl so viele schönste Plätze wie es Menschen gibt!

Einen davon haben das Familienoberhaupt und ich auf Einladung von Österreich Tourismus Mitte August besuchen dürfen. Unter dem Motto “9 Plätze – 9 Schätze” kürt der österreichische Rundfunk im Rahmen einer Sendung jeweils den schönsten Platz Österreichs. Diesen Titel trägt derzeit der Formarinsee im Vorarlberg, eine kleine Perle zwischen Lech-Zürs und Klostertal.

Mit dem Tageszug EC Transalpin, der auch über einen Panoramawagen verfügt, sind wir äusserst bequem und in nur 2 Stunden von Zürich nach Langen am Arlberg gereist und von da via Taxi (es gibt selbstverständlich auch Busverbindungen) nach Lech gefahren.

Lech – hat man uns erzählt – sei das St. Moritz von Österreich und genau wie im Bündner Kur- und Sportort geht es im international bekannten und mondänen Lech vor allem in den Wintermonaten hoch zu und her. Doch auch im Sommer zeigt sich, dass Lech zu einer beliebten Feriendestination avanciert ist, die sehr viel zu bieten hat: Das Dorf ist perfekt herausgeputzt und verfügt über einige Hotels im höchsten Sternebereich sowie feine Boutiquen und es bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten, Wanderungen, kulturelle Veranstaltungen und kulinarische Höhenflüge – nicht zuletzt auch für Familien. Und genau das wollten das Familienoberhaupt und ich herausfinden, um diese Region zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht wieder mit unseren Buben zu besuchen.

Alle Bilder könnt ihr übrigens direkt anklicken und dann erscheinen sie schön gross oder ihr schaut sie euch zum Schluss des Beitrages als Fotoalbum an.

Auf 2.350 m Höhe steigen, um das Meer zu entdecken?

Nach unserer Ankunft in Lech, genauer: im schönen und familiär geführten Hotel Aurora, haben wir uns gleich zu einem Mittagessen aufgemacht und sind im traditionsreichen und heimeligen Hus Nr. 8 zu einer ersten Kostprobe des feinen, bodenständigen österreichischen Essens gekommen, das wir so lieben!

Der anschliessende Spaziergang durch Lech und der Besuch des Tannbergmarkts am Rüfiplatz waren der genau passende nächste Programmpunkt. Doch das wahre Highlight unseres ersten Tages in der Region stellte die Fahrt mit der Rüfikopf Seilbahn zum Panoramarestaurant oberhalb von Lech, auf einer Höhe von 2’350 m!

Übrigens: Die Hotels in Lech stellen ihren Gästen schon bei einer Übernachtung automatisch die Lech Card zur Verfügung, die zur weitgehend kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel berechtigt.

Von der Bergstation der Rüfikopfbahn aus geniesst man einen herrlichen Panoramablick über die gesagte Berg- und Wanderlandschaft oberhalb von Lech. Zudem ist die Bergstation im Sommer der perfekte Ausgangspunkt für den eindrücklichen Geoweg Rüfikopf, auf dem man entlang einer geologisch höchst spannenden Berglandschaft die Erdgeschichte sichtbar erleben und auf eindrückliche Art und Weise nachvollziehen kann!

Da ist es – das steinerne Meer!

Der Steingarten am Rüfikopf erzählt einen Teil der Erdgeschichte, die vor rund 200 Millionen Jahren begann und bis in die Gegenwart führt: Was heute die Gegend von Lech prägt, lag einst – unglaublich, aber wahr – in Äquatornähe und war ein Ozean, wo sich in Vorzeiten Muscheln und urzeitliche Unterwassertiere tummelten. Durch tektonische Verschiebungen erhob sich dann, was einst unter Wasser ruhte, über die Jahrtausende zur imposanten und bizarren Berglandschaft, die man heute bestaunen kann!

Unterwegs mit Kindern: Erdkunde beim Spazieren auf dem Geoweg am Rüfikopf
Da der Geoweg als verhältnismässig leichter Themenweg angelegt ist, für welchen man nur rund 2 1/2 bis 3 Stunden einrechnen muss, ist er gut für Familien geeignet. Auf der rund 3 1/2 km langen Wanderung kommt man zudem auch am malerischen Monzabonsee vorbei und man kann mit etwas Glück Murmeltiere entdecken.

Gastfreundlichkeit, faszinierende Bergwelt und kulinarische Höhenflüge

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes in der Arlberg-Region stand Geocaching auf dem Programm. Was wir in einem ersten Moment eher als eine Art “Pflichtübung” betrachteten, um das vielfältige Sommer-Familienprogramm von Lech kennenzulernen, entpuppte sich rasch als cooles und lustiges Freizeitvergnügen auch für Erwachsene. Geocaching ist schliesslich ein neuer, altersunabhängiger Trend, der sportliche Betätigung mit Abenteuerlust verbindet.

Doch anders als bei den drei ausgewiesenen Geocachingtouren am Tannberg, die individuell unternommen werden können, standen uns für unsere Tour zwei Guides von Arlberg Alpin zur Verfügung, die unseren Geocaching-Parcours auf uns angepasst hatten. Mit einem GPS-Gerät gewappnet machten wir uns auf die Suche – anders als bei einem klassischen Geocaching – nicht nach verborgenen Schätzen, sondern nach Aufgaben, die wir alleine, zu zweit oder gar gemeinsam als Gruppe lösen mussten.

Keine Schätze, sondern Aktivitäten: Geocaching mal anders

Dabei sind wir nicht nur über Baumstämme balanciert, mit Tandemskis um die Wette gelaufen oder blind in der Gegend herumgeirrt, sondern wir haben auch knifflige Team-Aufgaben mit Bravour gelöst und vor allem ganz viel gelacht. Ohne es gross zu merken, waren wir rund drei Stunden unterwegs und haben dabei ganz schön viele Kilometer zurückgelegt!

Unterwegs mit Kindern: Geocaching – Abenteuertrip für die ganze Familie
Nehmen Kinder an den Geocaching-Touren teil, so wird das Aktivitätsprogramm natürlich entsprechend angepasst. Arlberg Alpin organisiert ganz allgemein ein vielfältiges, tolles Programm für Kinder, das nebst Geocaching auch Bogenschiessen, Klettern am Rüfikopf, Canyoning, Stand up Paddling oder gar Kinderabenteuercamps enthält. Kindern wird es in Lech definitiv nicht langweilig – und Erwachsenen auch nicht. Denn entweder machen diese mit den Kindern mit oder geniessen eine Auszeit, während die Kinder aktiv sind und dabei betreut werden!

Geocaching: Nicht nur für Einzelkämpfer

Zum verdienten Mittagessen wurden wir an diesem Tag ins traditionsreiche und luxuriöse Gasthaus Post eingeladen, wo wir es uns noch einmal so richtig gut gehen liessen, bevor unsere Reise dann etwas “urchiger” wurde.

Am späteren Nachmittag ging es nämlich weiter mit dem Ziel, gleichenabends die Freiburger Hütte am Formarinsee zu erreichen. Eigentlich würde die erste Etappe des insgesamt 120 km (!) langen Lechwegs hoch oben, nahe dem Formarinsee beginnen und immer schön dem Fluss entlang nach Lech hinunterführen. Doch wir haben diese Strecke in umgekehrter Richtung gemacht. Und erst noch mit dem Wanderbus. Dieser fährt mehrmals täglich von Lech aus bis zur Formarinalpe, von wo man in einem rund 40-minütigen Abschluss-Spaziergang – ohne gross ins Schwitzen zu kommen – zur Freiburger Hütte gelangt.

Unterwegs mit Kindern: Auf Steinbock- und Murmeltierjagd
Gerade diese erste Etappe des Lechwegs ist für wanderfreudige Kinder gut geeignet. Der 14km lange, leichte Bergweg ist in rund 5 Stunden machbar. Er führt über den Formarinsee zur Alpe Formarin und zum Steinbock-Denkmal, von wo man mit etwas Glück die Steinböcke der grössten Kolonie Europas sehen kann. Von da geht die erste Etappe des Lechwegs weiter und führt schliesslich an einem Waldschwimmbad und einer Kneippanlage vorbei nach Lech. Auf der ganzen Wanderung können zahlreiche Murmeltiere entdeckt werden!

Unterwegs auf dem Lechweg: Keine Steinböcke, dafür Kühe in Sicht

Als wir zum Formarinsee aufstiegen, war das Wetter leider ziemlich schlecht. Deshalb bekamen wir auf dieser Wanderung nicht viel zu sehen von der schönen Wildflusslandschaft. Und so liefen wir am Steinbock-Denkmal vorbei, ohne einen so gern gesehenen Steinbock zu entdecken…

Umso mehr freuten wir uns an diesem kühlen und regnerischen Abend auf das Nachtessen und auf die Übernachtung in der Freiburger Hütte. Diese befindet sich vis-à-vis der markanten Roten Wand, die mit 2’700 Metern Höhe der zweithöchste Gipfel im Lechquellengebirge ist und die grösste Steinbock Kolonie Europas beherbergt.

Unterwegs mit Kindern: Übernachtung im Schlafsack – ein Familienhit
Das Übernachten in einer Alphütte gehört zu den Highlights, die man mit Kindern – wenn immer möglich – erlebt haben muss! Die Freiburger-Hütte ist dafür für Kinder ab 7 Jahren sehr geeignet, denn sie ist familien- und kinderfreundlich und nimmt entsprechend an der Alpenvereins-Kampagne „Mit Kindern auf Hütten“ teil. Schlafen kann man entweder in Matratzen- oder Zimmerlager.

Magisches Erwachen aus dem Nebel: Der Formarinsee am Morgen

Wetterbesserung sei dank, zeigten sich am nächsten Morgen der Formarinsee und die Rote Wand von ihrer besten Seite und machten ihrer Auszeichnung zum schönsten Platz Österreichs alle Ehre!

Makellos: Der schönste Platz Österreichs

Nun hiess es, über den steilen Stebok-Wäg in rund 3 Stunden ganze 1’000 Höhenmeter nach Dalaas im Klostertal hinunter zu steigen. Über die neun Informationstafeln entlang des neueröffneten Themenwegs erfuhren wir einiges über Steinböcke, gesehen haben wir allerdings leider wieder keinen einzigen. Dazu hätten wir in die andere Richtung wandern müssen, zur Roten Wand. Schade. Sehr sogar. Denn nach den Prachtsstücken, die wir aus dem Glarnerland kannten, wollten wir unbedingt österreichische Exemplare sehen – ich als Trägerin dieses Sternzeichens sowieso.

Unterwegs mit Kindern: 1. Etappe des Lechwegs kindergerechter als der Stebok-Wäg
Unseres Erachtens ist das Wandern mit Kindern entlang des Stebok-Wägs nicht wirklich sehr spannend: Läuft man den Weg so, wie wir es gemacht haben, ist er einfach zu steil und vor allem im letzten Teil vor Dalaas auch zu unspektakulär als dass Kinder dies schaffen bzw. sie bei Laune gehalten werden könnten. Vielleicht ginge es in umgekehrter Richtung – also von Dalaas aus hinauf zum Formarinsee – etwas besser, weil man mit den Köder Formarinsee, Rote Wand (inklusive Steinböcke und Murmeltiere) und Freiburger Hütte die Kinder zu einen strengen und steilen Marsch motivieren und sie für die Mühe am Schluss reichlich belohnen könnte. Mit unseren Kindern würden wir diese Wanderung jedenfalls (noch) nicht in Angriff nehmen – egal, in welche Richtung. Wir würden definitiv die 1. Etappe des Lechwegs machen und uns bestens auf ein Murmeltier- und Steinbock-Watching vorbereiten!

Unterwegs auf dem Stebok-Wäg

Unsere etwas untrainierten Wanderwädli wurden auf diesem steilen Abstieg auf die Probe gestellt – umso wohltuender war unser Besuch in der Salzgrotte des traditionsreichen Hotel Post in Dalaas, wo wir für eine weitere Nacht zu Gast waren.

Wandern mit Kindern? Manchmal ist ohne wohltuender!

Die Vorarlberger Salzgrotte befindet sich in massivem Felsgestein hinter dem Gasthof und steht sowohl für die Hotelgäste als auch für auswärtige Besucher offen. Mit 44 Tonnen Himalaya-Salz ist sie die grösste künstlich angelegte Salzgrotte Europas. Durch die geschützte Lage im massiven Gestein herrscht in der Grotte eine konstante Temperatur von 23 Grad und ein angenehmes, gesundheitsförderndes Klima mit hoher Salzkonzentration. Diese hat nicht nur eine äusserst positive Wirkung auf den gesamten Organismus, sondern sorgt bei einer Reihe von gesundheitlichen Beschwerden, wie etwa Asthma, Neurodermitis und Allergien, für eine merkliche Linderung.

Unterwegs mit Kindern: Salzige Wellness für Gross und Klein
Die Salzgrotte eignet sich für jede Altersgruppe – von Kleinkindern, über Senioren bis hin zu werdenden Müttern. Besonders Kinder, die an Husten, Schnupfen, Neurodermitis, Schlafstörungen oder Asthma leiden, profitieren von der wohltuenden Wirkung der salzhaltigen Luft. Dank der angenehmen Temperaturen und dem guten Klima ist der Aufenthalt in der Salzgrotte auch für Kinder erträglich – erst recht, dank dem fantastischen Lichterspiel, das während der 45-minütigen Sitzung jedes noch so zappelige Kind zu beruhigen vermag.

Eine Sitzung in der Salzgrotte kommt einem Tag am Meer gleich

Für den Sonntag und gleichzeitig letzten Tag unserer Reise stand ein Bergfrühstück am Sonnenkopf auf dem Programm – Panoramablick auf die Rote Wand inklusive.

Mit der Bärengondel unterwegs ins Bärenland

Den Tag mit einem reichhaltigen und schmackhaften Frühstück auf fast 2’000 Meter Höhe zu starten und dabei das schöne Bergpanorama rund um den Sonnenkopf zu geniessen, ist ein spezielles Erlebnis. Im Anschluss an das Frühstück könnte man sich beim Wandern, Biken oder einfach nur beim Relaxen wunderbar erholen – nur nicht an einem Sonntag, denn am Sonntag, da sind auf dem Sonnenkopf vor allem die Bären los:

Unterwegs mit Kindern: Sonne und Bären auf 2’000 Metern Höhe
Der Sonnenkopf ist mit dem Bärenland vor allem bei Familien ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel. Bereits die Auffahrt mit den liebevoll eingerichteten Bärengondeln macht Kindern viel Spass. Oben warten dann witzige Spielstationen wie Wasserspiele, Spielplätze, Flosse auf dem Bärensee oder Bärenhöhlen darauf, entdeckt zu werden. Sogar auf eine abenteuerliche Schatzsuche auf einem grossen Schürffeld können sich die Kinder begeben und nach kleinen Silberbären suchen, denn einst wurde im Sonnenkopfgebiet tatsächlich Silber abgebaut.

Österreich wie wir es lieben: Schöne Berglandschaften und kulinarische Köstlichkeiten!

In der nachfolgenden Bildstrecke haben wir weitere Impressionen für euch zusammengestellt:

Mit Bestimmtheit werden wir diese Region mit unseren Buben wieder besuchen, nicht zuletzt, weil sie für uns so nah und gut erreichbar ist. Nachdem wir Eltern nun die Sommerseite kennengelernt haben, würden wir mit den Jungs sehr gerne die Winterseite dieser Gegend entdecken, die seit Jahrzehnten als die „Wiege des alpinen Skilaufs“ bekannt ist. Mal sehen, wann dies klappen wird!

Kennt ihr diese Region? Wart ihr schon mal in Lech? Im Sommer oder im Winter?

Unser Besuch in Vorarlberg fand im Rahmen einer Bloggerreise auf Einladung von Österreich Tourismus, Lech Zürs Tourismus und Klostertal Tourismus statt. Vielen Dank! Mitgereist sind auch die Blogger von www.weltreiseforum.ch und www.travelita.ch – da findet ihr ebenfalls Eindrücke, Infos und weitere Bilder!

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Neu und exklusiv auf unserem Blog: Der alltägliche Wahnsinn einer Italo-Schweizer Familie in Bella Italia

Sarah und ihre italienisch-schweizerische Familie in Italien

Habt ihr euch auch schon gefragt, wie es sich als Schweizer-Italo-Familie in Italien lebt? Wie man Ostschweizer Bräuche mit neapolitanischen Sitten verbindet? Worin sich der Familienalltag im “Land der Bambini” von demjenigen in der Schweiz unterscheidet?

Sarah Coppola-Weber wird uns an ihrem turbulenten italienischen Alltag teilhaben lassen und uns als “Auslandkorrespondentin” in regelmässigen Abständen über ihre Familienabenteuer in Italien berichten. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Sarah und ihrer Familie einen Einblick in eine Art “spiegelverkehrte Familienwelt” zu unserer hier in der Schweiz zu erhalten!

Sarah ist gebürtige Ostschweizerin mit italienischem Pass und lebt mit ihrem neapolitanischen Ehemann, ihren zwei Töchtern (14 und 11) und ihrem Sohn (7) seit 17 Jahren im Belpaese, ziemlich genau in der Mitte von Bodensee und Amalfiküste, in der Nähe der Stadt La Spezia und einen Katzensprung von den weltbekannten Cinqueterre entfernt.

Sarah ist schreibend, lehrend, lernend, staunend und stets leidenschaftlich und engagiert unterwegs und beschäftigt sich hauptsächlich mit Familien- , Gesundheits- und Ernährungsthemen. Als gefehlte Hebamme und angehende Doula schreibt sie liebend gerne über Schwangerschaft und Geburt und wird für uns in regelmässigen Abständen berichten, wie es sich in „Bella Italia“ so lebt, wo der Ausnahmezustand oft an der Tagesordnung und von „dolce far niente“ keine Spur ist!

Wir heissen Sarah als unsere erste “festangestellte” Gastbloggerin herzlich willkommen und freuen uns, sie euch mittels nachfolgendem spannenden Interview vorstellen zu dürfen:

Sarah, erzähl uns etwas über dich: Wo bist du geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen und wie ist deine Liebe zu Italien entfacht?
Geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in einem Dorf am Bodensee, unweit der Stadt St.Gallen, doch ab der Teenie-Zeit begann mein Herz für Italien zu schlagen: „Schuld“ waren daran nicht zuletzt drei Tanten  – eine lebt im Tessin, die andere in Norditalien und die dritte steckte mir eine Kassette von Zucchero zu, deren Texte nicht nur mitsingen, sondern auch verstehen wollte. Meine Freude am Belpaese war so gross, dass sie mir nicht einmal von der stets missgelaunten und mürrischen Italienischlehrerin während der Frühstunde im Fach Italienisch, das um 6.55 (!) begann, vergällt wurde. Nach der Schulzeit verbrachte ich dann ein wunderbares Au Pair Jahr in Lugano.

Wie hat es dich nach Italien verschlagen? Nach Ligurien?
Mit einer Freundin plante ich Osterferien in den Cinqueterre. Eine andere Freundin gab mir die Nummer ihres Bruders, der vor Ort lebte und uns mit Insidertipps auf die Sprünge helfen konnte und uns gerne Gesellschaft leistete. Es würde zu romantisch tönen, dass uns Amors Pfeil auf der legendären Via dell’Amore zwischen Riomaggiore und Manarola getroffen hat, aber fast so war es.

Was war/ist der grösste Unterschied zwischen dem Italien aus den Ferien/Aufenthalten und dem Italien als Wohnsitz?
Man muss sich früher oder später mit äusserst komplexer Bürokratie herumschlagen, die einen oftmals zur Verzweiflung treibt. Als ich zu meinem Mann zog, musste er fürs Ausländeramt einen handgeschriebenen Brief verfassen, dass er zur Not finanziell für mich aufkommen würde. Und bei der Polizei deklarieren, dass ich nun mit ihm zusammenlebe. Die Polizei kontrolliert das persönlich und klingelt unangemeldet an der Haustür. Übrigens auch dann, wenn man den Wohnsitz wechselt.

Wie empfindest du als Schweizerin die italienische Sprache, die Kultur, die Menschen? Worin sind wir uns ähnlich, worin total unterschiedlich?
Die Sprache ist sehr blumig, und in Italien „lebt“ alles, alles ist ständig in Bewegung. Das, was heute fix ist, ist morgen schon ganz anders. Wenn man das Haus verlässt, weiss man nie, was auf einen zukommt und welche Hürden man zu überwinden hat. Auch die Menschen sind so: Verbindlichkeit ist für viele ein Fremdwort.

Was vermisst du an der Schweiz in Bezug auf das Leben, das Arbeiten?
Bezüglich Arbeit mehr Chancen und mehr Möglichkeiten, kreative Projekte zu verwirklichen, eine gute Idee arbeits- und wettbewerbsfähig zu machen. Vor allem für Junge und Freischaffende. Was ich am alltäglichen Leben am meisten vermisse, ist die Infrastruktur. In unserer Gemeinde gibt es keine einzige benutzbare Turnhalle mehr. Die eine wird derzeit renoviert und für die andere fehlt das Geld, um Hand anzulegen. Auch die Spielplätze sind teilweise mager, oft muss man weite Strecken zurücklegen, um zu einem tollen Spielplatz zu gelangen. Von Hallenbädern und anderem „Luxus“ ganz zu schweigen.

Welche Rolle, welche Bedeutung, welchen Status haben Eltern, Mütter/Väter, die Familie, Kinder in Italien?
Beide Elternteile sind oft berufstätig, mit einem Lohn kommt man in Italien kaum mehr durch. Somit werden die Kinder oft von den Grosseltern betreut oder werden schon früh ins „nido“ (Nest), die Kinderkrippe geschickt. Die Familie hat einen hohen Stellenwert, auch wenn sich dieser in den letzten Jahren ein wenig vermindert hat. Es gibt auch hier immer mehr Patchwork-Familien, die Scheidungsrate liegt  bei über 50 Prozent. Auch betreffend Geburtenrate wurde ein historisches Tief verzeichnet – in vielen Familien gibt es Einzelkinder. Die Kinder haben nicht jenen hohen Stellenwert, wie es von aussen den Anschein macht, es wird wenig in ihr allgemeines Wohlbefinden investiert. Nur schon, was die Familienzulagen anbelangt: Oft reichen diese nur für eine Packung Windeln.

Was denkst du ist anders am Familienleben, am Elternsein in Italien als in der Schweiz?
Man muss sich alles selber suchen, sämtliche Freizeit- und Sportangebote. Es gibt keine Verzeichnisse, Webseiten sind oft nicht aktuell. Also erfährt man von spannenden Anlässen durch Mundpropaganda und über sieben Ecken.

Wann bist du eine Schweizer Mutter, wann eine italienische?
Eine Schweizer Mutter bin ich dann, wenn es um Feierabend geht – das Wort existiert nämlich im Italienischen überhaupt nicht! Bringt man mich auf die Palme, kommt hingegen mein ganzes südländisches Temperament zum tragen.

Wie gibst du deine Schweizer Werte an deine Kinder weiter? Wie lebt ihr das Schweizersein in Italien?
Wir versuchen, den Kindern Werte wie Verbindlichkeit, Pünktlichkeit, Akzeptanz und Toleranz vorzuleben. Doch sooo schweizerisch fühlen wir uns nicht, da wir alle fünf beide Pässe haben und mein Mann Süditaliener ist. Wäre er ebenfalls Schweizer Herkunft, wäre das sicher anders.

Was sollen deine italienischen Kolumnen in der Schweiz bewirken? Weshalb möchtest du uns aus deinem Leben erzählen?
Ich möchte einen unverschönten Blickwinkel auf das Alltagsleben in Italien bieten, das mit „dolce far niente“ nichts am Hut hat. Und dass es manchmal so skurrile Begebenheiten gibt, die man kaum glauben kann, wenn man sie nicht selber erlebt. Von einem Moment auf den anderen herrscht Ausnahmezustand. Ich möchte wohl die beide Länder ein wenig auf die Schippe nehmen, aber stets mit Respekt und Augenzwinkern, ich fühle mich beiden verbunden, auch wenn ich bald länger in Italien lebe als ich in der Schweiz gelebt habe.

Was sollte ich dir bei einem Besuch aus der Schweiz mitbringen?
Butter!!! Italienische Butter hat keinen Geschmack…

Vielen Dank, Sarah, für das interessante Interview! Wir freuen uns jetzt schon sehr auf deinen ersten Beitrag zum Thema “Back to school in Italien”!

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Sarah Weber-Coppola ist gebürtige Ostschweizerin mit italienischem Pass. Sie lebt mit einem neapolitanischen Ehemann, zwei Töchtern (14 und 11) und einem Sohn (7) seit 17 Jahren in der Nähe von La Spezia. Für “Die Angelones” schreibt die angehende Doula über Familien -, Gesundheits- und Ernährungsthemen und lässt dabei die LeserInnen am facettenreichen italienischen Alltag teilhaben, wo der Ausnahmezustand oft an der Tagesordnung und von „dolce far niente“ keine Spur ist!

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Renaturierungstrend oder: Wildwuchs willkommen!

Herzlich willkommen, Natur!

Wie ihr bereits wisst, entwickelt sich unser Garten zu einem eigentlichen Naturlehrgebiet: Zum Gartenhäuschen der Buben, das wir mittels Wildkamera zu einem Beobachtungsposten für Marder, Füchse und Co. umfunktioniert haben, ist nun auch ein Igel-Forschungszentrum dazugekommen, zur Unterstützung eines wissenschaftlichen Projekts des Vereins Stadtnatur Zürich.

Dass unser Garten so viele Wildtiere anlockt, ist aber nicht nur auf unsere Waldnähe und Tierliebe zurückzuführen, sondern nicht zuletzt auch darauf, dass wir aufgrund unseres vollgepackten Familienalltags unseren Umschwung nicht etepetetemässig kultivieren können. «Man soll seinen Garten pflegen», sagte zwar der französische Philosoph Voltaire und traf damit – zumindest bis jetzt – haargenau das Schweizer Verhältnis zum Grün vor der eigenen Tür.

Doch nun hat der Renaturierungstrend die ganze Stadt erfasst. Diese Gunst der Stunde wollen wir nutzen und aus unserer ursprünglichen (Zeit-)Not ganz bewusst eine Tugend machen und uns dieser Tendenz anschliessen: Die Artenvielfalt nehme drastisch ab, und darum solle der Natur wieder Platz gegeben werden. Ein englischer Rasen genüge heutzutage längst nicht mehr.

Das tönt wie Musik in unseren Ohren! Kein schlechtes Gewissen mehr, wenn wir samstags den Rasen nicht mähen oder im Herbst nicht täglich das Laub rechen können. Möge also die Wildnis zurückkehren und sich in unserem Garten einnisten. Schliesslich sei der Aussenraum für die Lebens- und Wohnqualität entscheidend, und die natürliche Artenvielfalt mache auch Menschen glücklich. Uns auf jeden Fall. Und wer weiss, vielleicht wird unser Garten schon bald zum Naturschutz­gebiet deklariert!

immer mittwochs im Tagblatt der Stadt Zürich

Was macht ihr so für die Renaturierung eurer Gegend?

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Disneyland® Paris: Eure Träume können wahr werden!

Cinderella und ihre Freunde erwarten euch!

Wer von euch war schon im Disneyland® Paris? Wer von euch träumt – wie wir – noch davon, dieses zauberhafte Fantasieland zu besuchen?

Ein Besuch des Disneyland® Paris steht bei uns schon lange auf unserer “Familie-Bucketlist” und wer weiss, vielleicht könnte dieser Traum für uns oder für euch bald wahr werden! Denn: Als offizielle Karte vom Disneyland® Paris bietet Mastercard seinen Kartenhaltern die einmalige Gelegenheit, eine Reise für die ganze Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder zwischen 4 und 12 Jahre alt) ins Disneyland® Paris zu gewinnen – inklusive einem traumhaften Rahmenprogramm!

Die glückliche Gewinner-Familie verbringt das Wochenende vom 9. bis 11. Dezember 2016 im Disneyland® Paris. Das exklusive Family-Package beinhaltet folgendes:

  • Zugfahrt ab Heimatort nach Paris und zurück
  • Transfers (Paris Bahnhof – Disneyland® Paris – Paris Bahnhof)
  • 2 Übernachtungen in Disney’s® Hotel New York
  • 3 Tage unbegrenzter Eintritt in beide Disney® Parks
  • Teilnahme am «Magic before Midnight Ball» am 10. Dezember 2016 inklusive Abendessen sowie ein Fotobuch mit Bildern des Abends
  • Einkaufsgutschein für Boutiquen des Disneyland® Paris und pro Person Essensgutscheine für ein Mittag-und ein Abendessen

Am “Magic before Midnight Ball”, der am 10. Dezember 2016) als rauschendes Highlight für alle kleinen Prinzessinnen und Prinzen stattfindet, kommt die Gewinner-Familie in den Genuss eines königlichen Banketts in verzaubertem Rahmen. Neben einem köstlichen Mahl erwartet sie ein einzigartiges Unterhaltungsprogramm sowie Fototermine mit vielen Disney® Figuren.

Wenn ihr an dieser grossartigen Verlosung teilnehmen möchtet, so könnt ihr dies über die Facebook Seite von Mastercard tun. Um teilzunehmen, müsst ihr einen von insgesamt drei Verlosungs-Posts kommentieren. Die Posts werden während der gesamten Laufzeit des Wettbewerbes auf der Facebook Seite von Mastercard Schweiz veröffentlicht, d.h. jeder der auf die Facebook Seite von Mastercard Schweiz kommt, sieht als erstes einen der Verlosungs-Posts. Der erste Facebook-Post, den ihr kommentieren könnt, ist bereits online, zwei weitere Posts folgen anfangs und Mitte Oktober – am besten liked ihr die Facebook Seite von Mastercard Schweiz, um diese einmalige Gelegenheit zu ergreifen, euch und eure Familie mitten in eine Welt hinein zu zaubern, in der Träume wahr werden!

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Mastercard Schweiz entstanden. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück für die Verlosung!

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Achtung Mimose: Nicht berühren – sonst fällt sie ihn Ohnmacht!

Es ist zwar schon eine Weile her, dass wir dieses kleine “Pflanzen-Experiment” durchgeführt haben, doch weil uns unsere selbstgezogene Mimose so beeindruckt hat, berichten wir euch – wenn auch etwas verspätet – darüber. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, gemeinsam mit euren Kindern eine Mimose zu ziehen und das Ganze hautnah zu erleben!

Die Mimose ist eine sehr spezielle Pflanze, der man so richtig eindrücklich ansieht, dass sie lebt! Denn: Auf Berührungen reagiert sie mit einem besonderen Verteidigungsmechanismus – sie faltet ihre Blätter innert Sekunden zusammen.

Dies tut sie auch, wenn es dunkel wird und schützt sich auf diese Weise ebenfalls vor Angreifern, die nachts unterwegs sind. Mit dem Zusammenfalten und Hängenlassen ihrer Blätter will die Mimose für ihre Feinde, die sie fressen möchten, möglichst unappetitlich aussehen. Ist die Gefahr vorbei, erwacht die Mimose wieder und nimmt ihre gewohnte Gestalt an.

Weil die Mimose so empfindlich ist und fast schon schreckhaft wirkt, nennt man Menschen, die sensibel sind, häufig auch Mimosen.

Weitere interessante Fakten rund um die schreckhafte Pflanzendame findet ihr hier!

Kennt ihr die Mimose? Und kennt ihr jemand, der als “Mimose” bezeichnet wird?

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Wissenschaftliches Naturprojekt: Igel gesucht in unserem Garten!

Spuren der ersten Nacht – von einem Igel?

Wir haben an einem wissenschaftlichen Projekt vom Verein StadtNatur Zürich mitgemacht: Während einer Woche fungierte unser Garten als Standort für ein Spurentunnel. Darin wurde ein Köder hineingelegt, das Igel anlocken sollte.

Doch, oh weh, die einzigen Spuren, die wir sichern konnten, waren – einmal mehr – nur solche von Katzen und Füchsen (wir haben euch bereits darüber berichtet)!

Nein – wohl eher (schon wieder) von einem Fuchs…

Aktuelle Beobachtungen lassen vermuten, dass heute immer weniger Igel in der Stadt Zürich leben als zu Beginn der 90er Jahre. Studien aus Grossbritannien zeigen gar einen Rückgang der Igelpopulation von über einem Drittel in den letzten zehn Jahren.

Im Projekt “Igel gesucht” will man herausfinden, wie es wirklich um die Stadtzürcher Igelpopulation steht. Mit Hilfe von Spurentunnel, die entlang von Hecken und Blumenbeeten in Privatgärten über die Stadt verteilt werden, will man sichtbar machen, ob Igel in der Nacht durchspazieren.

Geht ein Igel durch den Spurentunnel, hinterlässt er dank einem im Tunnel angebrachten, ungefährlichen Farbstreifen seine Fussabdrücke auf Papier. Im Tunnel wird ein Köder platziert, der dazu dient, die Igel anzulocken, ohne dass sie gefüttert werden.

Der Spurentunnel bleibt jeweils 6 Tage an einem Standort im Einsatz und wird täglich von Mitarbeitenden des Vereins auf Spuren kontrolliert. Während der Beobachtungszeit darf der Tunnel weder berührt noch verschoben werden. Neben Zürich läuft das Projekt auch in den Städten Bern, St.Gallen, Winterthur und Wien.

Wenn ihr Lust und Freude hättet, dieses spannende Projekt zur Erforschung der Wildtiere in der Stadt Zürich zu unterstützen, und euren Garten für eine Igel-Beobachtung zur Verfügung zu stellen, so könnt ihr euch beim Verein melden.

Habt ihr Igel in euerem Garten? Oder andere Wildtiere?

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Was genau bedeutet Familie? Dorie will es wissen!

Endlich: Am 29. September 2016 kommt der lang erwartete Film Findet Dorie in die Schweizer Kinos – 13 Jahre nach dem Klassenschlager “Findet Nemo”!

Die Fortsetzung der Geschichte spielt an der kalifornischen Küste, und zwar ein Jahr nach den Ereignissen des ersten Films. Dorie, die blaue Paletten-Doktorfisch-Dame ohne Kurzzeitgedächtnis, lebt inzwischen glücklich und zufrieden mit Nemo und Marlin im Korallenriff, als sie einen Geistesblitz hat:

Da draussen muss irgendwo meine Familie sein!

Irgendwo da draussen müsste doch ihre Familie sein, die vielleicht längst nach ihr sucht! Und so startet Dorie mit Marlin und Nemo in das grösste Abenteuer ihres Lebens, das sie durch den Ozean bis zum berühmten Meeresbiologischen Institut in Kalifornien mit seinem Aquarium und seiner Rettungsstation für Meerestiere führt.

Dorie und der mürrische Oktopus

Bei der Suche nach ihren Eltern bekommt Dorie Unterstützung von den schillerndsten Persönlichkeiten des Instituts: Da ist der mürrische Oktopus Hank, der nur noch sieben Tentakel hat, den Wärtern aber dennoch regelmässig durchs Netz geht. Beluga Bailey glaubt, dass sein Echolot kaputt ist und Walhai Destiny ist extrem kurzsichtig.

Dories Eltern: Jenny und Charlie

Trotz gewisser Handicaps wachsen Dorie und ihre Freunde bei ihren geschickten Manövern durch das komplizierte Innenleben des Instituts über sich hinaus und entdecken die magische Kraft von Freundschaft und Familie.

 

Wir sind sehr gespannt auf den zweiten Teil von Nemo, Dorie & Co. und wir freuen uns sehr, dass wir euch zum Filmstart drei besonders tolle Goodie-Pakete mit je einem Kinder-Shirt (Grösse 110), einem Sticker-Set, einem Mouse-Pad sowie einem ganz coolen Philips-Nachtlicht mit Dorie-Motiv schenken dürfen:

Wer sich eines der drei speziellen Goodie-Pakete für Die Angelones-LeserInnen wünscht, folgt uns freundlicherweise via Facebook und teilt uns anschliessend bis morgen Sonntagabend um 20 Uhr via Kommentar direkt hier auf dem Blog mit, was euch Familie bedeutet und was euch an Nemo, Dorie & Co. besonders gut gefällt!

Alle weiteren Infos zum Film findet ihr auf der Facebook-Seite von Disney Switzerland!

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Bodenständig und alltagstauglich: Mein Herbst-Outfit im Sorel Style

Manchmal braucht es einen Input von aussen…!

Da meine Teilnahmen an Fashion-Events immer noch längst an einer Hand gezählt werden können, mögt ihr euch bestimmt an meinen Besuch des letztjährigen Herbst-Medienanlasses von Sorel erinnern, anlässlich von welchem mich Stylistin Luisa Rossi in eine ganz neue Person verwandelt hat: Sie flocht mir damals kurzerhand ein Zöpfchen in die Haare, setzte mir einen Hut auf, legte mir einen warmen Kunstpelzschal um den Hals und wählte für mich mit “Joan Arctic” einen schönen und recht auffälligen City Boot von Sorel aus! Mit ein paar wenigen Handgriffen hatte mich Luisa Rossi letztes Jahr im Handumdrehen zu einem stylischen Mami verwandelt!

Per Selbstauslöser zu einem “Star-Foto”!

Die warmen und sehr bequemen Boots avancierten rasch zu meinen absoluten Lieblingen und ich habe sie nicht nur den ganzen Winter über getragen, sondern noch lange in den diesjährigen kühlen Frühling hinein!

Ich zähle mich nicht zu den Fashion-Bloggern, aber bei Sorel sieht das anders aus: Dieser Brand gefällt mir ausserordentlich gut und er passt sowohl zu mir als auch zum Rest der Familie – tough, sportlich, bodenständig, widerstandsfähig, direkt und echt. Alle tragen wir diese robusten und für jede Familiensituation passenden Schuhe seit Jahren sehr gerne!

Als mich vor einigen Tagen die Einladung zum diesjährigen Medienevent erreichte, war deshalb sofort klar, dass ich wieder dabei sein wollte – nicht zuletzt, weil die Vorstellung der neuen Sorel-Trends erneut mit einem Umstyling verbunden war, zu welchem ich sonst ja nie wirklich komme. Um die neue Herbstkollektion gebührend in Szene zu setzen, hat Sorel dieses Jahr die Profis von Kleihd herbeigezogen. Die Zürcher Mode-Leih-Boutique stellte uns am Anlass ihre spezielle Kollektion zur Verfügung.

Blau passt sehr gut zu Herbst-Bronze!

Bei Kleihd kann man ausgewählte Alltags- und Festkleidung aus privaten Garderoben, Prêt-à-porter und Vintagesammlungen sowie regionale Designermode zu fairen Preisen mieten, auch im Abo.

Janine, eine der drei jungen und symphatischen Kleihd-Gründerinnen, stellte mir aus ihrem kleinen, aber feinen Fundus an besonderen Einzelstücken einen sportlichen und alltagstauglichen Herbstlook zusammen, der sehr gut zu den von mir ganz bewusst in Herbst-Bronze gewählten “Addington Chelsea” Boots passte.

Bauch einziehen, lächeln und … knipsen!

Nur mit der “richtigen” Pose für ein cooles Selfie wollte es bei mir – ungeübt wie ich bin – nicht gerade auf Anhieb klappen. Doch auch dafür stand mir Janine mit Rat und Tat zur Seite und zeigte mir, wie man sich (mehr oder weniger vorteilhaft) in Szene setzt:

Posieren? So geht das!

Pose hin oder her: Die Bilder zeugen von ganz viel Spass und Freude – an den neuen Boots, die ich behalten durfte, am coolen Outfit, an welches ich mich herangewagt hatte und an der erfrischenden Bekanntschaft mit den Ladys von Kleihd, wo ich bestimmt zum passenden Zeitpunkt wieder vorbeischauen werde!

Mein alltagstaugliches Herbst-Outfit ganz im Sorel Style

Mehr über die aktuelle Herbstkollektion von Sorel sowie weitere Infos zum Kleihd-Leihservice findet ihr auf den entsprechenden Webseiten (www.sorel.ch und www.kleihd.ch)

Kennt ihr Sorel schon? Welche Erfahrungen habt ihr mit dieser Schuhmarke gemacht? Habt ihr auch schon Kleider gemietet? Und: Wie gefällt euch mein diesjähriger Sorel-Herbststyle?

Die im Beitrag erwähnten Boots wurden mir freundlicherweise von Sorel zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür – sie gefallen mir einmal mehr sehr, sehr gut!

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Aus dem eigenen Garten: Randencarpaccio mit Rucola und Parmesan

In ein paar wenigen Wochen wird die Schülergarten-Saison wieder vorüber sein. Doch bis dahin ernten unsere Buben jede Woche immer noch kiloweise Gemüse – zum Beispiel Randen. Diese sind nämlich besonders gut für Schülergärten geeignet, weil sie einfach im Anbau sind. Sie werden von Juni bis Oktober geerntet und lassen sich bis tief in den Winter gut lagern.

Randen sind sehr gesund und gelten – dank den vielen Vitaminen, Mineralien und wertvollen Pflanzenstoffen, die sie enthalten – als richtige Wunderknollen! Zudem sind Randen auch sehr fein – egal, ob roh oder gekocht.

Heute stellen wir euch ein Rezept vor, das wir in der Coopzeitung gefunden und kürzlich wieder einmal umgesetzt haben – Randencarpaccio mit Rucola und Parmesan:

Dazu braucht ihr:

  • 2 Randen, fein gehobelt
  • 100 Gramm Rucolasalat
  • 100 Gramm Parmesan, fein gehobelt
  • 40 Gramm Pinienkerne
  • 2 Limetten
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Und so wirds gemacht:

Randenscheiben, Rucola und Parmesan auf einem Teller anrichten. Pinienkerne darauf verteilen. Mit Olivenöl und Limettensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.

Et voilà – fertig ist die kleine, feine und sehr gesunde Mahlzeit!

Habt ihr auch schon Randen angepflanzt? Wie mögt ihr Randen am liebsten?

Weitere Rezepte mit der Ernte aus dem eigenen Garten findet ihr hier:

Weitere Beiträge passend zum Thema:

Weitere einfache und familientaugliche Alltagsrezepte findet ihr unter der Rubrik La Cucina Angelone oder auch auf flickr!

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Auf Monsterjagd im eigenen Garten

Die Monster in unserem Garten

Erst grad versteckten sie sich noch in den dunklen Ecken des Kinderzimmers, unter dem Bett oder im Wandschrank der Buben, und ich musste sie mit ätherischem Lavendelöl abschrecken. Nun jagen wir Monster, Geister oder sonstige Ungeheuer auch im Garten. Denn: Seit über einem Jahr haben wir das einstige Gartenspielhaus der Buben zum Beobachtungsposten umfunktioniert und mit einer Wildkamera aufgerüstet, um unsere häufigen nächtlichen Besucher im Garten in flagranti zu erwischen und zu entlarven!

Aufgrund der Spuren und des Lärms, die unsere unbekannten und unheimlichen Besucher nachts verursachen, vermuteten wir in unserem Garten «Monster und Ungeheuer» wie Wildschweine, Luchse, Wildkatzen oder gar Wölfe! Doch die Treffer mit der Wildkamera brachten lange nur enttäuschende Beweisstücke in Form von gewöhnlichen und völlig harmlosen nachts streunenden Katzen ans Tageslicht. Bis vor ein paar Nächte aber «richtige» Raubtiere in Form von stattlichen Mardern und Füchsen vor die Wildkameralinse traten. Die Krachmacher sind zur grössten Freude unserer Buben endlich, endlich in die Filmfalle getappt und somit enttarnt!

In Anbetracht der Tatsache, dass wir am Waldrand wohnen, ist diese Entdeckung – wenn auch sehr witzig und lehrreich für unsere Buben – natürlich alles andere als spektakulär. Ich wollte es euch dennoch erzählt haben, denn immerhin ist es beruhigend, zu wissen, dass die Welt in Zürich noch in Ordnung ist. Schliesslich sollen andernorts auch schon Essensvorräte und Unterhosen klauende Nachbarn nächtens ihr Unwesen getrieben haben und vor die Linse filmender Kameras getrampelt sein!

immer mittwochs im Tagblatt der Stadt Zürich

Habt ihr auch nächtliche Besucher im Garten? Welcher Art?

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